Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Florida Panthers

Die Pittsburgh Penguins haben im Rennen um die Stanley Cup Playoffs ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt – und dabei gleich mehrere historische Kapitel geschrieben. Beim spektakulären 9:4-Erfolg gegen die Florida Panthers in der heimischen PPG Paints Arena stand am Samstag vor allem Evgeni Malkin im Mittelpunkt. Der 39-jährige Routinier erzielte drei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor, durchbrach dabei die Marke von 1400 NHL-Punkten und führte sein Team zu einem der torreichsten Siege der Saison.

Malkin ist damit erst der 23. Spieler in der Geschichte der Liga, dem dieser Meilenstein gelingt. Unter den aktuell aktiven Profis reiht er sich neben seinem langjährigen Teamkollegen Sidney Crosby und Alex Ovechkin ein. Besonders bemerkenswert: Nur fünf außerhalb Nordamerikas geborene Spieler haben diese Schallmauer bislang durchbrochen – ein exklusiver Kreis, in dem sich Malkin nun wiederfindet.

„Es ist eine unglaubliche Zahl“, sagte Malkin nach der Partie. „Für ein Team so lange zu spielen, bedeutet mir sehr viel. Ich liebe es, hier zu spielen. Wir haben aktuell eine großartige Mannschaft. Die Punkte sind extrem wichtig – wir kämpfen um die Playoffs.“

Crosby klettert in ewiger Bestenliste weiter nach oben

Während Malkin die Schlagzeilen dominierte, schrieb auch Kapitän Crosby erneut NHL-Geschichte. Mit zwei Assists erhöhte er sein Punktekonto auf 1756 Zähler und zog damit an der Legende Steve Yzerman vorbei auf Rang sieben der ewigen Bestenliste.

Zugleich baute Crosby seinen Status als einer der treuesten und erfolgreichsten Spieler der Ligageschichte weiter aus: Kein Akteur außer Gordie Howe hat mehr Punkte für ein einziges Franchise gesammelt. Crosby hat zudem in inzwischen 1001 verschiedenen NHL-Spielen gepunktet – ein Wert, den nur eine Handvoll Spieler überhaupt erreicht hat.

Dass sowohl Crosby als auch Malkin in ein und derselben Partie mehrfach punkteten, war kein Einzelfall, sondern bereits das 170. Mal in ihrer gemeinsamen Karriere. Damit ziehen sie mit den berühmten Zwillingen Daniel Sedin und Henrik Sedin gleich und gehören zu den erfolgreichsten Offensivduos der NHL-Historie.

Penguins-Coach Dan Muse zeigte sich entsprechend beeindruckt: „Gefühlt erreichen diese beiden alle paar Spiele einen neuen Meilenstein. Und das sind keine kleinen Marken – das sind Zahlen, die man normalerweise nie zu sehen bekommt. Es ist unglaublich.“

Zweites Drittel entscheidet die Partie

Dabei sah es nach dem ersten Drittel noch keineswegs nach einem historischen Abend aus. Zwar gingen die Penguins früh in Führung, doch die Panthers kämpften sich zurück und stellten auf 2:2. Die Partie war offen – bis Pittsburgh im zweiten Abschnitt eine wahre Offensivlawine lostrat.

Innerhalb von 20 Minuten erzielten die Penguins sechs Tore und zogen den Gästen damit komplett den Stecker. Den Anfang machte Anthony Mantha (22.), ehe Malkin mit zwei Treffern (26. und 29.) – darunter seinem historischen 1400. Punkt – die Partie kippte. Auch Erik Karlsson (ein Tor, drei Assists) drückte dem Spiel seinen Stempel auf.

Spätestens nach dem Doppelschlag von Rickard Rakell (7:2, 38.) und Ryan Shea (8:2, 39.) innerhalb von nur 19 Sekunden war die Partie entschieden. Insgesamt sieben unbeantwortete Treffer sorgten für eine komfortable 8:2-Führung nach zwei Dritteln.

„Wir waren mit dem Ende des ersten Drittels überhaupt nicht zufrieden“, erklärte Rakell. „Im zweiten Abschnitt wollten wir im neutralen Drittel besser spielen, mehr Druck im Forecheck erzeugen und Chancen kreieren. Das ist uns hervorragend gelungen.“

Die Panthers hingegen fanden keine Antwort auf das Tempo und die Präzision der Penguins. Trainer Paul Maurice brachte es auf den Punkt: „Das Spiel ist uns entglitten. Wir waren einfach langsamer. Sie waren schneller, haben die Scheibe besser bewegt – wir hatten zwar oft noch den Schläger dran, aber am Ende lag sie trotzdem in unserem Netz.“

FLA@PIT: Malkin gelingen drei Tore

Playoff-Rennen spitzt sich zu

Mit dem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen untermauern die Penguins ihre Ambitionen im Kampf um die Endrunde. In der Metropolitan Division liegt Pittsburgh mit nun 94 Zählern weiterhin auf Rang zwei – mit deutlichem Rückstand auf die Carolina Hurricanes (104), aber komfortabel vor den New York Islanders (89).

Für die Panthers hingegen hat die Niederlage weitreichende Konsequenzen. Der amtierende Stanley Cup Champion ist nach der Pleite offiziell aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden – ein bitteres Ende für eine insgesamt enttäuschende Saison.

Dabei begann die Partie aus Sicht Floridas noch vielversprechend, doch nach dem Einbruch im zweiten Drittel brach das Team komplett auseinander. „Man blinzelt einmal – und plötzlich steht es 9:2“, sagte Verteidiger Seth Jones. „Wir konnten den Schaden einfach nicht begrenzen.“

Malkin setzte mit seinem dritten Treffer im Schlussdrittel (9:2, 44.) seinen Schlusspunkt unter eine denkwürdige Partie. Es war der 14. Hattrick in der NHL des inzwischen 39-Jährigen und der erste Dreierpack für ihn seit mehr als drei Jahren. Gleichzeitig stellte er damit eine weitere Bestmarke auf: Kein älterer Spieler in der Geschichte der Penguins hatte zuvor einen Dreierpack erzielt.

Neben ihm überzeugten auch Karlsson mit seinem 58. Drei-Punkte-Spiel sowie mehrere Offensivkräfte, die jeweils Tore und Assists beisteuerten. Die Penguins präsentierten sich als geschlossenes, gefährliches Team – genau zur richtigen Zeit der Saison.

Und so steht am Ende nicht nur ein spektakulärer Sieg, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz: Mit einem überragenden Malkin und einem weiterhin historischen Crosby sind die Penguins im Kampf um die Playoffs alles andere als zu unterschätzen.

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