In dieser Ausgabe: New York Islanders
Die Islanders gehörten in der Vorsaison zu den großen Enttäuschungen der Liga. Nachdem Coach Barry Trotz, der in Diensten der Washington Capitals 2018 den Stanley Cup gewann, mit dem Team in seinen ersten drei Spielzeiten stets in den Stanley Cup Playoffs vertreten war, verpassten die New Yorker diese im Frühjahr. Nach dem Erreichen des Conference Finales 2020 und Stanley Cup Halbfinales 2021 zuvor, wo sie jeweils nur knapp mit 2:4 bzw. 3:4 gegen den jeweils späteren Stanley Cup Champions Tampa Bay Lightning unterlagen, war das Verpassen der Endrunde für die Islanders im April eine große Enttäuschung.
Diese wog umso schwerer, nachdem sie im Herbst 2021 nach langer Wartezeit endlich in die hochmoderne neue Halle, das UBS Center, umgezogen waren. Doch gerade darin bestand im Rückblick der Haken. Die Mannschaft begann die Runde unter erschwerten Bedingungen mit einem langen Roadtrip. Als die neue Arena im November dann endlich bezogen und mit den ersten Heimspielen der Saison in Betrieb genommen werden konnte, brachte diese lange Zeit kein Glück.
Es dauerte bis zum 12. Dezember, ehe die Islanders im achten Anlauf in der neuen Halle die New Jersey Devils mit 4:2 bezwingen konnten und nach einer sieben Spiele andauernden Niederlagenserie (0-5-2) die Fans dort erstmals jubeln konnten. Dies war die längste Negativ-Serie dieser Art in der Geschichte der NHL, die ein Team in einem neuen Zuhause jemals hinnehmen musste. Erst zu spät fand die Mannschaft zu einer Form, die ihr am Ende eine Playoff-Platzierung hätte einbringen können.
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Dass sich General Manager Lou Lamoriello nach der Hauptrunde zu einer Trennung von Trotz entschied, dessen bisherigen Assistenten Lane Lambert im Mai zum neuen Hauptverantwortlichen hinter der Bande beförderte, kam für viele überraschend.
Der erwartete Umbruch im Kader blieb über den Sommer aus, so dass Lambert mit einem nahezu unveränderten Team in die neue Spielzeit starten dürfte. Es liegt also an den Spielern zu beweisen, dass sie mehr drauf haben, als eine Saisonbilanz von 37-35-10, die sie mit 84 Punkten auf Rang fünf in der Metropolitan Division abschließen ließ.
Schlüsselspieler
Der Kader der Islanders startet, nachdem sich zuletzt Gerüchte über die angeblich bevorstehende Hinzunahme so prominenter UFAs wie Nazem Kadri (unterschrieb am 18. August bei den Calgary Flames) und Johnny Gaudreau (entschied sich am 14. Juli für die Columbus Blue Jackets) nicht bestätigten, nahezu unverändert in die neue Spielzeit.
Als prominentester Neuzugang gilt derzeit noch Alexander Romanov. Der 22-Jährige Abwehrspieler, der am 7. Juli von den Montreal Canadiens für einen Erstrunden-Pick (Nr. 13) im NHL Draft 2022 (Stürmer Frank Nazar) erworben wurde, erzielte in der vergangenen Saison in 79 Spielen 13 Punkte (drei Tore, zehn Assists). Romanov führte die Canadiens bei den geblockten Schüssen (144) und der Zeit auf dem Eis in Unterzahl (203:26 Minuten) an. Seine 227 Hits bedeuteten den sechsten Platz in der NHL auf seiner Position.
Wollen die Islanders zurück in die Playoffs, werden daher in erster Linie die Stürmer mehr liefern müssen. Zuletzt waren Brock Nelson und Mathew Barzal mit jeweils 59 Punkten die erfolgreichsten Scorer im Kader. Nelson hatte 37 Treffer vorzuweisen, Barzal deren 15. In Sachen Torgefahr konnte lediglich Anders Lee mit 28 Erfolgserlebnissen noch glänzen. Noah Dobson lieferte 38 Assists. Auf ihre Leistungen wird es ankommen, wollen die New Yorker in der Offensive für mehr Torgefahr sorgen.