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Trade Deadline hat Bild einiger Teams verändert

Nicht übermäßig viele Wechsel waren zu verzeichnen, aber doch am Ende einige möglicherweise für den Saisonverlauf entscheidende

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Die NHL Trade Deadline 2019 am Montag begann relativ ruhig und gemäßigt, ehe es in der letzten Stunde vor 21 Uhr MEZ (3 p.m. ET) hektisch und umtriebig wurde. Doch es entstand am Ende ein sehr unausgeglichenes Bild.

Während viele Teams wie die Tampa Bay Lightning, New York Islanders, Montreal Canadiens, Toronto Maple Leafs, St. Louis Blues und Calgary Flames nur wenige oder gar keinen Trade vornahmen und auf ihr bestehendes Spielermaterial vertrauen, waren andere wie insbesondere die Columbus Blue Jackets besonders aktiv.

Columbus will allen beweisen, dass sie in den Stanley Cup Playoffs auch gewinnen können, nachdem es die einzige der 31 Mannschaften ist, die trotz vier Teilnahmen an den Stanley Cup Playoffs in ihrer Geschichte und zwei Mal in Folge in den vergangenen Jahren noch nie eine Serie in der KO-Runde gewinnen konnten. Mit den Verpflichtungen von Matt Duchene und Ryan Dzingel (beide von den Ottawa Senators), Adam McQuaid (New York Rangers) und Keith Kinkaid (New Jersey Devils) setzten sie ein deutliches Zeichen.

Video: SJS@CBJ: Duchene mit der Rückhand gegen Jones

Eine Duftmarke legte auch General Manager David Poile von den Nashville Predators, der erneut verdeutlichte, dass er ein gutes Händchen hat, indem er Mikael Granlund von den Minnsota Wild loseiste und mit Wayne Simmonds von den Philadelphia Flyers einen der dicksten Fische an Land zog. Er fügte damit seiner Mannschaft zusammen mit dem früher im Februar von den New Jersey Devils geholten Brian Boyle sowie Cody McLeod von den Rangers möglicherweise die Stärke zu, die ihnen in der abgelaufenen Saison als Presidents Trophy Gewinner in der zweiten Runde der Playoffs gegen die Winnipeg Jets gefehlt hatte, als sie ausschieden.

Eben jene Jets haben aber an der Trade Deadline ebenfalls Verstärkung gesucht und gefunden, als sie insbesondere Kevin Hayes von den Rangers verpflichteten. "Kevin ist eine gute Ergänzung für uns in vielen, vielen Bereichen", betonte Jets General Manager Kevin Cheveldayoff. "Er ist jemand, über den jeder gesprochen hat. Natürlich seine Größe und seine offensiven Qualitäten, aber ich denke, was wirklich für mich entscheidend ist, dass er auch defensiv sehr stark ist."

Video: COL@NYR: Hayes schickt den Direktschuss ins Kreuzeck

Viel Aktivität zeigten außerdem die Boston Bruins, indem sie sich Marcus Johansson von New Jersey und Charlie Coyle vom Minnesota schnappten und die Pittsburgh Penguins, die sich mit den Verteidigern Erik Gudbranson und Chris Wideman vor allem im defensiven Bereich ergänzten.

Ein Team, das den umworbenen Mark Stone an sich binden konnte und gleich mit der notwendigen Vertragsverlängerung an sich band, waren die Vegas Golden Knights in der Hoffnung einen Run in den Playoffs hinzulegen wie im abgelaufenen Jahr, als sie überraschend die Western Conference gewannen und in das Stanley Cup Finale gegen die Washington Capitals einzogen.

"Diese Art von Spieler wird nicht so häufig verfügbar und wenn man alles zu Rate zieht, dann war das der Top-Spieler, der an der Trade Deadline verfügbar war und wir sind erfreut, dass gerade wir ihn verpflichten konnten", verdeutlichte Vegas General Manager George McPhee. "Wir glauben, dass er einer der besten Allround-Spieler in der NHL ist und dabei helfen kann, unsere Mannschaft besser zu machen."

"Hinzukommt, dass er ein sehr feiner Mensch ist. Er ist ein Gentleman durch und durch, auf dem Eis und auch abseits davon. Das ist ein Spieler, nach dem man die ganze Zeit Ausschau hält und hofft irgendwann bei ihm zu landen. Es hat einfach alles Sinn gemacht."

 

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Der Preis für Stone war nicht zu hoch. Die Golden Knights bekamen noch Tobias Lindberg im Austausch für Verteidiger Erik Brannstrom, Stürmer Oscar Lindberg und einem Zug der zweiten Runde beim NHL Draft 2020.

Viel passierte also an der Trade Deadline: 20 Trades mit 32 involvierten Spielern. Wie sich das Ganze auswirken wird, werden die kommenden Wochen zeigen, manche vielleicht erst später, wenn die Playoffs beginnen. Spätestens dann wird sich abzeichnen, wer zumindest kurzfristig die Gewinner und Verlierer der Trade Deadline 2019 sein werden.

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