In einer Pressekonferenz kurz nach der Bekanntgabe seiner Beförderung gab sich Lambert sehr glücklich über die Chance, die er erhalten wird. "Es ist ein guter Tag, etwas, auf das ich mich lange vorbereitet habe, über viele Jahre im Spiel und viele Jahre als Trainer. Es ist sicher ein gewisses Maß an Aufregung vorhanden", räumte er ein.
Er sei bereit, die Chance zu ergreifen und die Mannschaft zu großen Erfolgen zu führen. "Ich stelle mir vor, dass wir den Sommer jetzt erst einmal nutzen, um zu evaluieren, was wir haben, und dass wir dann von dort aus entschlossen vorwärts gehen, um unserem Team die beste Chance zu geben, zu gewinnen."
Und obwohl er bereit sei, die Zügel komplett in die Hand zu nehmen und das Team in Zukunft so zu trainieren, wie er es für richtig hält, glaubt der neue Coach, dass es gewisse Dinge gibt, die sich auch unter einem neuen Trainer nie ändern sollten. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass dies je nach Zusammensetzung des Teams variieren kann, aber es gebe immer eine Sache, die man kontrollieren kann: harte Arbeit.
Mit dieser Einstellung kommt er der Klubidentität der Islanders und der Zusammensetzung des aktuellen Kaders zweifelsohne weit entgegen, denn die Mannschaft hatte sich in den vergangenen Jahren ohnehin den Ruf eines unbequem zu bespielenden und hart arbeitenden Gegners erworben.
"Wir bewerten neu, wo wir stehen, wie unser Personal aussieht, und wir nehmen die notwendigen Anpassungen vor, die sich daraus ergeben. Was sich jedoch nie ändern wird, ist unsere Identität. Wir wollen schwer zu schlagen sein, das ist es, was wir sind", betonte Lambert mit Blick in die Zukunft.
Als ehemaliger Profi-Spieler, der 1983 von den Detroit Red Wings im NHL Draft an Position 25 gedraftet wurde, wird Lambert wahrscheinlich davon profitieren können, dass er im Laufe der Jahrzehnte seiner Karriere als Aktiver (u.a. 283 Einsätze, 58 Tore, 66 Assists in der NHL) und danach als Coach im Eishockey verschiedene Trainerstile kennengelernt hat und weiß, wie die Spieler jeweils darauf reagieren.
Da er auch in seiner aktiven Zeit für mehrere NHL-Klubs (Red Wings (1983/84 bis 1985/86), New York Rangers (1986/87), Quebec Nordiques (1986/87 bis 1989)) gespielt hat, hat er eine ganze Reihe von Erfahrungen gesammelt, was in dieser Liga funktioniert und was nicht.
Dessen sind sie sich auch bei den Islanders bewusst. Diese Tatsache und die Vertrautheit mit dem aktuellen Kader haben Lambert in den Augen von GM Lamoriello bei der Suche nach einem Nachfolger für Trotz einen gehörigen Vorsprung verschafft, der in seiner Verpflichtung als zukünftiger Hauptverantwortlicher auf der Trainerposition im Mai mündete.
"Ich denke, das ist ein enormer Vorteil", erklärte der neue Trainer damals. "Ich bin seit vier Jahren hier und habe in dieser Zeit mit jedem einzelnen Spieler gearbeitet, und ich denke, das gibt uns den Vorteil, dass wir sofort loslegen können. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, und ich glaube, viele Spieler sind begeistert, dass jemand kommt, der sie kennt."
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Im Umfeld der Mannschaft gibt es aber auch andere Stimmen. Viele Fans hätten sich, so konnte man in den sozialen Netzwerken lesen, lieber einen Trainer gewünscht, der von außen neu zum Kader gestoßen wäre und dadurch womöglich mehr frischen Wind ausgelöst hätte.
Diese Kritiker hat auch Lambert wahrgenommen. Er bemühte sich deshalb kurz nach seiner Vorstellung augenfällig darum, seinerseits die erhoffte Aufbruchsstimmung auf Long Island zu erzeugen. "Ich konzentriere mich einfach darauf, meine Arbeit so gut wie möglich zu machen, egal welche Rolle oder Position ich habe, und wenn man hart arbeitet, passieren gute Dinge", fügte er hinzu.
Grundsätzlich zeigte er sich dankbar für die Chance, die ihm in New York geboten wurde. "Es ist ein Privileg, in der National Hockey League zu arbeiten, und ich habe einfach hart gearbeitet und mich darauf vorbereitet, dass ich eines Tages diese Chance bekommen könnte."
Jetzt muss er beweisen, dass er den im Vergleich zur Vorsaison nur unwesentlich veränderten Kader der Islanders wieder in die Erfolgsspur der ersten drei Trotz-Jahre zurückführen kann.