Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Islanders und den Philadelphia Flyers

Die Philadelphia Flyers haben erneut ihre Ambitionen auf die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs unterstrichen. Die Mannschaft von Trainer Rick Tocchet gewann am Freitagabend (Ortszeit) 4:1 bei den New York Islanders. Das führt zu einer Konstellation, bei der der neutrale Eishockeyfan vor Begeisterung mit der Zunge schnalzt.

Und auf einmal waren es vier. Nach dem Sieg der Flyers in der UBS Arena sind vier Mannschaften im Kampf um den zweiten Wild Card Platz in der Eastern Conference punktgleich. Die Ottawa Senators, Detroit Red Wings, Columbus Blue Jackets und jetzt eben auch die Flyers haben alle jeweils 88 Punkte auf dem Konto. Den Tiebreaker haben im Moment die Ottawa Senators, die, wie auch Detroit, ein Spiel weniger ausgetragen haben als Columbus und Philadelphia. Hinzu kommt, dass die Islanders als Dritter der Metropolitan Division nur 89 Punkte haben. Es ist erst das dritte Mal in der Geschichte der NHL, dass es in einer Conference fünf Teams gibt, die alle mindestens 75 Spiele absolviert haben, nur durch einen Punkt getrennt sind und von denen mindestens ein Team auf einem Playoff-Platz war. Die anderen beiden Male war das in der Saison 2011/12 und 1996/97 der Fall.

Keine optimalen Voraussetzungen

Dabei waren die Voraussetzungen für die Flyers, die am 1. Februar noch auf Platz 13 in der Eastern Conference standen, nicht optimal. Das Team hatte die beiden vorherigen Partien verloren, zuletzt am Abend vor dem Auftritt bei den Islanders 2:4 zu Hause gegen Detroit. Weshalb Tocchet vor allem die Widerstandsfähigkeit seines Teams hervorhob: „Wir hatten drei Spiele in vier Tagen und vier in sechs Tagen. Mir hat die Energie der Mannschaft gefallen, speziell zu Beginn des Spiels. Es ist nicht einfach, hier zu spielen. Die Islanders hatten auch noch ein paar Tage Pause.“ Jeder habe seinen Teil zum Erfolg beigetragen.

Für Philadelphia war es der fünfte Sieg in Folge in einem zweiten Spiel von Partien an direkt aufeinanderfolgenden Tagen seit der Olympiapause. Seitdem war es der 13. Sieg der Flyers. Nur die Sabres (14) haben in dem Zeitraum einen mehr. Und es war in dieser Phase auch der neunte Auswärtssieg, womit die Flyers zusammen mit den Lightning die meisten in der Liga haben. Für den Coach liegt die Ursache hauptsächlich darin, dass sich die Mannschaft an das von ihm verordnete System hält und auch daran glaubt. Tocchet hob aber auch die mentale Stärke seiner Schützlinge hervor. „Wir spielen mit viel Herz, jeder ist bereit, für den anderen zu kämpfen. Wir wollen unsere Saison unbedingt verlängern. Das wird sehr eng. Wir heben nicht ab, hängen uns rein und wollen für die nächste Partie am Sonntag bereit sein“, meinte auch Flyers-Torwart Dan Vladar (21 Saves).

Flyers legen Grundstein im ersten Drittel

Den Grundstein für den Erfolg legten die Flyers bereits im ersten Drittel, als sie die Gastgeber bei zwei Torschüssen hielten, selbst zwölf Torschüsse hatten und mit einer 2:0-Führung in die erste Pause gingen. Owen Tippett (14.) und Alex Bump (16.) trafen innerhalb von 67 Sekunden. In den ersten 13 Minuten ließen die Gäste überhaupt keinen Schuss auf das Tor von Vladar zu. „Es ist einfach harte Arbeit, auf die richtige Weise zu spielen. Jeder glaubt daran. Wir brauchen mehr davon“, sagte Verteidiger Travis Sanheim.

Er setzte im Schlussdrittel mit dem 1:4 auch den Schlusspunkt (50.). Im Mitteldrittel hatte Matvei Michkov die Führung der Gäste ausgebaut (23.), ehe die Islanders durch Jean-Gabriel Pageau auf die Anzeigetafel kamen (36.). „Wir wussten, dass die Islanders zu Beginn des zweiten Drittels mehr Druck machen würden. Sie waren mit der Leistung im ersten Drittel sicher nicht zufrieden. Aber wir sind einfach drangeblieben“, sagte Sanheim.

PHI@NYI: Michkov lässt den Puck von Sorokin ins Tor prallen

Michkov historisch

Michkov hatte auch noch zwei Vorlagen, womit er sein 27. NHL-Spiel mit zwei Scorerpunkten oder mehr hatte. Damit ist er gleichgezogen mit Ron Flockhart und Mel Bridgman auf Platz acht in dieser Statistik für Spieler, die 21 Jahre oder jünger sind, in der Geschichte der Flyers. Auf Platz eins ist Eric Lindros mit 55. Es war auch Michkovs viertes Auswärtsspiel mit drei Scorerpunkten, womit er für Spieler mit 21 oder jünger in der Flyers-Geschichte mit Scott Mellanby auf Platz vier gleichgezogen war. Peter Zezel (5), Ken Linseman (6) und Lindros (10) sind noch vor ihm.

„Wir haben uns einfach an den Spielplan gehalten. Die Trainer machen einen guten Job und sagen uns, was wir zu machen haben. Wir müssen einfach nur rausgehen und es umsetzen“, lobte Bump Tocchet und seine Co-Trainer. Der Kampf um die Playoff-Plätze sei großartig. „Das ist die beste Zeit der Saison. Wir versuchen, in die Playoffs zu kommen. Das ist Eishockey, das Spaß macht. Das ist die Situation, in der man sein will.“ Und Sanheim meinte: „Zu Beginn der Saison wollten wir an diesem Punkt sein. Wir sind noch nicht fertig. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber der Sieg heute war ein wichtiger Schritt für uns.“

Bei den Islanders herrschte dagegen verständlicherweise Ernüchterung. „Es ist hart, dreimal in Folge zu verlieren. Wir müssen einen Weg finden, wieder etwas Energie zu bekommen, auf den anderen zu achten und Fehler auszubügeln. Unsere Fehler machen uns gerade richtig das Leben schwer und kosten uns Punkte“, haderte Islanders-Kapitän Anders Lee. Sein Trainer nahm die Schuld teilweise auf sich: „Das erste Drittel geht auf meine Kappe. Mein Job ist es, sicherzustellen, dass das Team eine starke Leistung abliefern kann. Aber wir sind gemeinsam in dieser Situation“, sagte Patrick Roy. Nachdem er früh eine Auszeit genommen habe, sei es dann besser gelaufen. Am Samstag gegen Carolina gelte es, wieder voll da zu sein.

Die Flyers haben dagegen am Samstag frei. Sie sind erst am Sonntag wieder dran. Dann geht es zu Hause gegen die Boston Bruins.

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