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Die Kaderlücken der Eastern Conference Teams

NHL.com/de präsentiert Bedürfnisse der Eastern Conference Teams, die beim NHL Draft 2018 gestillt werden sollen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Der NHL Draft 2018 wird am 22./23. Juni im American Airlines Center in Dallas abgehalten. Um dafür gerüstet zu sein, wird NHL.com/de im Vorfeld täglich eine umfassende Berichterstattung mit Artikeln zu den interessantesten Geschichten rund um das Ereignis anbieten. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Bedürfnisse der Teams der Eastern Conference.

Mit dem Draft können die Teams ohne Tauschgeschäfte ihrem Kader ein neues Gesicht geben. Die Top-Jugendspieler stehen zur Verfügung und jede Franchise wird versuchen, die im Kader erkannten Lücken zu füllen. In der Eastern Conference stehen Mannschaften wie die New York Rangers vor einem Neustart, wohingegen die Washington Capitals als Champion ihren Platz an der Sonne verteidigen wollen.

Boston Bruins
Die Boston Bruins gehen ohne Pick in der ersten Runde in den NHL Draft 2018. Die Bruins sind mit guten Nachwuchsspielern ausgestattet und setzten in den Stanley Cup Playoffs sechs Rookies ein. Sowohl offensiv als auch defensiv ist Boston für die Zukunft gerüstet. In dem mit guten Verteidigern gespickten Draft stünde den Bruins ein talentierter zwei-Wege-Verteidiger gut zu Gesicht.

Buffalo Sabres
Mit dem Nummer-1-Pick im NHL Draft 2018 dürften die Buffalo Sabres Rasmus Dahlin ziehen. Der schwedische Verteidiger hat das Zeug, sofort in der NHL Fuß zu fassen und zum Aushängeschild der Franchise zu werden. Die Verstärkung in der eigenen Zone kommt für die drittschlechteste Defensive der Liga zum richtigen Zeitpunkt. Mit den weiteren Talenten in der Hinterhand und insgesamt sieben Picks im Draft sollten die Sabres zukünftig wieder angreifen können.

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Detroit Red Wings
Die Detroit Red Wings dürfen an sechster Position wählen, so früh wie seit 1990 nicht mehr. Die Lücken im Kader sind nach zwei Jahren ohne Playoffs deutlich erkennbar. Besonders ein Top-Verteidiger oder Center wären für die Red Wings von großer Bedeutung. Mit sieben Picks alleine in den ersten drei Runden und elf insgesamt sollte es möglich sein, dem Kader ein neues Gesicht zu geben.

Florida Panthers
Die Florida Panthers brauchen mehr Tiefe auf nahezu allen Positionen. Ganz besonders die eigene blaue Linie benötigt ein Upgrade. Ein talentierter Offensivverteidiger, der mit Kreativität und Torgefahr die eher maue Punkteausbeute der Verteidiger ankurbelt, sollte das Objekt der Begierde sein.

Montreal Canadiens
Für die Montreal Canadiens dürfte die Marschroute im Draft klar sein. Die Habs stellten zwar die siebtbeste Defensive, doch der drittschlechteste Angriff der Liga bescherte den Frankokanadiern Rang 28 in der vergangenen Saison. Durch das Vorrücken auf Rang drei in der Draft-Reihenfolge kann Montreal einen Top-Nachwuchsspieler ziehen und mit den weiteren neun Picks in den ersten fünf Runden zusätzliche Qualität hinzufügen.

Ottawa Senators
Mit zwei Draft-Rechten in der ersten Runde (Nr. 4 und Nr. 22) können die Ottawa Senators viel Talent ins Line-Up bringen. Ein Top-Stürmer dürfte an vierter Position von den Sens gezogen werden. Mit dem Gedanken, Erik Karlsson noch vor Ablauf seines Vertrags 2019 zu traden, könnte an 22. Stelle ein Nachfolger für den Schweden gesucht werden. Die Liste an talentierten Verteidigern im Draft ist lang genug.

 

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Tampa Bay Lightning
Die Tampa Bay Lightning müssen im Draft 2018 in Dallas ohne Pick in der ersten Runde auskommen. Der Trade in der vergangenen Saison mit den New York Rangers beinhaltete den First-Round-Pick und so dürfte das Augenmerk der Bolts auf der Kadertiefe liegen. Anbieten würde sich hier die Center-Position. Eine große Veränderung ist beim Finalisten der Eastern Conference Finals nicht zu erwarten.

Toronto Maple Leafs
Die Toronto Maple Leafs gehen mit ihrem neuen GM Kyle Dubas in den Draft. Dubas dürfte in seinem ersten Draft als Hauptverantwortlicher Center und Verteidiger im Fokus haben, da für die Flügelpositionen bereits gute Nachwuchsspieler im System sind. Nach vier gedrafteten Verteidigern 2017 wäre es keine große Überraschung, wenn diesmal gerade Mittelstürmer besondere Beachtung finden.

Carolina Hurricanes
Die Carolina Hurricanes waren die größten Profiteure der diesjährigen Draft Lotterie und sprangen von Rang elf auf zwei. Durch das Losglück haben die Hurricanes gute Chancen, ihren rechten Flügel zu stärken. Ein Top-Torjäger würde den Canes gut zu Gesicht stehen und - wie es der Zufall will - wird ein Scorer für die rechte Sturmseite auf Nummer 2 gelistet. Andrei Sevchnikov traf in 44 OHL Partien 40mal und wäre der logische Kandidat für Carolina, wäre da nicht eine Handverletzung, die ihn lange außer Gefecht gesetzt hatte.

Columbus Blue Jackets
Die Bedürfnisse der Columbus Blue Jackets sind schwierig zu definieren, sind doch alle Positionen ordentlich besetzt und auch mit talentierten jungen Spielern unterfüttert. Gute Drafts in den vergangenen Jahren spülten die Blue Jackets zuletzt zweimal in Folge in die erste Runde der Playoffs. Für den nächsten Schritt würde Columbus ein hochveranlagter Linksaußen guttun. Einzig Sonny Milano bringt auf dieser Position frischen Wind und könnte etwas Unterstützung gebrauchen. An 18. Position werden sich die Blue Jackets jedoch auf gutes Scouting verlassen müssen, um einen zukünftigen Top-Winger an Land zu ziehen.

 

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New Jersey Devils
Im vergangenen Jahr hatte die New Jersey Devils die Möglichkeit an Nummer 1 Nico Hischier zu draften, ein Puzzlestück, dass in den Neuaufbau der Devils nicht besser hätte passen können. Der Schritt vom Team in der Restrukturierung zum Titelanwärter ist nahe und der diesjährige Draft soll die letzten Problemstellen schließen. In den vergangenen Jahren fokussierten sich die Devils auf die Offensive, so dass eine Verstärkung der blauen Linie zwingend notwendig wird. Glücklicherweise ist die diesjährige Draft-Klasse gespickt mit potentiellen Top-Vier-Verteidigern.

New York Islanders
Die Islanders besaßen die schlechteste Verteidigung der Liga mit 296 Gegentoren. Alleine diese Statistik zeigt deutlich den größten Bedarf des Teams aus Brooklyn. Das Verpassen der Playoffs lag definitiv nicht am von John Tavares angeführten Sturm, sondern an der fehlenden defensiven Absicherung. Mit zwei Picks in der ersten Runde (Nr. 11 und 12) stehen die Chancen der Isles gut, die Lücken zu schließen. Es ist auch nicht abwegig, dass sie ihre beiden Erstrundenpicks nutzen, um letztendlich früher zum Zug zu kommen und einen der Top-Verteidiger in die Mannschaft zu lotsen.

New York Rangers
Die New York Rangers beschlossen in der vergangenen Saison, dass sein Neustart notwendig ist, um in einigen Jahren ein Wörtchen beim Stanley Cup mitreden zu können. Mit drei Picks in der ersten Runde (9., 26. und 28.) haben die Rangers viele Optionen. Die vermeintlich größten Bedürfnisse bestehen für die Broadway Blue Shirts auf der Position des linken Flügelspielers. An neunter Position dürfte die Entscheidung der Rangers sein, ob einige der Top-Verteidiger übersprungen werden, um einen guten linken Stürmer zu verpflichten oder ob die defensiven Optionen gezogen werden und die Schwachstelle auf der linken Angriffsseite gegen Ende der Runde angegangen wird.

 

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Philadelphia Flyers
Für die Philadelphia Flyers ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Der diesjährige Draft ist dabei eine weitere wichtige Station, bei der das Augenmerk besonders auf der Tiefe in der Verteidigung liegen dürfte. Mit Travis Sanheim haben die Flyers einen talentierten Nachwuchsverteidiger in ihren Reihen. Doch die Veteranen der Flyers fallen ab und verhindern so, dass Philly eine größere Rolle in der NHL spielt. Mit dem verteidigerlastigen Draft vor der Brust und zwei Erstrundenpicks in den eigenen Händen sollten die Flyers die Baustelle Defensive auf den richtigen Weg bringen können.

Pittsburgh Penguins
Die Pittsburgh Penguins dürften in diesem Jahr versuchen, ihren Pool an talentierten Nachwuchsspielern wieder zu füllen. In der Stahlstadt war es in der Vergangenheit Tradition, die am höchsten gedrafteten Talente schnell ziehen zu lassen. So ergibt sich im Nachwuchs des Ex-Champions eine massive Lücke. Ohne Erstrundenpick im diesjährigen Draft wird es für die Pens jedoch schwierig, den vor allem in der Defensive vorhandenen Bedarf zu decken. Ein Tauschgeschäft, um früher einen Jugendspieler ziehen zu können, scheint unwahrscheinlich, wäre jedoch ein probates Mittel.

Washington Capitals
Bei den Capitals ist die Freude über den Gewinn des Stanley Cups nach wie vor groß. Die damit verbundene 31. Position im Draft löst dagegen keine Jubelstürme aus. Ein alterndes Team um Superstar Alex Ovechkin und ein eher mau gefüllter Pool an Talenten gibt Grund zur Besorgnis, besonders auf dem rechten Flügel. Ob auf dem letzten Platz der ersten Runde ein Rechtsaußen verfügbar ist, der den Caps weiterhilft, ist mehr als fraglich und ein Trade nach oben durchaus im Bereich des Möglichen.

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