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Kevin Fiala erreicht eine einmalige Leistung

Der junge Schweizer ist der erste Spieler in Predators Franchise-Geschichte, der zwei Playoff-Spiele mit Overtime-Toren entschied

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Schweizer Stürmer Kevin Fiala ist zwar erst 21 Jahre alt, arbeitet aber jetzt schon an seinem Platz in den Geschichtsbüchern des Sports. Einen Platz in den Annalen der Nashville Predators hat er bereits sicher.

In Spiel 2 der Playoff-Serie gegen die Winnipeg Jets, schoss der St. Gallener die Predators in der zweiten Overtime zum Sieg. Damit ist er der erste Spieler in der Team-Geschichte, der in zwei Playoff-Spielen in der Verlängerung den Siegtreffer erzielte. Sein erstes Siegtor in einer Playoff-Verlängerung machte er letztes Jahr gegen die Chicago Blackhawks.

"Er ist einfach ein Spieler für entscheidende Aktionen", erklärte Teamkollege Victor Arvidsson. "Er kann aus dem Nichts kommen und treffen. Er ist ein großartiger Torjäger und hat eine starke Saison gespielt."

Kyle Turris brachte den Puck nach 85 Minuten in die neutrale Zone, Craig Smith lief damit in das gegnerische Drittel und sah Fiala in der Mitte. Der Schweizer täuschte vor Torwart Connor Hellbuyck an, legte den Puck auf die Rückhand und traf.

 

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"Das war wichtig. Es ist wichtig konzentriert und ausgeglichen zu bleiben und die großen Momente und Szenen zu genießen. Das ist ein großartiges Gefühl in der Kabine. Großartige Aktion von Kevin und ein toller Pass von Craig. Unglaublich", schwärmte Stürmer Ryan Johansen.

Fiala spielte bereits seine beste reguläre Saison und leistete mit 23 Toren und 25 Assists einen starken Beitrag zum Erfolg des Teams. In der vorherigen Spielzeit hatte er in 54 Spielen elf Tore und fünf Assists gesammelt und sich damit einen Platz im Kader der Predators erspielt. In den letzten Playoffs traf er zwei Mal, darunter auch der Siegtreffer in der Verlängerung in Spiel 3 gegen die Blackhawks. Es schien als könnten es seine Stanley Cup Playoffs werden, seine Leistungen waren beeindruckend.

In Spiel 1 der zweiten Runde kam gegen die St. Louis Blues dann der große Schock. Im Zweikampf mit Robert Bortuzzo krachte er in die Bande und wand sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Eis. Die Diagnose nach dem Spiel: Fraktur des linken Oberschenkels. Die Playoffs waren für Fiala damit beendet, er musste operiert werden. Doch wenig später überraschte er selbst die Ärzte, die sagten, sie hätten nie solch eine schnelle Genesung gesehen. Der Schweizer stand nach weniger als zwei Monaten wieder auf dem Eis.

Video: WPG@NSH, Sp2: Fiala per Rückhand zum Sieg in 2. OT

Seine Stärke in den Playoffs bewies er auch in diesem Jahr bereits mehrmals. Er lieferte ein Tor und eine Vorlage in Spiel 2 gegen die Colorado Avalanche, erzielte das einzige Tor der Predators im ersten Spiel gegen die Jets und traf nun zum Sieg in der zweiten Partie.

"Einfach stark", lobte auch Linksaußen Filip Forsberg. "Er ist unser Joker. Er ist da, wenn man ihn braucht und wir freuen uns auf mehr davon in den restlichen Playoffs."

Fiala ist auf dem besten Weg, seinen Ruf als Playoff-Monster unter den Predators zu zementieren. Er ist offensichtlich der Mann für die wichtigen Tore. Mit seinem letzten Treffer sicherte er den Ausgleich der Predators in der Serie und bewahrte sie vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Aus den letzten beiden Spielen kann er nun Kraft ziehen und sich in einen Rausch spielen.

"Wir haben mit der Reihe gesprochen. Eine neue Serie kann eine neue Chance für eine Reihe sein", erklärte Trainer Peter Laviolette das starke Spiel der Formation um Fiala. "Man muss seinen Weg finden und dem Team helfen. Wenn man ein Team hinter sich hat und ein neues vor sich, ist das manchmal fast wie ein Neustart, wie eine neue Saison. Darüber haben wir gesprochen und die Jungs haben ein paar wichtige Tore gemacht."

Nun geht es für die Predators am Dienstag nach Winnipeg, wo die Jets auf ihre Heimstärke hoffen. Winnipeg war in der regulären Saison die effektivste Mannschaft auf heimischem Eis, doch in den Playoffs gelten oft andere Gesetze.

Sollte es hart auf hart kommen, ist Fiala definitiv ein Kandidat für die eine Aktion, die die Serie entscheiden kann. Das wissen jetzt auch die Jets.

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