Die Edmonton Oilers haben eine offene Rechnung mit dem Utah Mammoth umgehend begleichen können und gewannen das „Rückspiel“ am Samstagabend im Delta Center in Salt Lake City mit 6:2. Zwei Tage zuvor hatten die Oilers vor heimischem Publikum noch mit 2:4 verloren und dabei die erste Niederlage nach regulärer Spielzeit kassiert. Die Revanche gelang vor allem dank Kapitän Connor McDavid, der ein Fünf-Punke-Spiel aufs Eis legte (2-3-5; +4) und damit mit einem Start-Rekord von Wayne Gretzky gleichzog.
Gretzky, Lemieux, Yzerman: McDavid jagt NHL-Legenden
„Es ist verrückt. Er ist nicht zu bremsen“, staunte Edmontons Power Forward Zach Hyman über die Leistung von McDavid. „Es scheint, als hätte er in dieser Saison nochmal einen Gang hochgeschaltet. Er schließt brutal stark ab. Das ist ein gutes Zeichen für unser Team.“
In den ersten acht Spielen der Saison 2026/27 kommt McDavid auf 23 Scorerpunkte (6-17-23). Er stellte damit einen Start-Rekord von Wayne Gretzky ein (acht Spiele, 10-13-23, Saison 1984/85 mit Edmonton). Individuell startete nur ein Spieler in der NHL-Geschichte besser in eine Saison - und das gleich dreimal: Mario Lemieux (15-16-31 in 1988/89; 11-16-27 in 1992/93; 10-17-27 in 1995/96) mit den Pittsburgh Penguins.
„Hat er nicht auch eine Plus-Minus-Bilanz von +19?“, stellte Oilers-Trainer Mike Babcock eine rhetorische Frage. „Viele Spieler sammeln Punkte nur im Powerplay und haben dann vielleicht eine +3 oder gar ein Minus. Er setzt alles um, was ich von ihm erwarte. Während er das umsetzt, scheint er es auch zu genießen. Er ist stolz darauf, die Dinge richtig zu machen. Es ist unmöglich, zu coachen, wenn dein bester Spieler nicht vorangeht, er reißt alle mit und hat dabei viele Unterstützer.“
Wie beachtlich McDavids Saisonstart ist, zeigt, dass seit 1995, also seit 21 Jahren, kein Spieler mehr als 20 Scorerpunkte aus den ersten acht Partien sammeln konnte. Mit dem jüngsten Auftritt in Utah markierte der 29-jährige Kanadier außerdem seit 16. Fünf-Punkte-Spiel seiner NHL-Karriere und überholte damit Mike Bossy, Dale Hawerchuk und Bryan Trottier (alle 15) und zog mit weiteren Legenden wie Marcel Dionne, Jari Kurri und Steve Yzerman (alle 16) gleich.
„Er ist offensichtlich ein besonderer Spieler“, sagt Babcock über seinen Center mit der Nummer 97. „Wir haben das Glück, viele besondere Spieler zu haben.“
Die Revanche gelingt - Draisaitl mit Tor und Assist
Bereits nach 40 Sekunden schickte Leon Draisaitl McDavid mit einem Pass auf die Reise. Letzterer startete ein unwiderstehliches Solo und traf per Rückhandschuss zum 1:0 (1.).
Danach baute Hyman die Führung auf 2:0 aus (14.). Der Rückkehrer, der die letzten sechs Spiele aufgrund einer unbekannten Verletzung verpasst hatte, parkte im Powerplay vor dem gegnerischen Tor ein und staubte ab.



















