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Capitals haben das Ergebnis gedreht

Washington machte in Spiel 2 einige Punkte besser, weswegen sie auch den Sieg davon trugen und die Serie ausglichen

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de-Chefautor

Die Washington Capitals haben mit einem 3:2-Sieg in Spiel 2 der Best-of-7-Serie des Stanley Cup Finales 2018 bei den Vegas Golden Knights auf ihre, aus ihrer Sicht ärgerliche 4:6-Niederlage in Spiel 1 in der T-Mobile Arena geantwortet. Die Serie geht somit 1:1 ausgeglichen nach Washington zu Spiel 3 und 4 am Samstag bzw. Montag.

Das Besondere daran ist, dass sich beide Spiele vom Verlauf nicht wesentlich unterschieden haben, nur dieses Mal die Capitals ein Tor mehr erzielen konnten und etwas besser auftraten, als sie das am Montag taten, als sie eine zu Beginn des 3. Drittels erzielte 4:3-Führung noch abgaben.

"Wir haben uns besser bewegt und haben die neutrale Zone besser verteidigt", betonte Stürmer Lars Eller, der mit der Beteiligung an allen drei Toren zum Matchwinner wurde. "Wir haben das erste Spiel analysiert und sind heute besser aufgetreten, haben viele Fehler, die wir gemacht haben, abgestellt."

 

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Ein weiterer Faktor für Washington war, dass nicht nur Eller, der noch in Spiel 1 am Ende die große Chance zum Ausgleich verpasst hatte, sich deutlich steigerte, auch Alex Ovechkin konnte seinen ersten Treffer in einem Stanley Cup Finale erzielen. Das wichtige 2:1 in Überzahl in der 26. Minute war ein Grundstein zum Erfolg.

"Wir wissen genau, was wir an Ovi haben und welche Führungsqualitäten er für uns entwickelt hat", lobte Washington Trainer Barry Trotz deinen Kapitän. "Natürlich erwarten alle, dass er Tore schießen muss, aber er gibt dieser Mannschaft viel mehr."

Deutlich verbessert zeigte sich auch Torhüter Braden Holtby, der mit seinem spektakulären Save mit dem Schläger gegen Alex Tuch 1:59 Minuten vor dem Ende, letztendlich den Sieg festhielt und insgesamt 37 Saves verbuchte. Er hielt damit erneut dem auf ihm lastenden Druck stand und antwortete auf seine eher durchschnittliche Leistung in Spiel 1.

Video: WSH@VGK, Sp2: Holtby mit einem unglaublichen Save

"Jeder Sieg zählt in einer Serie und es ist schwierig hier zu gewinnen", verdeutlichte Holtby. "Das wussten wir vorher. Wir freuen uns jetzt nach Hause zu kommen, in unsere vertraute Umgebung und wollen dort weitere Schritte machen."

Zwei Mankos waren, dass die Capitals es einerseits nicht schafften, die Golden Knights von ihrem Tor fernzuhalten und 39 Torschüsse zuließen und andererseits sieben Strafzeiten nahmen, die zu fünf Unterzahlsituationen führten, einmal sogar für über eine Minute einer doppelten.

"Unser Spiel war keineswegs perfekt und wir müssen weiter an uns arbeiten, um in der Serie zu bestehen", mahnte auch Stürmer Andrei Burakovsky. "Wir haben zu viele Strafzeiten genommen und sie so ins Spiel kommen lassen. Immerhin hat unser Unterzahlspiel bis auf eine Ausnahme funktioniert."

 

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Das war der Pluspunkt an der Geschichte. Lediglich zum 2:3-Anschluss konnte Vegas in Überzahl am Ende des zweiten Drittels treffen, was ihnen jedoch einen gefährlichen Schub für den Schlussabschnitt gab. Allerdings überstanden die Gäste sogar ein 5 gegen 3 und kämpften bis zur Schlusssirene erfolgreich gegen den möglichen Ausgleich an, wenngleich es bei Tuchs Chance am seidenen Faden hing.  

Trotz des Erfolgs, den die Capitals zurecht genießen, gibt es also Ansatzpunkte, was besser laufen muss, um in der Capital One Arena weitere Siege folgen zu lassen. Im bisherigen Playoff-Verlauf war Washington schließlich auswärts mit neun Siegen und nur drei Niederlagen stärker als zu Hause mit vier Siegen und fünf Niederlagen. Auch diese Bilanz muss aufgebessert werden.

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