Anders Lee 27

Mit zwei spektakulären Neuverpflichtungen und einer Vertragsverlängerung sorgten die Utah Mammoth gleich am ersten Tag der Free Agency für einen Paukenschlag. Die Aktivitäten sollen nach Aussage von Chris Armstrong, dem President of Hockey Operations, und seinem Namensvetter und General Manager Bill Armstrong als eine Botschaft an den Rest der Liga verstanden werden. Sie lautet: Der Klub aus Salt Lake City will sich zu einer gefragten Adresse entwickeln und auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft den nächsten Schritt machen.

Hinter den zwei ehemaligen New Yorkern Anders Lee und Vincent Trocheck waren etliche NHL-Vertretungen her. Und auch für Kevin Stenlund, der ein neues Arbeitspapier bei Utah unterzeichnete, gab es Interessenten. Doch alle drei Stürmer tragen in der neuen Saison das Trikot der Mammoth.

Nach Ansicht von GM Bill Armstrong helfen die Transferaktivitäten dabei, dem Team eine etwas andere Identität zu verleihen. Gleichzeitig räumte er ein, dass der zu zahlende Preis nicht unerheblich gewesen sei. Man habe sich dafür von Nachwuchsleuten und etablierten Spielern trennen müssen. „Das ist die schwere Seite des Geschäfts“, sagte er. Dennoch ist Bill Armstrong felsenfest davon überzeugt, dass Lee und Trocheck das Team aus Utah noch wettbewerbsfähiger machen.

Nach der Saison 2025/26 hatten sich die Mammoth im zweiten Jahr ihres Bestehens erstmals für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert. Dort unterlagen sie in der ersten Runde der Western Conference dem späteren Finalisten Vegas Golden Knights nach sechs Spielen.

Lee entschied sich nach 14 Jahren bei den New York Islanders für einen Tapetenwechsel und heuerte in Utah an. Seit Oktober 2018 hatte er die Mannschaft als Kapitän angeführt. Sein Vertrag endete 2025/26, weshalb er sich als Unrestricted Free Agent ohne Einschränkung einen neuen Arbeitgeber suchen konnte.

„Man kann gar nicht genug

NYR@WSH: Trocheck trifft und erzielt seinen 600. NHL-Punkt

Führungskräfte von seinem Kaliber haben“, sprach Sportchef Chris Armstrong voller Hochachtung über Lee. Sein Charakter, seine Integrität und seine Qualitäten als Mensch und Spieler sind hinlänglich bekannt. Er hatte bei den Islanders einen gewaltigen Einfluss. Für uns hier in Utah ist es wichtig, unseren jungen Spielern mit einem Mann wie ihm ein Vorbild zu präsentieren. Er ist in der Lage, sie auf ein höheres Level zu führen.“

Bill Armstrong zeigte sich nicht weniger angetan von Lee. „Er ist ein exzellenter Power Forward und verfügt über Eigenschaften, die wir gut gebrauchen können. Er besitzt Zug zum Tor, holt sich Pucks zurück und geht, wenn es sein muss, auch mal hart zur Sache. Es ist unglaublich. Wir sind immer noch platt, dass es uns gelungen ist, so einen Mann an Land zu ziehen“, sagte der General Manager über den Flügelstürmer.

In den zweiten namhaften Neuzugang Trocheck setzt man im Lager der Mammoth ebenfalls große Hoffnungen. Seine Dienste sicherte sich Utah durch einen Trade mit den New York Rangers. „Er ist ein ausgezeichneter Spieler am Bullypunkt und ein Rechtsschütze mit Torriecher, den man variabel einsetzen kann. Zudem eröffnet er den Special Teams zusätzliche Optionen. Einen Angreifer mit diesen Merkmalen haben wir gesucht“, erklärte der GM. „Vincent Trocheck entschied sich bewusst für uns, weil er das Gefühl hatte, dass der Klub ambitioniert ist und weiter nach vorne kommen will.“

Die Verpflichtung von Lee und Trocheck sende das Signal, dass sich Top-Spieler aus der NHL bewusst für Utah entscheiden. „Sie haben erkannt, was wir hier aufbauen und wollen ein Teil davon sein. Dafür sind wir sehr dankbar und sehen uns deshalb auch in der Pflicht, ihnen alles an die Hand geben, was sie brauchen, um hier etwas zu bewirken“, verdeutlichte Chris Armstrong.

Seiner Einschätzung nach ist der Kader nun noch schlagkräftiger. Er glaubt, dass der interne Konkurrenzkampf die gesamte Mannschaft besser machen werde. Chris Armstrong erwartet deshalb vom ersten Tag des Trainingslagers an hochmotivierte Spieler.

Laut GM Bill Armstrong bedeutet die Anstellung von Lee und Trocheck keinen Paradigmenwechsel und keine Geringschätzung der jungen Spieler im Team oder der Nachwuchstalente aus der Organisation. Das Ausscheiden in den Playoffs gegen Vegas habe jedoch allen den Bedarf an ausgebufften Veteranen für die Mannschaft vor Augen geführt.

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