„Michkovs Treffer sind die eines echten Torjägers“, schwärmte Tocchet. „Er hat das richtige Timing. Manchmal kann man übers Tor ziehen oder zu spät dran sein, aber er hat ein gutes Gespür.“
Michkov und Zegras sind mit sieben Punkten die beiden Topscorer der Flyers und erzielten jeweils vier Punkte in den beiden Siegen. Martone steuerte beim Sieg gegen die Senators am Samstag ein Tor und einen Assist bei, nachdem er zuvor in neun Spielen nur ein Tor erzielt hatte.
„Ich fühle mich gerade ausgezeichnet“, freute sich Michkov. „Ich habe diese Saison wirklich viel Energie. Ich will spielen und das Team mehr unterstützen.“
Flyers von Verletzungen unbeeindruckt
Beachtenswert ist auch, dass die Flyers den beiden starken Gegnern deutlich ersatzgeschwächt gegenübertraten. Die Stürmer Travis Konecny und Owen Tippett und die Verteidiger Rasmus Ristolainen und Cam York fehlten in beiden Spielen. Gegen Colorado fiel zudem Tyson Foerster aus. Stattdessen rückten vier Rookies in die Aufstellung, der Verteidiger Hunter McDonald und die Stürmer Alex Bump, Cole Knuble und Jacob Gaucher.
Trotz der Verletzungskrise schlug sich die Mannschaft nicht schlechter, sogar eher besser. In beiden Partien ließen sie nur je 26 Torschüsse gegen offensivstarke Gegner zu. Ottawa kam durch die Paradereihe um Tim Stützle zu nur einem Tor. Gegen Colorado gelang den Flyers das seltene Kunststück, sowohl Nathan MacKinnon als auch Cale Makar punktlos zu halten.
„Ich glaube, es ist wichtig, dass jeder in der Aufstellung ersetzt werden kann und dass die Ersatzspieler so spielen können, wie wir es brauchen“, betonte Torwart Joseph Woll. „Manche Spieler müssen dann größere Rollen übernehmen. Wir haben mit den neuen Leuten im Kader den Fuß nicht vom Gaspedal genommen und sogar eher einen Gang hochgeschaltet. Das war aus meiner Perspektive echt cool anzuschauen.“
Woll bleibt Stütze des Teams
Für die Siege verdient eine Reihe von Spielern Anerkennung, von den Spitzenstürmern über die stabile Abwehr bis zu den eingewechselten Rookies, die ihre Rollen gut ausfüllten. Die Stütze der Mannschaft ist und bleibt aber Woll. Er hielt gegen die Avalanche 24 Schüsse und sicherte den Sieg ab.
Woll schlägt sich schon die gesamte Saison über mehr als respektabel. Trotz der schlechten Ergebnisse können sich seine Zahlen absolut sehen lassen. In sechs Spielen kommt er auf eine Fangquote von 91,7 Prozent und einen Durchschnitt von 2,64 Gegentoren pro Partie.
„Er ist ein technisch versierter Torhüter und ich glaube, ich habe noch nie jemanden so hart arbeiten sehen“, fand Tocchet für den Torwart lobende Worte. „Er wirkt im Tor sehr groß. Wenn die Schüsse auf ihn zukommen, ist da einfach nicht viel Platz. Er hat schon die ganze Saison sehr stark für uns gespielt.“
In der nächsten Begegnung wird aber vermutlich wieder Wolls Kollege Dan Vladar zwischen den Pfosten stehen, denn es geht bereits am Mittwoch mit einem Auswärtsauftritt weiter. Gegen die Buffalo Sabres (7:30 p.m. ET; Do. 1:30 Uhr MESZ) sollen dann die nächsten Punkte eingefahren werden, um sich in der Tabelle weiter nach oben zu arbeiten.