32-in-32 San Jose Sharks breakdown for DE

Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der San Jose Sharks

Die San Jose Sharks entwickeln sich in die richtige Richtung: Nachdem die Nord-Kalifornier in den Saisons 2023/24 (19-54-9, 47 Punkte) und 2024/25 (20-50-12, 52 Punkte) jeweils das Schlusslicht in der gesamten NHL waren, ging es 2025/26 merklich bergauf: San Jose beendete die abgelaufene Spielzeit mit einer 39-35-8-Bilanz und 86 Punkten und schnupperte fast bis zum Ende der Hauptrunde an den Stanley Cup Playoffs. Der letzte Wildcard-Platz in der Western Conference wurde am Ende nur um vier Zähler verpasst. Zur neuen Saison wollen die Sharks erstmals seit 2019 wieder in die Postseason zurückkehren.

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Die wichtigsten Kaderveränderungen

General Manager Mike Greer rüstete insbesondere in der anfälligen Abwehr auf und präsentierte mit Darnell Nurse (Edmonton Oilers, Trade, 9,25 Millionen US-Dollar Caphit), Jacob Trouba (Anaheim Ducks, Free-Agent-Signing, 8,25 Mio.) und Michael Kesselring (Buffalo Sabres, Trade, 4,5 Mio.) gleich drei neue Verteidiger. Dieses Trio soll für mehr Stabilität sorgen, nimmt zusammengerechnet aber auch satte 22 Millionen an Capspace ein.

Nurse (31) spielte in den letzten drei Jahren zwei Stanley Cup Finals, diente sieben Jahre als Assistenzkapitän in Edmonton und kommt in zwölf NHL-Saisons (798 Spiele, 88-236-324) auf acht Playoff-Runs (100 Spiele, 7-22-29). Nach dem ersten Tapetenwechsel seiner NHL-Karriere soll der frühere Erstrunden-Pick der Oilers (NHL Draft 2013, 7. Stelle) an neuer Wirkungsstätte wieder aufblühen. 

Trouba (32) steht als Defensivverteidiger mit 1,91 Metern und 96 Kilogramm für einen sehr physischen Stil mit heftigen Checks (Spitzname: „Trouba Train“). Der Rechtsschütze geht in San Jose in seine 14. NHL-Saison (906 Spiele, 84-274-358) und verfügt ebenfalls über Playoff-Erfahrung (acht Playoff-Runs, 85 Spiele, 5-15-20).

Ähnlich wie Trouba hat auch Kesselring (26) seine Stärken in der Defensive sowie in der physischen Präsenz (1,93 Meter, 98 Kilogramm). Der Rechtsschütze ist weniger erfahren (fünf NHL-Saisons, 190 Spiele, 12-43-55; ein Playoff-Run, ein Spiel, 0-0-0), hat aber noch Entwicklungspotenzial und könnte das zweite oder dritte Abwehr-Tandem aufwerten.

Im Sturm soll Mason Marchment (31, Columbus Blue Jackets, Free-Agent-Signing, 6,75 Mio.) für mehr Tiefe sorgen und dem Gegner mit seiner harten und aggressiven Spielweise (1,96 Meter, 96 Kilogramm) unter die Haut gehen. Er wird in San Jose die Rückennummer 27 tragen - wie schon sein verstorbener Vater Bryan Marchment, der zwischen 1997/98 und 2002/03 bei den Sharks gespielt hatte. Mason selbst begann das Eishockeyspielen bei den San Jose Junior Sharks.

Im NHL Draft 2026 akquirierte San Jose an zweiter Stelle Ivar Stenberg, der im Alter von gerade einmal 18 Jahren einen sofortigen Einschlag als Spielmacher haben soll.

Greer verlängerte außerdem wichtige Verträge wie die von Superstar Macklin Celebrini (20; fünf Jahre, 18,8 Mio. p.a.) sowie von Flügelstürmer Collin Graf (23; drei Jahre, 4,25 Mio. p.a.).

Allerdings haben die Sharks auch einen bitteren Abgang zu verkraften: Sturm-Hoffnung William Eklund (23) wurde zu den Ottawa Senators getradet. Die Verteidiger Mario Ferraro (Winnipeg Jets), Shakir Mukhamadullin (Edmonton Oilers) und Vincent Desjarnais (Washington Capitals) gingen ebenso von Bord.

Schlüsselspieler

Celebrini ist nach seiner Vertragsverlängerung in der Bay Area der teuerste Spieler aller Zeiten. Nicht ohne Grund, denn der Center soll die gesamte Franchise in den nächsten Jahren tragen. 2025/26 riss er die Mannschaft als viertbester Scorer der Liga (82 Spiele, 45-70-115) mit. Es scheint, als wären dem First-Overall-Pick aus dem Jahr 2024 keine Grenzen gesetzt. Hält seine steile Entwicklung an, zählt er bald zu den besten Eishockeyspielern der Welt. Schon jetzt ist der 1,83 Meter große Kanadier ein kreativer Spielmacher, gefürchteter Torjäger, feiner Techniker und emsiger Zwei-Wege-Spieler.

Sein guter Freund Will Smith (21; 69 Spiele, 24-35-59) ist ebenfalls hochtalentiert und hofft auf ein „Breakout Year“ in 2026/27. Wichtige Stützen im Sturm sind außerdem Tyler Toffoli (34), Alexander Wennberg (31) und Kiefer Sherwood (31).

In der Verteidigung dürfte Dmitry Orlov (35) die Rolle des Abwehrchefs übernehmen. Er erhält Unterstützung von den Neuzugängen Nurse und Trouba, die ebenfalls viel Eiszeit abspulen werden.

Im Tor duelliert sich Yaroslav Askarov (24) mit Alex Nedeljkovic (30).

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Spieler aus dem DACH-Raum

Fehlanzeige

Stärken

Die Sharks verfügen wahrscheinlich über das meiste Talent aller 32 NHL-Klubs. Je nachdem, wie schnell dieses Potenzial auf dem Eis in gute und vor allem konstante Leistungen umschlägt, umso unberechenbarer wird San Jose sein. Ein Trumpf ist die Offensivwucht mit vielen schnellen, spielstarken, trickreichen und torgefährlichen Stürmern.

Verbesserungspotenziale

Die Defensive war in den letzten Jahren die größte Baustelle  - hier ruht aber gleichzeitig das meiste Verbesserungspotenzial, das dank der vielen Neuzugänge abgerufen werden soll. 2025/26 stellten die Sharks mit durchschnittlich 3,54 Gegentoren/Spiel die drittschlechteste Abwehr in der NHL.

Vielversprechende Talente

Der Pool an spannenden Talenten ist in San Jose schier unerschöpflich. Der frisch-gedraftete Ivar Stenberg (18; Draft 2026, 1. Runde, 2. Stelle) soll so schnell wie möglich zu einem Elite-Spielmacher reifen und direkt in der NHL durchstarten). Power Forward Igor Chernyshov (20; Draft 2024, 2. Runde, 33. Stelle) und Mittelstürmer Michael Misa (19; Draft 2025, 1. Runde, 2. Stelle) hoffen jeweils auf eine Top-6-Rolle. Zudem könnte Zwei-Wege-Verteidiger Sam Dickinson (20; Draft 2024, 1. Runde, 11. Stelle) zu einem Top-4-Mann aufsteigen.

Power Forward Quentin Musty (21; Draft 2023, 1. Runde, 26. Stelle) und Zwei-Wege-Center Filip Bystedt (22; Draft 2022, 1. Runde, 27. Stelle) werden ihre Chance in der NHL bekommen, während sich Offensivverteidiger Luca Cagnoni (21; Draft 2023, 4. Runde, 123. Stelle) und Zwei-Wege-Verteidiger Leo Sahlin Wallenius (20; Draft 2024, 2. Runde, 53. Stelle) um den letzten freien Kaderplatz streiten werden.

Mittelfristig sollen Abwehr-Juwele wie Keaton Verhoeff (18; Draft 2026, 1. Runde, 9. Stelle) und Ryan Lin (18; Draft 2026, 1. Runde 21. Stelle), Simon Wang (19; Draft 2025, 2. Runde, 33. Stelle) und Mattias Hävelid (22; Draft 2022, 2. Runde, 45. Stelle) hochkarätige Alternativen werden. Sie brauchen aber wohl noch ein wenig Zeit. 

Gleiches gilt für die Goalie-Talente Joshua Ravensbergen (19; Draft 2025, 1. Runde, 30. Stelle) und den Schweizer Christian Kirsch (20; Draft 2024, 4. Runde, 116. Stelle).

Playoff-Chancen

Die Chancen steigen für die Sharks. Bekommt das Team mehr Unterstützung hinter Celebrini und stabilisiert sich die Abwehr, kann sich San Jose erstmals seit acht Jahren für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren.

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