Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Rangers und den Anaheim Ducks

Der Madison Square Garden gilt als eine der legendärsten Sportstätten der Welt. Hier lieferten sich Muhammad Ali und Joe Frazier 1971 den „Kampf des Jahrhunderts“, hier feierten die New York Knicks ihren ersten NBA-Titel. Doch vor allem ist der Garden der Ort, an dem die New York Rangers zu alter Stärke zurückgefunden haben. Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten, in denen die Rangers die Playoffs verpassten und vor allem in der eigenen Arena viele Punkte liegenließen, erweist sich der Madison Square Garden nun als Heimfestung.

Das 5:2 am Montag gegen die Anaheim Ducks war der sechste Heimsieg in Folge. Die Rangers haben zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte die ersten sechs Heimspiele einer Saison gewonnen und sind nur noch zwei Heimsiege von dem Franchise-Rekord aus der Spielzeit 1990/91 entfernt. In der Spielzeit 1983/84 gewannen sie ebenfalls die ersten sechs Heimspiele.

„Wir hatten vergangene Saison zu Hause natürlich unsere Schwierigkeiten“, sagte Stürmer Alexis Lafrenière, der zwei Assists beisteuerte. „Deshalb tut uns dieser Start in die neue Saison gut. Ich denke, die elektrisierende Stimmung in der Halle hilft uns dabei. Die Atmosphäre hier ist einfach immer großartig. Wir werden versuchen, daran anzuknüpfen.“

ANA@NYR: Perreault, Lafrenière und Zibanejad  im Zusammenspiel

Doppelpack von Oliver Bjorkstrand

Sean Durzi sorgte bereits nach 78 Sekunden für das 1:0 der Rangers. Im zweiten Spielabschnitt drehten die Gastgeber richtig auf und bauten die Führung durch die Treffer von J.T. Miller (25., Powerplay), Gabe Perreault (31.) und Oliver Bjorkstrand (34.) aus, ehe Bjorkstrand (44.) im Schlussdrittel mit dem 5:0 nachlegte.

Mike Sullivan, der Trainer der Rangers, lobte den Doppel-Torschützen: „Ich freue mich sehr für ihn. Er ist ein großartiger Kerl, ein guter Spieler und arbeitet hart. Außerdem kann er unglaublich gut schießen. Seine beiden Tore sahen nahezu identisch aus – jeweils unter die Latte. Er besitzt einen hervorragenden Abschluss. Er kann definitiv Tore erzielen. Wenn man seinen Schuss sieht, versteht man auch, warum. Ich habe mich für ihn gefreut und fand, dass er heute sehr gut gespielt hat.“

ANA@NYR: Bjorkstrand erhöht auf 5:0

Ducks vom Flugchaos geplagt

Die Treffer der Ducks durch Nick Jensen (59.) und A.J. Greer (60.) ereigneten sich innerhalb der letzten 69 Sekunden des Spiels und fielen somit zu spät, um den Heimsieg der Rangers noch einmal in Gefahr zu bringen. Möglicherweise fehlte den Ducks aufgrund der erschwerten Anreise auch die Frische. Wegen Wartungsarbeiten am Flugzeug verzögerte sich am Sonntag die Anreise der Ducks nach New York. Insgesamt waren sie 15 Stunden unterwegs, hinzu kam eine Zeitverschiebung von drei Stunden. Ihr Hotel erreichten sie in der Nacht von Sonntag auf Montag um 2.30 Uhr morgens.

„Ich kenne die andere Seite: Wenn du hier an der Ostküste diese Serie von Spielen absolvierst, ist das hart“, sagte Rangers-Verteidiger Sean Durzi, der zuvor in Los Angeles, Arizona und Utah gespielt hatte. „Mit dieser Erfahrung weiß ich jetzt auf der anderen Seite, wie wichtig ein guter Start ist. Ich finde, wir sind in dieser Saison meistens gut in die Spiele gekommen, besonders zu Hause. Danach geht es darum, weiter Druck zu machen.“

Dylan Garand muss Igor Shesterkin ersetzen

Insgesamt haben die Rangers mit einer Bilanz von 7-3-1 einen starken Saisonstart hingelegt. Selbst der Ausfall von Star-Torwart Igor Shesterkin, der aufgrund einer Unterkörperverletzung in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird, scheint kompensierbar zu sein. Dylan Garand erwies sich mit 29 Saves als sicherer Rückhalt.

„Ich bin schon öfter gefragt worden, was wir von Dylan erwarten. Nach dem, was er hier bisher gezeigt hat, erwarte ich, dass er Spiele gewinnt, die Schüsse hält und in den entscheidenden Momenten zur Stelle ist“, sagte Sullivan. „Er gibt uns Spiel für Spiel die Chance zu gewinnen, und genau das erwarten wir von ihm.“

Mit Garand (im Draft 2020 an 103. Stelle ausgewählt) setzt sich die bemerkenswerte Torhütertradition der Rangers fort. Die Franchise draftete in der Vergangenheit unter anderem Henrik Lundqvist, Mike Richter, John Vanbiesbrouck und Igor Shesterkin. Die Karrierebilanz von Garand steht nun bei 6-2-2. New York ist eines von nur fünf Teams in der NHL-Geschichte, bei denen Torhüter, die vom Verein im NHL-Draft ausgewählt wurden, insgesamt 1.000 oder mehr Siege erzielt haben (aktuell 1.287).

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Rangers wollen auch auswärts erfolgreich sein

Sullivan hofft nun, dass die Rangers nicht nur zu Hause erfolgreich sind. Auswärts haben sie nur eine Bilanz von 1-3-1. „Wenn wir über unsere Identität sprechen, geht es um eine Spielweise, die wir unabhängig vom Austragungsort zeigen können“, stellte er klar. „Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen und unsere Stärken ausspielen. Das ist uns heute ziemlich gut gelungen. Auch in unseren bisherigen Heimspielen haben wir vieles richtig gemacht. Uns liegt aber noch sehr viel Eishockey bevor. Wir wollen uns ständig weiterentwickeln und verbessern.“

Die Rangers blicken den Auswärtsspielen am Donnerstag bei den Toronto Maple Leafs und am Samstag bei den Ottawa Senators entgegen, ehe wieder vier Heimspiele in Serie anstehen. Möglicherweise wird dann der bisherige Franchise-Rekord fallen.

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