Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Toronto Maple Leafs und den San Jose Sharks

Gavin McKenna hat das erste direkte NHL-Duell mit seinem Vorbild Macklin Celebrini für sich entschieden. Der 18-jährige Stürmer führte die Toronto Maple Leafs am Montag in der Scotiabank Arena mit seinem entscheidenden Treffer zu einem 3:1-Heimsieg gegen die San Jose Sharks. Damit setzte der Nummer-1-Pick aus dem NHL Draft 2026 ein weiteres Ausrufezeichen in seiner noch jungen Karriere. Celebrini, der 2024 ebenfalls an erster Stelle ausgewählt worden war, musste sich dagegen mit einem punktlosen Auftritt und einer Niederlage begnügen.

Für McKenna war es ein besonderer Abend. Erst am Sonntag hatte der Angreifer im Vorfeld des ersten Kräftemessens noch über die beeindruckende Entwicklung seines zwei Jahre älteren Kontrahenten gesprochen. Nun stand er selbst im Mittelpunkt und bewies, dass er in der besten Eishockeyliga der Welt zunehmend Fuß fasst.

McKenna schlägt im entscheidenden Moment zu

Als die Partie in Toronto auf die Schlussphase zusteuerte, war McKenna zur Stelle. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf nutzte der Angreifer bei 4:56 Minuten im dritten Drittel eine Überzahlsituation, um die Maple Leafs mit 2:1 in Führung zu bringen. Von der rechten Seite zog er mit der Scheibe in den Slot, ließ seinen Gegenspielern mit einer geschickten Bewegung kaum eine Chance und überwand Torhüter Yaroslav Askarov mit einem Handgelenkschuss auf die Fanghandseite.

Es war McKennas erstes Powerplay-Tor in der NHL und zugleich der entscheidende Treffer des Abends. „Das war ein enorm wichtiger Abend für die Mannschaft“, erklärte der 18-Jährige anschließend. „Bei dieser ganzen Aktion sprang die Scheibe herum, und unsere Jungs haben viele Zweikämpfe gewonnen. Ich hatte vorne ein wenig Zeit und Platz. Ich habe flach auf die Fanghandseite geschossen, und der Puck war drin. Ich habe mich riesig gefreut.“

SJS@TOR: McKenna bringt Toronto in Überzahl in Führung

Toronto brachte den Vorsprung anschließend über die Zeit. Nick Paul sorgte mit einem Treffer ins leere Tor bei 59:20 Minuten für den Endstand. Für die Maple Leafs war es ein wichtiger Erfolg, nachdem sie zuvor drei Spiele hintereinander nicht gewonnen hatten. Die Mannschaft von Trainer Jim Hiller verbesserte ihre Saisonbilanz damit auf 4-4-2.

Celebrini bleibt diesmal ohne Erfolgserlebnis

Das Aufeinandertreffen der beiden jungen Ausnahmespieler war mit Spannung erwartet worden. Celebrini gilt bereits als einer der prägenden Akteure der Sharks und hat in seiner bisherigen NHL-Laufbahn eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. In der vergangenen Saison sammelte er in 82 Begegnungen 115 Scorerpunkte, darunter 45 Tore und 70 Vorlagen. Auch McKenna hatte vor dem Spiel keinen Hehl daraus gemacht, wie sehr ihn die Entwicklung des Kanadiers beeindruckt.

„Er ist ein guter Spieler und hat einen starken Saisonstart hingelegt“, sagte McKenna vor dem ersten direkten Duell. Gleichzeitig wollte er die Begegnung nicht zu einem persönlichen Kräftemessen erklären. „Ich gehe nicht mit dem Gedanken aufs Eis, dass es McKenna gegen Celebrini heißt. Es geht um die Maple Leafs gegen die Sharks. Eishockey ist ein Mannschaftssport.“

Diese Haltung passte zum Spielverlauf. Während McKenna mit seinem Siegtreffer den entscheidenden Akzent setzte, blieb Celebrini (21:59 Minuten Eiszeit, 5 Torschüsse) diesmal der große persönliche Erfolg verwehrt. Toronto zeigte sich in den entscheidenden Situationen abgeklärter und nutzte seine Chancen konsequenter.

Der Vergleich zwischen beiden Talenten bleibt dennoch reizvoll. Celebrini hat bereits eine beeindruckende Entwicklung hinter sich und dient McKenna als Orientierung. Der jüngere Angreifer muss allerdings seinen eigenen Weg finden. Dass ihm ein Erfolg gegen sein Vorbild gelungen ist, dürfte ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben.

Matthews ebnet den Weg zum Heimsieg

Neben McKenna spielte Auston Matthews eine entscheidende Rolle für Toronto. Der Kapitän erzielte den Ausgleich zum 1:1 und bereitete zudem beide weiteren Treffer vor. Sein Powerplay-Tor fiel bei 39:48 Minuten. Nach einem Zuspiel von hinter dem Tor traf Matthews aus dem linken Bullykreis mit einem Direktschuss über die Stockhand von Askarov.

SJS@TOR: Matthews nutzt ein Powerplay

Zuvor hatten die Sharks die Führung übernommen. Mason Marchment brachte San Jose bei 13:54 Minuten im ersten Drittel mit 1:0 nach vorne. Nach einem Puck von Tyler Toffoli aus dem linken Bereich der blauen Linie nahm Marchment die Scheibe vor dem Tor mit der Hand herunter und überwand Sergei Bobrovsky per Rückhand.

Der Torhüter der Maple Leafs war anschließend ein wichtiger Rückhalt. Bobrovsky parierte 30 Schüsse und feierte seinen ersten Heimsieg für Toronto. Askarov kam auf 29 Saves, konnte die Niederlage der Sharks aber nicht verhindern.

„Ich fand, dass wir drangeblieben sind“, sagte Trainer Hiller. Seine Mannschaft habe sich bereits in den ersten 40 Minuten bei gleicher Spielerzahl gute Chancen erarbeitet, sei aber zunächst an Askarov gescheitert. „Ich fand, dass wir heute wirklich gut darin waren, weiterzumachen und nach vorne zu spielen.“

Auch Matthews lobte die geschlossene Mannschaftsleistung. Toronto habe über alle Mannschaftsteile hinweg ein starkes Spiel gezeigt, während Bobrovsky erneut hervorragend gehalten habe. Für den Kapitän war es bereits das 64. NHL-Spiel mit mindestens drei Scorerpunkten. Damit fehlt ihm nur noch eine solche Partie, um in der ewigen Bestenliste der Maple Leafs mit Mats Sundin (65) gleichzuziehen.

Ein wichtiger Schritt für den Nummer-eins-Pick

Für McKenna ist der Erfolg auch persönlich bedeutsam. Nach einem schwierigen Saisonstart mit drei punktlosen Spielen sammelte der Youngster zuletzt zunehmend Zähler. Mit seinem Siegtreffer gegen San Jose steht er nun bei drei Toren und drei Vorlagen aus seinen ersten zehn NHL-Partien.

Damit stellte er einen bemerkenswerten frühen Karrierewert auf: Seit Beginn der modernen NHL-Ära 1943/44 hatte zuvor lediglich Russ Courtnall als Spieler der Maple Leafs im Alter von höchstens 18 Jahren ebenfalls mindestens sechs Punkte in seinen ersten zehn Einsätzen gesammelt. Zudem ist McKenna erst der fünfte Spieler dieses Alters, dem ein spielentscheidender Treffer für Toronto gelang.

Ganz ohne Druck verläuft sein Einstieg in die Liga allerdings nicht. Anders als Celebrini bei seinem Debüt in San Jose muss sich McKenna bei einem Klub behaupten, dessen Anspruch die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs ist. Nach zwischenzeitlich reduzierter Eiszeit erhielt er zuletzt wieder mehr Verantwortung und rückte auch in die erste Powerplayformation auf.

Der Erfolg gegen die Sharks dürfte ihm dabei helfen. Noch ist es zu früh, aus einem einzelnen Spiel einen dauerhaften Vorteil gegenüber Celebrini abzuleiten. Doch der Montag gehörte dem jüngeren der beiden Top-Talente. McKenna hat gezeigt, dass er nicht nur von seinem Vorbild lernen, sondern auf NHL-Niveau selbst entscheidende Akzente setzen kann.

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