In dieser Ausgabe: Die besten Penalty-Spezialisten der abgelaufenen Spielzeit und Playoffs.
5. Tim Stutzle, Ottawa Senators
Video: NJD@OTT: Stützles Doppelpack
Tim Stützles besondere Fähigkeiten machen ihn nicht nur während dem laufenden Spiel zu einem torgefährlichen Stürmer, sondern auch zu einem effektiven Penalty-Schützen. Zwar versenkte er in der abgelaufenen Saison nur zwei seiner fünf Versuche, insgesamt kommt er in seinen beiden NHL-Saisons aber auf vier Treffer bei acht Versuchen. Dank seiner schnellen Hände schafft er es die Torhüter mit vielen kleinen und schnellen Bewegungen seines Schlägers aus dem Konzept zu bringen, obwohl er den Puck dabei kaum berührt. Wenn der Torhüter sich dann bewegt kommt ein ansatzloser Handgelenksschuss, der nur schwer zu halten ist.
4. Tage Thompson, Buffalo Sabres
Video: BUF@PHI: Thompson trifft nach starkem Forecheck
Die Buffalo Sabres haben mit Tage Thompson einen wahren Experten für die entscheidenden Momente in ihren Reihen. Der 24-jährige Außenstürmer lieferte mit insgesamt 68 Punkten (38 Tore, 30 Assists) die mit Abstand beste Saison seiner Karriere. Im Shootout trat er sechs Mal an und versenkte den Puck dabei vier Mal im Tor, zwei Mal war er der entscheidende Schütze. Thompson hält seine Penaltys für gewöhnlich einfach, legt den Puck spät einmal etwas nach außen und feuert dann einen schnellen und präzisen Handgelenksschuss am Torhüter vorbei. Insgesamt kommt er in seiner Karriere auf sechs Tore bei elf Penaltys, eine Ausbeute von 54,6 Prozent. Von allen aktiven Spielern, die in ihrer NHL-Karriere wenigstens zehn Mal im Penaltyschießen antraten, haben nur vier eine bessere Quote.
3. Rickard Rakell, Pittsburgh Penguins
Video: NSH@PIT: Crosby trifft in der Verlängerung
Der einzige Spieler im Ranking, der älter als 24 Jahre ist, ist Rickard Rakell. Er hat keine leichte Saison hinter sich, nachdem er die ersten neun Saisons seiner Karriere alle bei den Anaheim Ducks verbracht hatte, wurde er in seiner zehnten Spielzeit zur Trade Deadline an die Pittsburgh Penguins abgegeben. Dort steigerte er sich deutlich von 28 Punkten (16 Tore, 12 Assists) in 51 Spielen für die Ducks auf 13 Punkte (4 Tore, 9 Assists) in 19 Spielen für die Penguins. Beinahe unfehlbar war er die gesamte Saison über im Penaltyschießen. Er war einer von nur zwei Spielern, die mehr als zwei Penaltys schossen und dabei eine Trefferquote von 80 Prozent hatten. Rakell schießt seine Penaltys mit viel Geduld und sucht das direkte Duell mit dem Torwart um ihn auszuspielen. Er trat fünf Mal an und verwandelte vier seiner Schüsse. Über seine Karriere gesehen verbesserte er seine Quote auf 41,9 Prozent (13 von 31).
2. Alex DeBrincat, Ottawa Senators
Video: PHI@CHI: DeBrincat erzielt mit 41. Karriere-Bestwert
Der zweite Schütze, der in der vergangenen Saison so erfolgreich war wie Rakell, ist Alex DeBrincat. Für die Chicago Blackhawks erzielte er ebenfalls vier Treffer bei fünf Schüssen. DeBrincat ist ein vielseitiger Schütze, was ihn für die Torhüter nur schwer einschätzbar macht. Ob Vorhand oder Rückhand, Schuss aus der Distanz oder aus nächster Nähe, er hat alles im Repertoire. In seinen fünf NHL-Saisons für die Blackhawks verbuchte er eine Quote von 46,7 Prozent (7 von 15). Die Gegner der Ottawa Senators sollten das Penaltyschießen in der kommenden Saison wohl besser vermeiden, denn DeBrincat wurde nach Ottawa getradet, wo er gemeinsam mit Stützle für Tore sorgen wird.
1. Trevor Zegras, Anaheim Ducks
Video: CGY@ANA: Zegras haut ihn unter die Latte
Platz Nummer eins muss an den Puck-Künstler Trevor Zegras gehen. In seiner Rookie-Saison führte er die gesamte Liga mit sechs Toren bei neun Penaltys an. Bereits in der Saison 2020/21 hatte er 24 Spiele absolviert und durfte dabei zwei Mal im Penaltyschießen antreten, wovon er eine Chance nutzte. Insgesamt weist er damit eine Quote von 63,6 Prozent aus, die beste aller aktiven Spieler, die mindestens zehn Mal im Penaltyschießen antraten. Meistens wartet er darauf, dass der Torhüter ihm eine Lücke bietet, um diese mit einem schnellen Handgelenkschuss auszunutzen. In der All-Star Skills Competition zeigte er aber, dass seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, als er mit verbundenen Augen anlief, sich mit einer Hand am Schläger einmal um die eigene Achse drehte, den Puck nochmal zurückzog und mit der Vorhand einnetzte.