Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Anaheim Ducks und den Edmonton Oilers

Die Edmonton Oilers haben sich an den Anaheim Ducks die Zähne ausgebissen und sind in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference ausgeschieden. Am Donnerstag zogen sie auswärts in Spiel 6 mit 2:5 den Kürzeren und kassierten die entscheidende vierte Niederlage. Leon Draisaitl und Josh Samanski verbuchten jeweils einen Assist.

Das Honda Center von Anaheim erwies sich damit einmal mehr in einem Elimination Game als schwer einzunehmende Festung für einen Kontrahenten der Ducks. 12:4 lautet die Bilanz der Kalifornier in eigener Halle, wenn die Möglichkeit besteht, mit einem Sieg in die nächste Runde einzuziehen. Der letzte Erfolg vor dem Triumph am Donnerstag gegen Edmonton datierte aus dem Jahr 2017. Leidtragende waren damals wie heute die Oilers. Seinerzeit behielt Anaheim in Spiel 7 der zweiten Runde mit 2:1 die Oberhand. Danach sollten die Ducks bis zur Postseason in diesem Jahr keine Playoff-Serie mehr gewinnen. Diese Durststrecke ist nun zu Ende.

Die Oilers litten in der Serie gegen die Ducks unter mangelnder Konstanz und konnten ihr gewohntes Leistungsniveau über weite Strecken nicht abrufen. Diese Probleme plagten Edmonton die gesamte Saison über und trugen maßgeblich dazu bei, dass sie zum ersten Mal seit fünf Jahren nicht über die Auftaktrunde der Playoffs hinauskamen. 2024 und 2025 hatten sie den Titel in der Western Conference geholt und waren ins Finale um den Stanley Cup eingezogen. Dort unterlagen sie zweimal den Florida Panthers.

„Die Ducks waren einfach besser als wir und hatten heute zudem ein wenig Glück mit Abprallern. Wir haben es nicht geschafft, das aufs Eis zu bringen, was man zu diesem Zeitpunkt des Jahres zeigen muss. Es hat einfach nicht gereicht, was wir geboten haben“, sagte Draisaitl nach dem bitteren 2:5 in Spiel 6. Es sei der Mannschaft in keiner Partie der Serie gelungen, ihr Leistungsvermögen einmal über die kompletten 60 Minuten abzurufen. „Ich habe im Moment keine passende Antwort darauf, weshalb das der Fall war. Am Ende des Tages muss man einen Weg finden, seine Spiele zu gewinnen. Egal auf welche Weise“, erklärte der Oilers-Stürmer.

EDM@ANA, Sp6: Ducks und Oilers treffen sich zum Handschlag

Das Aus sei schmerzhaft, allerdings müsse man sich eingestehen, dass man an einem starken Gegner gescheitert sei. „Anaheim hat sich das Weiterkommen absolut verdient“, betonte Draisaitl.

An ihm lag es nicht, dass Edmonton für den Rest der Playoffs zum Zuschauen verurteilt ist. Er punktete in allen sechs Begegnungen mit den Ducks, in vier davon sogar zweifach. Mit zehn Punkten (drei Tore, sieben Assists) war er der erfolgreichste Scorer seines Teams. Connor McDavid, der in den vergangenen Spielen angeschlagen war, brachte es lediglich auf sechs Zähler (ein Tor, fünf Assists). Dass es Anaheim gelang, die Kreise von Edmontons Kapitän wirkungsvoll einzudämmen, war einer der Erfolgsfaktoren.

McDavid zog ein ernüchterndes Fazit. „Wir sind die gesamte Saison über nur Durchschnitt gewesen und haben unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllt“, konstatierte er. In der Postseason hatten seiner Ansicht nach gerade die Special Teams zu kämpfen. „Sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing haben wir nicht wirklich überzeugt. Das lag aber auch ein Stückweit am Gegner. Man muss den Ducks für ihr starkes Auftreten ein Lob aussprechen.“

EDM@ANA, Sp6: Terry und Carlsson sorgen für das 4:1

Die erste Runde der Playoffs verlaufe immer irgendwie chaotisch, ergänzte McDavid. Aber das dürfe nicht als Entschuldigung herhalten. „Wir hatten uns einen langen Playoff-Run vorgenommen. Doch jetzt ist es leider vorbei.“

Im Gegensatz zur vorangegangenen Partie, als die Oilers den Ducks mit drei schnellen Toren im ersten Drittel den Schneid abkauften, legten diesmal die Ducks vor. Ryan Poehling (10.) und Kris Kreider (14.) stellten den Zwischenstand auf 2:0. Connor Murphy konnte zwar den Rückstand auf Vorlage von Samanski verkürzen (16.), aber eine Wende zum Besseren bedeutete der Anschluss nicht. Im weiteren Verlauf zogen die Hausherren durch Tore von Cutter Gauthier (17.) und Troy Terry (40.) auf 4:1 davon. Diese Lücke war für Edmonton nicht mehr zu schließen, trotz des schnellen Treffers von Vasily Podkolzin (42.) zu Beginn des letzten Drittels. Leo Carlsson band den Sack mit einem Empty-Net-Goal zum 5:2 endgültig zu (58.).

In der Zweiten Runde der Western Conference treffen die Ducks auf den Sieger der Serie zwischen den Vegas Golden Knights und den Utah Mammoth.

Ducks 4, Oilers 2

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