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Können die Vegas Golden Knights ihre Führung im Stanley Cup Finale ausbauen oder gelingt den Florida Panthers der Ausgleich? Nachdem die Golden Knights Spiel 1 mit 5:2 gewonnen haben, findet heute in der Nacht von Montag auf Dienstag (2:00 Uhr, live auf Sky Sport und NHL.tv) das zweite Aufeinandertreffen statt.

Die heutigen fünf Schlagschüsse vom Playoff-Geschehen:

Golden Knights wollen aus der Erfahrung von 2018 lernen

Ein Sieg ist zweifelsohne ein guter Start in die Finalserie. Doch die Golden Knighs wissen aus eigener Erfahrung, wie schnell dieser Vorteil verfliegen kann. Jonathan Marchessault, William Carrier, William Karlsson, Brayden McNabb, Reilly Smith und Shea Theodore sind die sechs Spieler von Vegas, die bereits bei der Finalserie von 2018 im Kader standen. Damals gewann Vegas gegen die Washington Capitals Spiel 1 mit 6:4, verlor aber die folgenden vier Spiele und somit die Chance auf den Stanley Cup.

"Wir standen zum ersten Mal im Finale. Es hat nicht geklappt", erinnert sich Marchessault, der aus der damaligen Erfahrung profitieren möchte: "Wir sind jetzt ein bisschen bescheidener in dieser Situation. Wir wissen, dass es nichts bedeutet, ein Spiel in einer Serie zu gewinnen. Für uns liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel. Das ist alles, was zählt."

FLA@VGK, Sp1: Stone fischt Puck aus der Luft und trif

Torwart-Duell könnte wieder entscheidend sein

Partien zweier Top-Mannschaften werden oft durch die Torhüter entschieden. In Spiel 1 boten beide Goalies einen sicheren Rückhalt. Adin Hill von Vegas parierte 33 von 35 Schüsse, Sergei Bobrovsky 29 von 33 Abschlüsse. Unzweifelhaft ist, dass der Endstand ohne die Top-Leistung der Goalies deutlich höher hätte ausfallen können.

Panthers-Trainer Paul Maurice sagt: "Wir haben unsere besten Chancen nicht verwandelt, und sie (die Golden Knights) haben bei ihren besten Chancen ebenfalls nicht getroffen. Die besten Chancen, die beide Mannschaften hatten, wurden durch die beiden Torhüter super pariert." Hill hat in den Playoffs mit einer Save-Quote von 93,8 Prozent den besten Wert aller Goalies. Bobrovsky folgt mit 93,1 Prozent auf Rang 2.

Das Torwart-Duell der beiden Top-Goalies könnte somit auch in Spiel 2 von entscheidender Bedeutung sein.

Zweiter Sieg für Vegas wäre statistisch ein großer Schritt

Wenn die Golden Knights ihre Führung auf 2:0 ausbauen, würden sie damit den Colorado Avalanche und Tampa Bay Lightning folgen, die in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls in der Finalserie jeweils die ersten beiden Spiele gewannen. Beide Teams holten daraufhin den Stanley Cup.

Überhaupt würde die Statistik in diesem Fall klar für Vegas sprechen. Teams mit einer 2:0-Führung in einer Best-of-Seven-Serie stehen bei einer Bilanz von 347 Siegen und 55 Niederlagen, haben also 86,3 Prozent der Serien gewonnen.

Noch besser ist die Bilanz in den bisherigen Finalserien: Teams mit einer 2:0-Serienführung gewannen in 48 von 53 Fällen den Stanley Cup. Dies ergibt eine Erfolgsbilanz von 90,6 Prozent.

FLA@VGK, Sp1: Theodore trifft durch Verkehr im 2.

Vegas Golden Knights setzen auf familiäre Unterstützung

Die Spieler der Golden Knights machen aus dem Stanley Cup Finale eine echte Familienangelegenheit. Die VGK Family Lounge war bei Spiel 1 mit weit mehr als 100 Familienmitgliedern stark gefüllt. Ähnliches ist im zweiten Spiel zu erwarten.

"Keiner von uns wäre ohne seine Familie hier. Das ist die Realität. Ich könnte das Spiel, das ich liebe, nicht spielen, wenn meine Eltern nicht so hart dafür gearbeitet hätten", sagt der Verteidiger und vierfache Familienvater Alex Pietrangelo: "Wir Spieler sprechen immer davon, dass wir in dieser Zeit viele Opfer bringen müssen. Aber meine Frau muss noch mehr Zeit und Energie opfern als ich."

Besonders Center Brett Howden hat viel Anhang dabei: "Ich habe hier 13 Leute. Mein Schwiegervater, meine Frau, meine Eltern, meine beiden Schwestern, mein Bruder und seine Freundin, und alle Kinder meiner Geschwister sind hier. Das bedeutet mir sehr viel. Als wir gegen Dallas gewannen, hatten sie bereits ihre Flüge gebucht."

Es kann eben nie schaden, die Glücksbringer auf der Tribüne zu haben - oder in der VGK Family Lounge.

FLA@VGK, Sp1: Whitecloud nutzt Barbashevs Zuspiel

Lustige Wette zwischen den Bürgermeistern: Wer muss das Trikot des Gegners anziehen?

Die Bürgermeister fiebern bei der Finalserie ganz besonders mit. Grund ist nicht nur die regional bedingte Verbundenheit zu den jeweiligen Teams, sondern auch eine lustige Wette. Der Bürgermeister von Fort Lauderdale, Dean Trantalis, schloss per Twitter vor dem ersten Finalspiel am Samstag eine Wette mit der Bürgermeisterin von Las Vegas, Carolyn Goodman, ab.

Der Einsatz: Wenn die Panthers den Stanley Cup mit nach Hause nehmen, müsste Goodman ein Panthers-Trikot anziehen und darin einen Spaziergang durch die Innenstadt von Las Vegas machen. Goodman stimmte dem Deal zu und merkte dabei an, dass Trantalis bei einem Spaziergang durch die Innenstadt von Fort Lauderdale "in Golden Knights Farben fabelhaft aussehen" würde.

Es ist nicht die erste Wette dieser Art. Amarjeet Sohi, der Bürgermeister von Edmonton, musste sich bereits nach der 2. Runde der Playoffs ein Trikot der Golden Knights überstreifen. Er hatte sich mit Goodman auf selbige Wette eingelassen, ehe Vegas und die Edmonton Oilers aufeinandertrafen.