Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Montreal Canadiens

Die Montreal Canadiens sind aktuell das heißeste Team in der NHL: Am Samstag gelang im Prudential Center ein 4:3-Auswärtssieg n.P. bei den New Jersey Devils, was die eigene Siegesserie auf acht Spiele verlängerte, einen perfekten Roadtrip bedeutet (5-0-0) und das Erreichen der Marke von 100 Punkten zur Folge hat.

„Warum sollten wir jetzt aufhören?“, stellte Offensivverteidiger Lane Hutson eine rhetorische Frage. „Wir wollen unser Spiel so oder so weiterentwickeln. Wir sind in einer guten Position und haben eine gute Chance auf die Playoffs.“

Montreal marschiert

Acht Siege in Serie - das hat es bei den Canadiens seit zehn Jahren nicht mehr gegeben: 2015/16 gelangen neun Siege in Folge. Der aktuelle Lauf von acht Siegen bedeutet also den zweitbesten Wert seit 30 Jahren. 

„Es ist schön, ein paar Siege hintereinander einzufahren“, sagt Hutson. „Wir haben die gesamte Saison großen Wert auf die Details und unsere Gewohnheiten gelegt. Manchmal springen die Pucks für dich. Manchmal zahlt es sich aus, wenn man auf seine Gewohnheiten achtet, und das haben wir definitiv gemacht. Es ist schön, dafür belohnt zu werden.“

Auch ein fünf Spiele umfassender Roadtrip konnte Montreal nicht stoppen. Auf fremdem Eis gelangen Siege bei den Nashville Predators (4:1), Carolina Hurricanes (3:1), Tampa Bay Lightning (4:1), New York Rangers (3:2) und New Jersey Devils (4:3 n.P.). 

„Wir gehen gemeinsam da durch“, sagt Hutson zum perfekten Roadtrip. „So ist das Geschäft. Es macht Spaß.“

Die Canadiens (45-21-10) stockten ihr Punktekonto damit auf 100 Zähler auf. Montreal ist das fünfbeste Team in der gesamten NHL, belegt Rang zwei in der Atlantic Division mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Tampa Bay und einem satten Polster von zwölf Zählern auf einen Nicht-Playoff-Platz. Die endgültige Qualifikation ist nur noch eine Formsache, denn eine dreistellige Punktzahl wird definitiv dafür reichen.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Montreal Canadiens

„Ich finde, 100 Punkte sind gut, aber wir versuchen, die bestmögliche Ausgangsposition zu erreichen, um das Heimrecht zu haben“, unterstreicht Torwart Jakub Dobes. „Es ist nur eine Zahl, aber wir versuchen, Erster zu werden. Das ist im Moment unser Hauptziel. Hoffentlich können wir den Playoff-Einzug morgen perfekt machen. Wir wollen uns weiter absetzen und an Carolina und Tampa dranbleiben.“ Die Hurricanes führen als Spitzenreiter der Metropolitan Division die Eastern Conference mit 104 Punkten an. 

Ein verspielter Vorsprung und gute Nerven im Shootout

In Newark war auf Dobes einmal mehr Verlass. Der 24-jährige Tscheche entschärfte 35 von 38 Torschüssen und kam dabei auf eine Fangquote von 92,1 Prozent. Dobes‘ selbst hielt damit seinen fünften Sieg in Folge fest. In diesem Zeitraum kommt er auf einen Gegentorschnitt von 1,57 und eine Fangquote von 95,5 Prozent. 

„Er war heute wieder exzellent und ist ein Teil unseres Erfolgs“, lobt Trainer Martin St. Louis. „Er hat ein paar wichtige Paraden gezeigt. Das haben wir gebraucht.“

„Ich hatte das Gefühl, dass mein Selbstvertrauen immer da war“, so Dobes. „Es geht einfach darum, sich wohlzufühlen, sich gut zu fühlen und mit dem Team gutes Eishockey zu spielen. Das ist im Moment wirklich wichtig.“

Bei den Devils führten die Canadiens dank der Tore von Jayden Struble (16.), Ivan Demidov (29., im Powerplay) und Hutson (30.) nach der Hälfte des Spiels komfortabel mit 3:0. Doch New Jersey kam noch einmal zurück: Dawson Mercer (34.), Jack Hughes (38., in Unterzahl) und der Schweizer Timo Meier (58.) erzwangen die Verlängerung, die schlussendlich in einem Penaltyschießen enden sollte.

„Ich glaube, wir sind eine gute Mannschaft, aber nur weil man eine gute Mannschaft ist, heißt das nicht, dass immer alles perfekt läuft“, erklärte St. Louis. „Nur weil man eine gute Mannschaft ist, heißt das nicht, dass man in manchen Bereichen nicht auch mal schwächelt. Wir versuchen einfach, unseren Plan durchzuziehen und ehrlich zu sagen, wo wir gerade stehen. Ich finde, heute Abend war nicht unsere beste Leistung, aber wir haben einen Weg gefunden.“

Den Weg zum Sieg fand Montreal im Shootout. Hier trafen Cole Caufield, Demidov und Oliver Kapanen, während Dobes erneut lieferte.

„Bei den ersten Versuchen hat mir nicht gefallen, wie ich aus dem Tor gekommen bin“, gab sich der Torwart selbstkritisch. „Ich habe das ein bisschen verändert. Es ist schwer, denn es geht gegen gute Spieler und du musst es schaffen, ihren Schläger zu lesen. Da spielt viel rein.“

MTL@NYR: Caufield mit der Führung

Im „Home-and-Home“ zur Playoff-Quali?

Am Sonntag (7. p.m. ET; Montag, 1 Uhr MESZ) geht es für die Canadiens zurück nach Montreal. In einem „Home-and-Home“ heißt der Gegner im Bell Centre erneut New Jersey Devils. Dabei könnte sich Montreal auch rechnerisch für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren.

„Ich weiß, dass viel Energie in der Halle sein wird“, sagt St. Louis. „Das wollen wir uns in jedem Spiel verdienen. Sie sehen, dass wir immer hart kämpfen, das wird respektiert. Unsere Arbeitseinstellung und unser Kollektiv ist die Grundlage unseres Erfolgs. Das spüren die Fans auch.“

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