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Träume können wahr werden. Als Sebastian Aho aufwuchs, war Landsmann Teemu Selänne sein großes Idol. In seiner Folge der Reihe NHL My World erinnerte er sich daran zurück, wie Selänne mit den Anaheim Ducks 2007 den Stanley Cup gewann. Aho bezeichnete dies als „märchenhaftes Ende“ und äußerte den Traum, eines Tages „als letztes Team übrig zu bleiben und den Stanley Cup zu gewinnen“. Nun hat der 28-Jährige genau dies mit den Carolina Hurricanes geschafft. 

Mit dem 3:0 in Spiel 6 der Finalserie gegen die Vegas Golden Knights haben sich Aho & Co. den Stanley Cup gesichert. Kurz nach der Schlusssirene stand Aho auf dem Eis und rang vor den Fernsehkameras nach Worten, um die Erfüllung seines Lebenstraums zu beschreiben. „Oh mein Gott, es ist unglaublich. Man arbeitet so lange und so hart darauf hin und weiß nie, ob man jemals Champion wird. Jetzt ist es vorbei und wir haben es geschafft“, sagte er und versuchte, die Gefühlslage detaillierter zu beschreiben.

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„Selbst heute - wir waren zwar zuversichtlich, weil wir wissen, wie wir spielen -, aber es ist trotzdem nervenaufreibend. Gleichzeitig macht es unglaublich viel Spaß, all diese Emotionen zu erleben. Selbst beim Stand von 3:0 denkt man noch: ‚Okay, wir müssen fokussiert bleiben, kein Gegentor kassieren.' Es fühlt sich einfach unwirklich an.“

Seit 2015 ist Aho ein Hurricane

Aho wurde 2015 in der 2. Runde an Position 35 von den Hurricanes gedraftet und hat nie für ein anderes NHL-Team gespielt. Der Center bildete gemeinsam mit einigen anderen Spielern bis heute den Kern dieser Mannschaft. Umso spezieller fühlt es sich an, mit diesen Weggefährten diesen Erfolg teilen zu können. „Es bedeutet mir alles“, sagte er. „Wir sind einfach eine extrem enge Gruppe. Besonders mit Jungs wie Jordan Staal, Jaccob Slavin (beide seit 2012 im Team, Anm.d.Red.) oder Martin Necas (seit 2018), die schon lange hier sind. Wir haben so viele Jahre versucht, dieses Ziel zu erreichen, und wurden oft gestoppt. Aber jetzt stehen wir ganz oben.“

Auch Trainer Rod Brind'Amour hat die Franchise entscheidend geprägt. Als Spieler verbrachte er den Großteil seiner Karriere bei den Hurricanes und gewann mit dieser Franchise 2006 den Stanley Cup. Im Jahre 2018 übernahm er das Traineramt und führte Carolina Jahr für Jahr ausnahmslos in die Playoffs. Der Gewinn des Stanley Cups ist die Krönung seiner Arbeit.

„Er bedeutet alles für diese Organisation“, lobte Aho. „Als er Cheftrainer wurde, hat er sofort den Standard gesetzt und von Tag eins an verlangt, dass wir das beste Team der NHL sein wollen. Wir haben die ganze Zeit darauf hingearbeitet. Und heute haben wir es geschafft. Ich freue mich unglaublich für ihn. Dass wir das gemeinsam erreicht haben, bedeutet mir sehr viel.“

Aho bedankt sich bei Familie und Fans

Nicht nur der Rückhalt der Mitspieler und des Trainers haben für Aho eine große Bedeutung. Auch die Familie hat einen großen Anteil an seinem Erfolg, wie er erzählt. „Meine Tochter schläft hoffentlich gerade zu Hause“, sagte er grinsend. „Es ist ein besonderes Gefühl zu wissen, dass ich ihr eines Tages sagen kann, wenn sie alt genug ist, dass ihr Papa ein Champion ist. Das macht mich emotional. Es gibt so viele Menschen, denen ich danken möchte. Ich werde im Sommer hoffentlich jeden einzelnen noch umarmen können.“

Nicht zu vergessen seien die Fans, die der Mannschaft über all die Jahre den Rücken gestärkt haben. „Unsere Fans sind unglaublich“, lobte Aho. „Die Stimmung in unserer Arena war so laut. So etwas habe ich noch nie erlebt. Spiel fünf war wahrscheinlich das lauteste, was ich je gehört habe. Und auch hier (in Las Vegas bei Spiel 6, Anm.d.Red.) waren so viele Fans dabei, die extra angereist sind. Wir spüren diese Unterstützung überall. Es macht einfach riesigen Spaß, in so einer Atmosphäre zu spielen, selbst bei den Auswärtsspielen.“

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Weitere Stanley-Cup-Siege möglich?

Aho und seine Mitspieler werden sich die Zeit nehmen, den Gewinn des Stanley Cups ausgiebig zu feiern. Bis dann irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem sich der Blick auf die kommende Saison richtet. Und wer weiß: Möglicherweise gelingt es Aho sogar, sein Jugendidol zu übertrumpfen. 

Selänne war fast 37 Jahre alt, als er mit den Ducks den Cup gewann. Eine weitere Meisterschaft kam nicht mehr hinzu. Aho befindet sich im besten Eishockey-Alter. Es gibt keinen Grund, warum er sich seinen Lebenstraum kein zweites Mal erfüllen sollte.

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