Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Calgary Flames und den Carolina Hurricanes

Der Siegeszug der Carolina Hurricanes ist gestoppt. Nach sieben Erfolgen hintereinander zog der amtierende Stanley Cup Champion am Sonntag bei den Calgary Flames mit 2:3 den Kürzeren. Damit ging die Mannschaft erstmals seit dem 2. Oktober wieder leer aus. Das entscheidende Gegentor im Scotiabank Saddledome kassierte die Vertretung aus Raleigh knapp viereinhalb Minuten vor Schluss.

Hurricanes-Trainer Rod Brind‘Amour zeigte sich enttäuscht über die Vorstellung seiner Mannschaft in Calgary. „Es war schlampig. Wir haben uns definitiv genug Chancen erarbeitet, um gewinnen zu können. Aber wir haben in der Defensive die nötige Konsequenz vermissen lassen. Dann läuft man eben Gefahr, dass genau das passiert, was heute geschehen ist: Plötzlich zappelt der Puck im eigenen Netz. Solche Möglichkeiten wollen wir nicht zulassen. So spielen wir normalerweise nicht“, erklärte er. „Man muss unserem Gegner aber auch Anerkennung zollen: Die Flames sind bei ihrem Matchplan geblieben und haben sich auf diese Weise den Sieg geholt.“

CAR@CGY: Gridin markiert den Ausgleich

Dabei nahm die Partie für die Gäste zunächst einen verheißungsvollen Verlauf. Nach einem torlosen ersten Drittel sorgte Jesperi Kotkaniemi im zweiten Durchgang für die 1:0-Führung (27.). Der Angreifer beförderte den Puck über den rechten Schoner von Calgarys Schlussmann Devin Cooley in die Maschen. Es war das sechste Mal in dieser Saison, dass die Hurricanes den ersten Treffer in einem Spiel markierten. Öfter als sie schafften das bislang nur die New York Rangers. Sie haben sieben Eröffnungstore vorzuweisen.

„Er hat ihn einfach reingestochert“, beschrieb Brind’Amour die fragliche Szene, wobei er Kotkaniemis Sturmpartner Nicolas Deslauriers und Eric Robinson für ihren Anteil an der Entstehung des Treffers lobte. „Die beiden haben dafür gesorgt, dass die Scheibe immer wieder frei wurde. Diese Reihe war generell ziemlich effektiv. Alle drei haben in der richtigen Zone des Eises gespielt. Genau das brauchen wir in Zukunft noch etwas häufiger.“

Die Endphase des mittleren Abschnitts verlief dann turbulent. Anderthalb Minuten vor Ablauf der Uhr erzielte Matvei Gridin den 1:1-Ausgleich für die Gastgeber. 21 Sekunden vor Ultimo legte Morgan Frost im Powerplay nach und brachte die Flames mit 2:1 nach vorne. Doch die Hurricanes schlugen postwendend zurück. Vier Sekunden vor der zweiten Pause zeichnete Jalen Chatfield mit seinem ersten Saisontor für das 2:2 verantwortlich.

Zum Matchwinner bei den Hausherren avancierte schließlich Yegor Sharangovich. Mit einer Direktabnahme nach einem Zuckerpass von Frost überwand er Carolinas Torhüter Brandon Bussi zum 3:2 (56.). Diesmal fanden die Hurricanes keine Antwort.

CAR@CGY: Sharangovich und Frost zur Führung im 3.

„Es geht bei der Spielanalyse heute vor allem darum, was wir nicht getan haben. Wir sind von dem abgewichen, was uns erfolgreich macht“, gab Hurricanes-Stürmer Jordan Martinook enttäuscht zu Protokoll. „Unser Forechecking agierte nicht als geschlossene Einheit von fünf Spielern. Dadurch kam der Gegner leicht aus der eigenen Zone heraus. Wir sind eine Mannschaft, die über das Forechecking kommt. Wenn bei uns in dieser Hinsicht die Abstimmung fehlt, sieht das andere Team leider ziemlich gut aus.“

Coach Brind’Amour verwies auf Personalengpässe, wollte dies aber nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen. „Einige Spieler müssen auf Positionen ran, auf denen sie normalerweise nicht spielen. Zudem haben drei, vier Akteure verloren, die normalerweise im Unterzahlspiel zum Einsatz kommen. Das Penalty Killing sah heute Abend katastrophal aus. Wir müssen eine Lösung finden. In dieser Liga hat niemand Mitleid mit dir“, erläuterte er. Wir haben uns trotzdem eine Menge Offensivchancen erarbeitet und mehrfach den Pfosten getroffen. Das Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können. Aber mein Fazit wäre trotzdem dasselbe geblieben, denn wir haben dem Gegner viel zu viele Tormöglichkeiten zugestanden.“

Negativ ins Gewicht fiel außerdem der kurzfristige Ausfall von Mark Jankowski. Der Stürmer hatte eine Torserie von sechs Spielen am Laufen. Nach dem Sieg am Samstag bei den Winnipeg Jets (3:2) sah sich Brind’Amour jedoch gezwungen, ihn wegen einer Verletzung aus dem Aufgebot zu streichen. „Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Wir haben ihn nach Hause geschickt, damit er untersucht werden kann. Weitere Informationen liegen mir derzeit nicht vor“, sagte der Trainer.

Die Vancouver Canucks sind am Dienstag (10 p.m. ET; Mi. 4 Uhr MESZ) der nächste Gegner der Hurricanes auf ihrem aktuellen Roadtrip.

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