Das zehnte Jahr in Folge haben die Detroit Red Wings die Stanley Cup Playoffs verpasst. Die reguläre Saison 2025/26 für das Team aus Motor City mit einer 41-31-10-Bilanz und sieben Punkten Rückstand auf Rang sechs in der Atlantic Division. Der deutsche Verteidiger Moritz Seider war einer der großen Leistungsträger der Red Wings und sprach bei den Abschlussgesprächen am Freitag in Detroit Klartext.
„Die Frustration ist groß und das ist auch gut so“, nahm Seider kein Blatt vor den Mund. „Wir waren wieder nahe dran und sitzen jetzt hier und reden über dieselben Dinge. Wie jedes Jahr ist die Antwort recht einfach: Wir müssen als Mannschaft und als individuelle Spieler besser sein. Wir müssen im Sommer die Arbeit im Sommer investieren, was hoffentlich jeder genauso sieht. Dann können wir hoffentlich ein besseres Hockey-Team werden und hoffentlich in einem Jahr über die Playoffs sprechen können, endlich reinkommen und uns nicht wieder in der gleichen Situation wiederfinden.“
Noch bis zum 5. Januar war Detroit Spitzenreiter in der gesamten Eastern Conference. Danach aber folgte ein Einbruch mit nur noch 16 Siegen (16-16-6) aus den kommenden 38 Spielen (50 Prozent der Punkte geholt). Wie schon in den Jahren zuvor brachen sich die Red Wings im März (7-11-4; 40,9 P%) die Flügel, rutschten aus den Playoff-Rängen und fanden nicht wieder zurück, was das Saisonende ganz besonders schmerzhaft macht.
„Wir müssen zusammen einfach besser spielen. Ich glaube, wir können niemandem außer uns selbst die Schuld geben - mich eingeschlossen“, betont Seider. „Wir müssen einfach besser sein. Wir müssen im Sommer nach Lösungen suchen, die Köpfe zusammenstecken und hoffentlich mit einem Plan zurückkommen. Jeder konnte sehen, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind, wenn wir ins Rollen kommen. Es fühlt sich wie eine verschwendete Möglichkeit an.“
Viele verspielte Führungen taten ihr Übriges und gaben weitere Rätsel auf, mit denen sich auch die Spieler beschäftigen.
„Wir haben genug Talent und genug Erfahrung, um damit umzugehen“, meint Seider. „Wir haben die richtigen Spieler, um das zu schaffen, mich inklusive. In solchen Momenten musst du dich zeigen, ruhig bleiben, alle anderen beruhigen und sicherstellen, dass wir bereit für den nächsten Wechsel sind. Das ist das Wichtigste.“
Seider selbst ging bis zum bitteren Ende mit gutem Beispiel voran, sammelte in 82 Spielen 60 Scorerpunkte (10-50-60) und setzte mit 180 Blocks, 128 Checks und einer Plus-Minus-Bilanz von +15 ein Zeichen.






















