Schnell, präzise, kaum zu verteidigen: Die Montreal Canadiens setzen in ihrer Offensive konsequent auf den schnellen Abschluss – und gehören damit ligaweit zur Spitze. Besonders auffällig: Kein Team erzielt mehr Treffer nach Snapshots. Cole Caufield unterstrich diesen Trend zuletzt eindrucksvoll, als er mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 (27.) beim 3:2-Erfolg gegen die New York Rangers am Donnerstag per Direktabnahme zur Ligaspitze in dieser Kategorie aufschloss. Insgesamt hat Montreal in dieser Saison schon 122 Tore auf diesem Weg erzielt. Kein Team der Liga hat so viele vorzuweisen. Dahinter rangieren aktuell die Washington Capitals mit deren 119.
Trainer Martin St. Louis sieht darin kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis gezielter Arbeit. „Ein One-Timer ist für mich der schnellste Schuss“, erklärte er. Entscheidend sei jedoch die Variabilität: aus unterschiedlichen Positionen, mit beiden Beinen als Standbein und auch bei nicht perfekt liegendem Puck. Caufields jüngstes Tor sei dafür ein Paradebeispiel gewesen – ein One-Timer über den rechten Fuß, obwohl er normalerweise über links abschließt. „Das ist eine Kunst, und man kann daran arbeiten“, so St. Louis auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in New York.
Auch Kapitän Nick Suzuki betont die Bedeutung dieses Elements im modernen Spiel. Angesichts immer stärkerer Torhüter sei Zeit ein entscheidender Faktor. „Wenn du dem Goalie Zeit gibst, sich zu positionieren, wird er den Schuss in den meisten Fällen halten“, sagte Suzuki. Deshalb trainiere das Team täglich an schnellen Abschlüssen und Direktabnahmen.
Die Zahlen geben ihm recht: Neben Caufield (25) führen Juraj Slafkovsky (17) und Suzuki (13) selbst die teaminterne Statistik bei Snapshot-Toren an. Für St. Louis ist klar: „Die NHL ist eine One-Timer-Liga.“ In einer Ära herausragender Goalies sei der schnelle Abschluss oft der entscheidende Vorteil – und genau darauf bauen die Canadiens.






















