L.A. mit neuem Druck und neuen Reihen - Fiala neben Vilardi und Byfield
Die Los Angeles Kings fühlen im Duell mit den Edmonton Oilers wiederum den Druck der drohenden Elimination. "Der Druck ist auf beiden Seiten", betont Kings-Trainer Todd McLellan. "Wir haben letztes Jahr unser bestes Spiel gebraucht, als wir in der Serie vorne lagen, und wir brauchen jetzt unser bestes Spiel, wenn wir zurückliegen." Um einen neuen Reiz zu setzten, stellte McLellan seine Sturmreihen im Training neu zusammen. In der ersten Reihe konzentriert der Coach mit Anze Kopitar (2-5-7), Viktor Arvidsson (1-4-5) und Adrian Kempe (4-3-7) seine drei Playoff-Top-Scorer in einer Linie. Philipp Danault centerte die zweite Formation mit Trevor Moore und Alex Iafallo. Der Schweizer Kevin Fiala agierte in der dritten Reihe neben Gabriel Vilardi und Quinton Byfield. In der vierten Linie mit Carl Grundstrom und Rasmus Kupari könnte Rückkehrer Blake Lizotte als Mittelstürmer auflaufen, der die letzten drei Spiele wegen einer Unterkörperverletzung verpasst hatte.
Schmid und Haula als Rückgrat der "jungen Rebellen" - Wann platzt Meiers Knoten?
Was für ein Comeback: Die New Jersey Devils lagen gegen die New York Rangers bereits mit 0:2 zurück, gewannen danach aber drei Spiele in Folge und könnten den Erzrivalen in Spiel 6 (Sonntag, 2 Uhr MESZ) im Madison Square Garden in die Sommerpause schicken. "Es ist eine harte Serie. Wir haben uns zurückgekämpft und führen jetzt mit 3:2, ich glaube also nicht, dass wir noch zusätzliche Motivation brauchen", sagte Routinier Erik Haula. Der 32-jährige Finne qualifizierte sich in allen seinen zehn NHL-Saisons mit sechs verschiedenen Mannschaften (Minnesota Wild, Vegas Golden Knights, Florida Panthers, Nashville Predators, Boston Bruins, New Jersey Devils) für die Stanley Cup Playoffs und stand 2018 sogar im Finale mit Vegas. Der mobile Center ist Top-Scorer (3-2-5) und sorgt bei den "jungen Rebellen", wie Devils-Trainer Lindy Ruff sein Team vorm Start der Playoffs nannte, für die so wichtige Erfahrung. Der Wendepunkt in dieser heißen Serie aber war die Entscheidung, den Schweizer Akira Schmid ins Tor zu stellen. Seit Spiel 3 erhält der 22-Jährige aus Bern das Starter-Mandat und zahlte das Vertrauen mit schier unglaublichen Statistiken zurück: Schmid hielt drei Siege fest (3-0-0), kassierte nur zwei Gegentore (0,63 Gegentore/Spiel) und wehrte 80 Schüsse ab (97,6 Prozent Fangquote). Spiel 6 wäre auch eine gute Gelegenheit für Landsmann Timo Meier, den Playoff-Knoten zu lösen. In der regulären Saison stellte der 26-Jährige aus Herisau mit 40 Toren einen neuen Karriere-Rekord auf, ist in den Playoffs 2023 aber noch ohne einen einzigen Scorerpunkt.