Der Transfer, kam für Stützle – wie für viele andere auch – überraschend. Der 24-jährige Center glaubt jedoch nicht, dass sich dies negativ auf Ottawas Ambitionen auswirkt, sich weiter zu steigern. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatten die Senators die Stanley Cup Playoffs erreicht.
Stützle sieht in der Mannschaft nach wie vor viel Potenzial stecken – selbst nach dem Transfer von Tkachuk, für den das Team den 9. und 25. Pick beim NHL Draft 2026, einen Zweitrunden-Pick beim NHL Draft 2027 sowie einen bedingten Erstrunden-Pick beim NHL Draft 2029 erhielt.
Ottawa stärkte seinen verbliebenen Kern, zu dem neben Stützle noch die Verteidiger Jake Sanderson und Thomas Chabot sowie die Stürmer Drake Batherson, Dylan Cozens und Claude Giroux gehören. Neu hinzugekommen sind die Angreifer William Eklund (San Jose Sharks) und Andre Burakovsky (Chicago Blackhawks) sowie Torwart Samuel Ersson (Toronto Maple Leafs).
„Wir sind immer noch eine sehr junge Mannschaft. Jeder, der aktuell hier ist, spielt gerne in Ottawa. Das ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt. Genau das brauchen wir“, erklärte Stützle.
Nach eigenen Angaben hat er vorher nichts von Tkachuks Wechselwunsch gewusst. Der Kapitän hatte wiederholt bekundet, in Ottawa bleiben zu wollen. Am Ende der vergangenen Saison zeigte sich Tkachuk sogar frustriert über die immer wiederkehrenden Gerüchte, er wolle den Verein verlassen. „Ich habe mich voll und ganz dieser Mannschaft und dieser Stadt verschrieben“, betonte er stattdessen.
Stützle will einen Haken unter die Sache machen. „Ich liebe Ottawa und möchte so lange wie möglich hierbleiben. Manche mögen das anders sehen, aber das geht mich nichts an. Ich versuche, mich auf das zu konzentrieren, was vor uns liegt. Wir haben ein tolles Team, also wird alles gut laufen.“
Stützle, der in der vergangenen Saison als Assistenzkapitän fungierte, gilt er als potenzieller Kandidat für das vakante Kapitänsamt. Doch er hält sich diesbezüglich bedeckt. „Wir hatten schon immer großartige Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft. Es gibt also nicht den einen, der zwingend die Führungsrolle übernehmen muss. Wir haben so viele Spieler, die das Team gut führen, und jeder hat für jeden ein offenes Ohr“, sagte der Deutsche. Die Mannschaft habe eine Kultur entwickelt, auf die man stolz sein könne.