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Die NHL-Saison 2025/26 war voller Highlights, Action und spannender Spiele. NHL.com/de blickt auf die Spielzeit der besten Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück.

In dieser Ausgabe: Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers

Es ist keineswegs despektierlich, von einem gebrauchten Jahr für Leon Draisaitl zu sprechen. Eine Unterkörperverletzung in der Endphase der regulären Saison verhinderte, dass er zum fünften Mal hintereinander die Marke von 100 Scorerpunkten knackte. Und trotz seines Comebacks in den Stanley Cup Playoffs scheiterten die Edmonton Oilers gleich in der ersten Runde der Western Conference an den Anaheim Ducks. Das hatten sich der Deutsche und sein Team zweifellos anders vorgestellt.

Entsprechend ernüchternd fiel das Fazit von Draisaitl aus, das er nach dem frühen Ende in der Postseason zog. „Ich bin besorgt, weil wir uns nicht in die richtige Richtung entwickeln. Die abgelaufene Saison war ein Rückschritt im Vergleich zu den Vorjahren. Wir haben zwar einige Spiele gewonnen, aber über weite Strecken nicht wirklich überzeugt. Das müssen wir ändern, wenn wir wieder nach vorne kommen wollen“, erläuterte der gebürtige Kölner. Sich selbst sparte er bei der kritischen Analyse nicht aus. „Ich konnte zu keiner Phase mit meiner Defensivleistung zufrieden sein“, bekannte der Oilers-Center.

Trotzdem gehörte Draisaitl einmal mehr zu den überragenden Akteuren seiner Mannschaft. Mit zwei, drei Auftritten mehr hätte er die 100 Punkte sicherlich problemlos vollgemacht. Es wäre das siebte Mal gewesen, dass er eine reguläre Saison mit einer dreistelligen Ausbeute abgeschlossen hätte. Doch die Knieblessur, die er sich am 15. März in der Partie gegen die Nashville Predators zugezogen hatte, ließ bis zum letzten Spieltag keinen weiteren Einsatz mehr zu.

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So blieb es bei einer trotzdem beeindruckenden Bilanz von 97 Punkten (35 Tore, 62 Assists) aus 65 Begegnungen. Damit belegte er hinter Kapitän Connor McDavid (138) den zweiten Platz in der teaminternen Scorerwertung. In Sachen Powerplaytore (16) und Bully-Erfolgsquote (56,9) konnte ihm keiner das Wasser reichen.

Im gesamten Saisonverlauf ging der Oilers-Angreifer nur zweimal in aufeinanderfolgenden Spielen leer aus. Das ist ein weiterer Beweis für seine Extraklasse. Lediglich in 13 Partien tauchte der Name Draisaitl nicht als Scorer auf dem Spielberichtsbogen auf. Sein bestes Einzelergebnis mit fünf Punkten verbuchte er am 3. März im Duell gegen die Ottawa Senators und Tim Stützle. Zum 5:4 n.V. vor

heimischem Publikum im Rogers Place steuerte er zwei Tore und drei Assists bei. Gleich bei vier Gelegenheiten stockte er sein Scorerkonto um vier Punkte auf. Beim 9:4 gegen die Seattle Kraken am 4. Dezember erzielte er einen Treffer und lieferte drei Vorlagen. Gleiches gelang ihm am 26. Februar beim 8:1 in der Arena der Los Angeles Kings. Jeweils vier Assists lieferte Draisaitl beim 6:4-Auswärtssieg am 17. Dezember gegen die Pittsburgh Penguins und am 26. Januar beim 7:4-Heimerfolg gegen die Ducks.

Während seiner Verletzungspause zwischen März und April begab sich Draisaitl für einige Tage zur Behandlung nach Deutschland zum bekannten Münchner Sportarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Seinerzeit äußerte der Oilers-Stürmer die Hoffnung, dass seine Mannschaft lange genug spielt, damit er noch einmal eingreifen kann. Zwischenzeitlich wurde sogar über einen Einsatz von ihm in der letzten Woche der regulären Saison spekuliert. Doch dieses Risiko wollten die sportliche Führung des Klubs offenkundig nicht eingehen.

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Zu Beginn der ersten Playoff-Runde gegen Anaheim kehrte Draisaitl schließlich aufs Eis zurück. Sofort war er wieder in seinem Element. Zum hart umkämpften 4:3-Sieg in Spiel 1 trug er zwei Assists bei. Auch in den fünf folgenden Begegnungen mit den Kaliforniern punktete der 30-Jährige. Somit stand er bei allen Vorstellungen der Oilers in den diesjährigen Playoffs auf dem Scoresheet. Zehn Zähler (drei Tore, sieben Assists) waren für ihn zum Schluss vermerkt. Das bedeutete in der Endabrechnung den ersten Platz in der Playoff-Scorerliste von Edmonton, vor Evan Bouchard (7) und den punktgleichen Kasperi Kapanen, Vasily Podkolzin und McDavid (alle 6). Mit einer durchschnittlichen Einsatzzeit von 22:50 Minuten belegte Draisaitl unter allen Oilers-Angreifen den zweiten Platz hinter McDavid (23:33).

Bei der Aufarbeitung der Saison 2025/26 wies Draisaitl auf ein Problem in der Mannschaftsstruktur hin. „Um erfolgreich zu sein, braucht man Rollenspieler, die wissen, was sie zu tun haben und dass sie wichtig sind“, betonte er. Zugleich müssten diese Leute aber auch wichtig sein wollen. Nur mit drei oder vier Schlüsselspielern könne man am Ende des Tages in dieser starken Liga nichts erreichen. Das sei ein Bereich, in dem es mit Blick auf die nächste Spielzeit den Hebel anzusetzen gelte.

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