Top-10-Spielszenen der Kings... bis jetzt

An jedem Tag zwischen dem 2. Dezember und dem 1. Januar veröffentlicht NHL.com/de den Wunschzettel eines der 31 NHL-Teams im Hinblick auf die kommende Saison. Was ist nötig, damit die kommende Spielzeit für den jeweiligen Klub möglichst erfolgreich verläuft.
Heute die Wünsche der Los Angeles Kings.

Mit einer Bilanz von 29-35-6 landeten die Los Angeles Kings in der Saison 2019/20 lediglich auf Rang 28 aller 31 NHL-Teams. Damit verpasste der Stanley Cup Champion der Jahre 2012 und 2014, trotz sieben gewonnener Spiele in Serie in der Phase unmittelbar vor dem Saisonabbruch am 12. März, als eines von nur sieben Teams die folgende Postseason. Sie durften sich nicht mehr mit der Konkurrenz messen, als die Liga den Spielbetrieb nach der coronabedingten Zwangspause am 1. August wieder aufnahm.
In einer Stadt wie Los Angeles, wo nur der Erfolg zählt, ist das natürlich kein zufriedenstellendes Ergebnis. Dementsprechend lang und umfangreich ist die Wunschliste bei der Organisation, in der der Deutsche Marco Sturm neben Coach Todd McLellan als einer der Assistenztrainer fungiert.
Quinton Byfield schlägt direkt ein
Große Stücke halten sie in Los Angeles auf Quinton Byfield, den Nummer-Zwei-Pick der Kings aus dem NHL Draft 2020. Der 18-jährige Center wird in seinen ersten Monaten in der Liga naturgemäß noch keine sportlichen Wunder vollbringen können, dazu ist er schlicht zu jung und unerfahren. Es wäre auch nicht klug zu viel Druck auf ihn auszuüben. Trotzdem hoffen sie bei den Kings, dass sich der Junge gut entwickelt und in der NHL möglichst einschlägt wie die sprichwörtliche Bombe. Gebrauchen könnte das Franchise einen jungen Wunderspiele in jedem Falle so dringend wie kaum ein anderes Team, befinden sich die prägenden Spieler im Kader doch alle schon in der Endphase ihrer Karrieren. Nachwuchs ist daher von Nöten.

LAK 31 in 31 prospects

Prospects schaffen den Sprung in die NHL
Die Kings haben im Nachwuchsbereich natürlich deutlich mehr zu bieten als das erhoffte Wunderkind Byfield. So setzen sie in Los Angeles zugleich auf eine positive Entwicklung bei ihren anderen Talenten in Reihen der Organisation. Die besten Aussichten gibt es da derzeit bei Alex Turcotte, Arthur Kaliyev und Gabe Vilardi.
Center Turcotte kam im Vorjahr bei den Wisconsin Badgers zum Einsatz, wo er in 29 Spielen neun Tore und 17 Assists erzielte. Flügelstürmer Kaliyev wird ebenfalls eine große Zukunft für die Kings vorausgesagt. Für die Hamilton Bulldogs in der OHL überzeugte er im Vorjahr mit 95 Toren und 105 Assists aus 124 Begegnungen. Center Vilardi hatte bereits im Vorjahr in zehn Spielen die Möglichkeit, die Verantwortlichen von seinen Künsten in der NHL zu überzeugen. Der Nummer-Elf-Pick aus dem NHL Draft 2017 ist bereit für mehr. Bei den Kings wünschen sie sich, dass alle drei schon möglichst bald ein Teil des NHL-Kaders sein werden und zukünftig helfen werden, die Ausbeute der Kings zu verbessern.

Alex Turcotte WJC 12.12

Jonathan Quick findet zu alter Form
Zu ihren Glanzzeiten, als das Team in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts gleich zwei Mal den begehrten Stanley Cup gewinnen konnte, war Torhüter Jonathan Quick einer der herausragenden Spieler im Trikot der Kings. In den abgelaufenen Jahren hatte er häufig mit Verletzungen zu kämpfen, fand nicht mehr zu der Form, die ihn früher ausgezeichnet hatte. In der zurückliegenden regulären Saison kam Quick lediglich noch auf eine durchschnittliche Fangquote von 90,4 Prozent. Von 42 Starteinsätzen gelang es dem inzwischen 34-Jährigen lediglich 16 Mal das Eis als Sieger zu verlassen. Das soll, ja das muss wieder wesentlich besser werden, wenn es mit dem Team aus Los Angeles in naher Zukunft erneut in Richtung K.o.-Phase gehen soll.

Top 10 Jonathan Quick Saves aus 2019/20

Ein Jungbrunnen für Kapitän Anze Kopitar
Auch Kapitän Anze Kopitar, seit Jahren ein prägendes Gesicht der Mannschaft, ist mit 33 Jahren schon im Herbst seiner Profilaufbahn angekommen. In der Saison 2019/20 brachte er es in 70 Spielen immerhin noch auf 21 Tore und 41 Assists. In einem Alter von über 30 ist die verbleibende Zeit des Führungsspielers in der NHL inzwischen nicht mehr üppig. Die Jungen sind gefordert die Lücke zu den alten Recken schnellstmöglich zu schließen. Bis es soweit ist, kommt Kopitar weiterhin eine mitentscheidende Rolle zu. Die Verantwortlichen würden sich am liebsten einen Jungbrunnen für ihren langjährigen Kapitän wünschen. Da dies wohl nichts werden wird, sollte Kopitar zumindest weiterhin seine zuletzt gezeigte Form halten.

LAK@WPG: Kopitar mit Rückhandschuss zum PPG

Die Offensive schafft ein Wunder
Mit 178 erzielten Toren lag Los Angeles in der Vorsaison in dieser Statistik lediglich auf Rang 30, der vorletzten Position. Nur bei den Detroit Red Wings haperte es in Sachen Torproduktion noch mehr (145). Logisch, dass eine Steigerung in der Tabelle nur über eine Verbesserung im Angriff erfolgen kann. Doch wer ist prädestiniert für eine Steigerung? Wirklich aufzudrängen scheint sich niemand. Es dürfte nur über das Kollektiv zu schaffen sein. Hierzu bedarf es einer Art sportlichem Wunder.
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Die Abwehr bleibt weiterhin solide
Im Gegensatz zu den mageren Leistungen im Angriff bot die Defensive der Kings zuletzt zumindest Ligadurchschnitt. Rang 18 (212 Gegentore in 70 Spielen) hätte in dieser Einzelstatistik zumindest zur Teilnahme an der Stanley Cup Qualifikation gereicht, an der ausnahmsweise 24 Mannschaften teilnehmen durften. Im Regelfall sind es nur deren 16. Wollen die Kalifornier in der kommenden Saison von den Playoffs träumen, die Abwehr dürfte sich zumindest nicht verschlechtern.