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Im Juni sorgten die Edmonton Oilers für einen Paukenschlag. Mit Mike Babcock verpflichteten sie eine Trainer-Legende, um einen weiteren Anlauf auf den Stanley Cup zu nehmen. Babcock gewann die Meisterschaft 2008 als Trainer der Detroit Red Wings, verpasste zwischen 2003 und 2020 nur drei Mal die Stanley Cup Playoffs und ist der einzige Trainer, der als Gewinner des Stanley Cups, der Weltmeisterschaft und der Olympischen Spiele Mitglied des Triple Gold Clubs ist.

Allerdings ist Babcock auch für seinen harten und kompromisslosen Stil bekannt. Genau das macht die Führungsspieler der Oilers aber optimistisch, dass der Cup mit dem neuen Trainer in Reichweite sein könnte, nachdem sie 2024 und 2025 im Finale an den Florida Panthers scheiterten.

„Er trainiert das Team so, wie er es für richtig hält“, erklärte Kapitän und Superstar Connor McDavid. „Wir haben alle gesagt, dass wir genau das wollen.“

McDavid sprach am Montag nach dem Training, zwei Tage nachdem die Oilers ihr erstes Vorbereitungsspiel bestritten hatten. Gegen die Winnipeg Jets war ihnen am Samstag ein 5:2-Sieg gelungen. McDavid steuerte, genau wie der Kölner Leon Draisaitl, ein Tor und einen Assist zum Erfolg bei. Den Oilers geht es aber nicht um den Sieg oder die Tore.

„Das ist eine wichtige Woche, um uns zu organisieren, in Fahrt zu kommen und zu verstehen, wie wir spielen wollen“, betonte McDavid.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Edmonton Oilers und den Winnipeg Jets

Vom neuen Trainer gab es in dieser bedeutenden Phase sowohl Lob, als auch Kritik. Im Vorbereitungsspiel brachte Babcock Draisaitl und McDavid zusammen in der ersten Reihe aufs Eis. Vergangene Saison hatte Babcocks Vorgänger Kris Knoblauch die beiden Superstars auf die ersten beiden Reihen aufgeteilt, um der zweiten Reihe mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Das Ergebnis vom Samstag scheint Babcock recht zu geben, doch der Trainer mahnte zur Vorsicht.

„Ich hatte das Glück, viele gute Spieler zu trainieren“, sagte Babcock. „Aber es ist ein Vorbereitungsspiel. Das ist schwierig zu beurteilen. Was ich an ihnen mag ist, dass sie viel kommunizieren, dass sie Arbeiter sind, alles richtig machen wollen und trainiert werden wollen. Damit haben wir eine Chance, mit der Zeit noch deutlich besser zu werden.“

Zufrieden scheint Babcock mit der Mannschaft noch lange nicht zu sein. „Das war heute kein besonders gutes Training“, bemängelte er. „Ich will präzise Pässe sehen, ich will

Geschwindigkeit sehen, ich will, dass die Spieler zuhören und hart arbeiten. Heute haben wir nicht hart genug gearbeitet.“

Babcocks Anspruch an seine Spieler ist hoch, doch nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre wollen Führungsspieler wie McDavid, Draisaitl und Zach Hyman, der bereits bei den Toronto Maple Leafs von Babcock trainiert wurde, genau das. Hohe Standards und Anforderungen sollen zum Erfolg führen.

Preseason Statistiken

In Edmonton weht ein neuer Wind, der den Spielern viel abverlangt. Wenn er aber zum erhofften Ergebnis führt, nimmt das Team das sicherlich gerne in Kauf. Mit Draisaitl und McDavid haben sie vielleicht die beiden besten Stürmer der Welt im Aufgebot. Hyman, Ryan Nugent-Hopkins und Verteidiger Evan Bouchard sind weitere Stars. Im Sommer holte General Manager mit Frederik Andersen einen Torwart ins Boot, der gerade mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewonnen hat. Die nötigen Puzzlestücke scheinen vorhanden, nun liegt es an Babcock, sie richtig zusammenzusetzen.

Die erste Bewährungsprobe wird ein guter Start in die Saison sein. Damit hatten die Oilers in den vergangenen Jahren ihre Probleme. Vergangene Saison standen sie Ende November mit einer Ausbeute von 27 Punkten aus 26 Spielen (11-10-5) auf dem sechsten von acht Plätzen in der Pacific Division. Für die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs würde ein besserer Start wichtige Punkte liefern. Zum Auftakt der regulären Saison treten die Oilers am 29. September zu Hause gegen die Vancouver Canucks an. Gegen den Tabellenletzten der vergangenen Saison ist ein Sieg im ersten Spiel beinahe Pflicht, doch gerade die ersten Spiele, in denen die Mannschaften noch nicht eingespielt sind, sind oft unvorhersehbar.

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