Mehr Selbstvertrauen
Viel ist bei den Ducks in dieser Saison noch nicht rund gelaufen. Die Mannschaft von Trainer Greg Cronin rangiert erwartungsgemäß in den unteren Regionen der Tabelle der Pacific Division. Aktuell ist das Team Vorletzter, hat nach dem Erfolg in Detroit 24 Zähler auf dem Konto und damit drei Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht, die San Jose Sharks. Doch nach eben diesem Sieg in der Little Caesars Arena kann man in Anaheim wieder mit mehr Selbstvertrauen an die nächsten Spiele herangehen.
Denn den Ducks gelang etwas, das ihnen in dieser Spielzeit noch nicht sehr oft widerfahren ist. Sie gewannen zwei aufeinanderfolgende Spiele auf fremdem Eis. Am Abend zuvor hatten sie bereits mit einem 5:1-Erfolg bei den New Jersey Devils auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt bestätigten sie ihre offensichtlich gute Form gegen Ende des Jahres. Es war gleichzeitig das erste Mal seit 20 Partien, dass ihnen zwei Erfolge in aufeinanderfolgenden Partien gelangen. Zuletzt war das am 12. und 14. November der Fall.
Früh klare Verhältnisse
Dabei sorgten die Gäste aus Kalifornien in Detroit schon früh für klare Verhältnisse. Bereits nach dem ersten Drittel war die Partie im Prinzip entschieden. Radko Gudas sorgte mit einem Distanzschuss für die Führung der Ducks (3.). Es war bereits der fünfte Saisontreffer des Verteidigers, der eigentlich eher dafür bekannt ist, vor dem eigenen Tor aufzuräumen. Doch jetzt schickt er sich an, seine bisherige Bestmarke in einer Saison deutlich zu übertreffen. In der Saison 2016/17 hatte Gudas sechsmal getroffen, damals noch im Trikot der Philadelphia Flyers.
Die Verteidiger der Ducks waren an allen drei Treffern im ersten Drittel maßgeblich beteiligt. Das 0:2 ging auf das Konto von Pavel Mintyukov. Der Rookie zog in der neunten Minute einfach mal ab und hatte dabei das Glück, dass Red Wings-Kapitän Dylan Larkin die Scheibe für Ville Husso im Tor der Gastgeber unhaltbar abfälschte. Zusätzliches Pech für Detroit: Der Finne musste später verletzt das Eis verlassen. Für ihn übernahm Routinier James Reimer.
Fowler täuscht nur an
Doch auch mit Reimer wurde es nicht besser. Beim 0:3, einem Tor in Überzahl, täuschte Verteidiger Cam Fowler einen Schuss an. Er passte stattdessen hart auf Adam Henrique, der geschickt die Kelle hinhielt und somit zu seinem zehnten Saisontor kam (19.). Henrique bestätigte damit seine gute Form, die er schon mit einem Hattrick gegen die Devils unter Beweis gestellt hatte. Henrique ist erst der vierte Spieler in der Geschichte der Ducks, dem in zwei aufeinanderfolgenden Spielen vier Tore gelangen. Teemu Selanne gelang das siebenmal, Paul Kariya schaffte es dreimal, und Vinny Prospal einmal.
Und spätestens, als Troy Terry kurz nach Beginn des zweiten Drittels der vierte Treffer der Gäste gelang, war den Fans der Gastgeber klar, dass an diesem Abend wohl sehr schwierig werden würde, überhaupt noch etwas Zählbares zu holen. Der Stürmer der Ducks profitierte bei seinem achten Saisontor davon, dass Reimer einen an sich harmlosen Schuss von Verteidiger Urho Vaakanainen nicht festhalten konnte. Terry verwandelte den Rebound eiskalt. „In dieser Position waren wir in dieser Saison noch nicht so oft“, sagte Terry. Die Geschichte der Ducks in dieser Saison sei in der Regel die, dass man erstmal ein, zwei Tore zurückliege. „Und dann müssen wir uns zurückkämpfen. Diesmal haben wir die frühe Führung geschossen. Mir hat gefallen, wie wir das Spiel dann angegangen sind.“