Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.
In dieser Ausgabe: Calgary Flames
Die Flames sind ein Team im Umbruch: Vier Jahre in Folge hat Calgary die Stanley Cup Playoffs verpasst. Zuletzt gelang ihnen in der Saison 2021/22 die Qualifikation für die Postseason. Die Spielzeit 2025/26 schlossen die Kanadier als Vorletzter in der Pacific Division mit einer 34-39-9-Bilanz sowie 13 Punkten Rückstand auf einen Wildcard-Rang in der Western Conference ab.
Beim Rebuild-Prozess sollen Talente wie Matvei Gridin (20), Zayne Parekh (20), Samuel Honzek (21), Simon Nemec (22) oder Matt Coronato (23) so schnell wie möglich viel Verantwortung schultern. Im Training Camp gilt es, sich für eine möglichst große Rolle in Stellung zu bringen: Die Stürmer Gridin und Coronato sowie Verteidiger Nemec peilen in ihrem jeweiligen Mannschaftsteil sogar die Top-Reihe an. Für Abwehrjuwel Parekh und dem vom Verletzungspech verfolgten Angreifer Honzek geht es um einen Kaderplatz.
Wohl auch deshalb hielt sich Calgarys General Manager Craig Conroy mit großen Personalrochaden im Sommer zurück. Königstransfer ist mit Sicherheit Nemec, der im NHL Draft 2022 an zweiter Stelle ausgewählt wurde, bei den New Jersey Devils aber nicht wie erhofft aufblühte. In den vier Jahren seit dem Draft kam er in nur 155 Spielen zum Einsatz (16-33-49). Der rechtsschießende Slowake hat aber das Potenzial für sehr viel mehr und könnte bei entsprechender Entwicklung über Jahre zum Nummer-1-Verteidiger der Flames werden. Als Gegenleistung schickte Calgary unter anderem zwei Erstrunden- und einen Zweitrunden-Draftpick nach Newark.
Die Preseason wird zeigen, ob Nemec in einer offensiven Rolle neben den von den Minnesota Wild akquirierten Defensivverteidiger Jacob Middleton (75 Spiele, 2-14-16, 87 Checks, 117 Blocks) auflaufen wird. Der 30-jährige ist ein zuverlässiger Abwehrroutinier, der den Flames (und Nemec?) mehr Stabilität geben dürfte.
Neu ist außerdem Flügelstürmer Maxim Tsyplakov (27), der im Zuge des Nemec-Trades nach Calgary kam, und nach einer holprigen Saison (49 Spiele, 2-2-4) einen neuen Anlauf nimmt. Als Abgänge stehen die erfahren Spieler Blake Coleman (34), Oli Määttä (32, beide Minnesota Wild), Ryan Lomberg (31, Columbus Blue Jackets) und Victor Olofsson (31, Vegas Golden Knights) fest. Calgary setzt also allen voran auf die Entwicklung eigener Talente.
Diese sollen am Grundgerüst bestehend aus Morgan Frost (27), Mikael Backlund (37), Joel Farabee (26), Jonathan Huberdeau (33), Ryan Strome (33) und Goalie-Senkrechtstarter Dustin Wolf (25) wachsen und gedeihen.
„Du brauchst auch gute Führungsspieler“, betont GM Conroy. „Wir haben viele junge Spieler und brauchen die richtigen Personen, die diese junge Gruppe unterstützen, mit ihr verwachsen und zeigen, was es bedeutet, ein NHL-Spieler zu sein.“






















