Boston Bruins v San Jose Sharks

NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Favoriten und Überraschungen zum Saisonstart.

In den ersten Wochen starteten einige der Favoriten für die Auszeichnung als bester Rookie wie erwartet stark in die Saison. Es gab aber auch Überraschungen unter den Neulingen in der NHL, sowohl positiv als auch negativ.

McKenna, Hagens und Frondell punkten

Gavin McKenna, der erste Pick im NHL Draft 2026, James Hagens (Pick Nr. 7, 2025, Boston Bruins) und Anton Frondell (Pick Nr. 3, 2025, Chicago Blackhawks) zählten vor der Saison zu den Favoriten für die Calder Trophy. Bisher sieht es so aus, als würden sie diesen Erwartungen gerecht werden.

NSH@TOR: McKenna schreibt Geschichte und erzielt sein erstes NHL-Tor

Frondell (ein Tor, fünf Assists) und Hagens (zwei Tore, vier Assists) führen alle Rookies mit sechs Punkten an. McKenna folgt auf dem dritten Platz mit fünf Zählern (zwei Tore, drei Assists) aus acht Partien für die Toronto Maple Leafs. Hagens erweist sich bei den Bruins nicht nur als fähiger Scorer, sondern auch als verantwortungsbewusster Arbeiter in der Defensive. Er führt alle Rookie-Stürmer mit zehn geblockten Schüssen an.

Ebenfalls gut in Fahrt sind Ivar Stenberg, Ilya Protas und Cole Hutson. Alle drei stehen nach sieben Spielen bei vier Punkten. Besonders beeindruckend ist diese Leistung von Hutson. Er ist der jüngere Bruder von Lane Hutson, dem Star-Verteidiger der Montreal Canadiens. Cole spielt ebenfalls als Verteidiger für die Washington Capitals und verbuchte bisher ein Tor und drei Assists. Protas ist sein Teamkollege und kommt auf vier Vorlagen. Stenberg gelangen bei den Sharks ein Tor und drei Assists.

Überraschungen an der Spitze

In der Scorerliste liegen zwei Spieler gleichauf mit McKenna, die man dort nicht unbedingt erwartet hätte. Trevor Connelly und Michael Brandsegg-Nygard werden durchaus als fähige Spieler mit Potenzial eingeschätzt, auf Platz drei der Rookie-Scorerliste hatte sie aber wohl kaum jemand gesehen.

Connelly traf für die Vegas Golden Knights bereits im ersten Spiel und erzielte in neun Begegnungen drei Tore und zwei Assists. Brandsegg-Nygard brauchte für die gleiche Punktzahl bei den Detroit Red Wings mit zwei Toren und drei Assists nur sieben Partien. Der Norweger fungiert in Detroit aber nicht nur als Punktelieferant, er führt auch alle Rookies und sein Team mit 27 Checks an. In der vorherigen Saison bestritt Brandsegg-Nygard schon 14 Spiele für die Red Wings, verbrachte aber den Großteil seiner Zeit in der AHL, da ihm in der NHL nur ein Assist gelang.

Unterschätzte Leistungen

Es gibt auch einige Spieler, die einen guten Start in ihre NHL-Karriere hinlegen, aber weniger im Rampenlicht stehen. Das gilt besonders für Noah Warren und Aydar Suniev. Sie stechen beim ersten Blick auf die Statistik nicht heraus, sind für ihre Teams aber äußerst wertvoll.

Warren ist für die Anaheim Ducks Gold wert. Seine drei Assists in sieben Spielen sind für einen Rookie-Verteidiger sicherlich nicht schlecht, er bringt seinem Team aber vor allem durch harte Arbeit und vollen Einsatz in der Abwehr noch viel mehr. Nach Punkten belegt er den zweiten Platz unter den Verteidigern der Ducks. Mit 13 geblockten Schüssen und 13 Checks liegt er sowohl unter den Rookie-Verteidigern als auch unter Anaheims Abwehrspielern an der Spitze.

Suniev bekam erst im vierten Saisonspiel der Calgary Flames seinen ersten Einsatz. Seitdem ist er aber der beste Angreifer der Mannschaft. In seinen vier Spielen steuerte er für die Flames zwei Tore und einen Assist bei und ist mit drei Punkten seit seinem Debüt Calgarys bester Scorer. Wenn er nur annähernd so gut weitermacht, dürfte ihm ein Stammplatz im Kader sicher sein.

Luft nach oben

Es kann allerdings nicht jeder Rookie einen Traumstart erleben. Für manche hoch eingeschätzte Talente begann die Saison enttäuschend. Porter Martone und Konsta Helenius sollten eigentlich zu den besten Rookies der Liga gehören, doch in den ersten Wochen kommen sie einfach nicht in Fahrt.

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Besonders von Martone wurde viel erwartet. Er bestritt vergangene Saison schon neun Spiele für die Philadelphia Flyers, in denen er zehn Punkte (vier Tore, sechs Assists) verbuchte. In den Stanley Cup Playoffs ließ er weitere fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) in zehn Spielen folgen. Doch der Saisonstart verlief für die Flyers katastrophal. Sie sind eine von nur zwei Mannschaften, die noch keinen Sieg einfahren konnten. In neun Spielen kommen sie nur auf elf Tore. Entsprechend schlecht läuft es auch für Martone. Er kann nur ein Tor vorweisen.

Helenius hat zumindest mit seiner Mannschaft mehr Erfolg. Seine Buffalo Sabres stehen mit neun Punkten aus acht Spielen auf dem fünften Platz der Atlantic Division und dem zweiten Wildcard-Platz der Eastern Conference. Helenius hadert aber noch mit seiner persönlichen Ausbeute von ebenfalls einem Tor in sieben Spielen. Angesichts der vier Punkte (ein Tor, drei Assists), die er vergangene Saison in neun Spielen erreichte, genügt das nicht seinen Ansprüchen.

Es ist aber kaum zu erwarten, dass Helenius und Martone nicht zu ihrer Form finden. Wenn sie ihr Potenzial ausschöpfen, können sie großen Einfluss auf den Erfolg ihrer Teams haben und vielleicht doch noch ein Wort im Rennen um die Calder Trophy mitreden.

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