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Tavares und Matthews begeistern in Toronto

Fünf Tore, zwei Assists: Eine Maple-Leafs-Show mit zwei Hauptdarstellern

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Toronto Maple Leafs sorgen bislang für jede Menge Unterhaltung: Schon 26 Tore fielen in den drei Begegnungen mit Beteiligung der Kanadier. Mit 13 Treffern hat Toronto den derzeit zweitbesten Sturm sowie mit 13 Gegentoren die drittschlechteste Defensive. Auch in der Nacht von Sonntag auf Montag war die Torlampe im United Center voll auf Betriebstemperatur: Die Maple Leafs setzten sich mit 7:6 n.V. bei den Chicago Blackhawks durch. Dabei glänzten erneut die Stürmer John Tavares und Auston Matthews.

Zwei Stürmer mit jeder Menge Scoring Touch

Beim Schützenfest in der Windy City zeigten sich vor allem Tavares und Matthews in Torlaune. Tavares gelang ein Hattrick, Matthews schnürte einen Doppelpack und legte zudem zwei Treffer auf. Das Sturmduo beeindruckte also mit satten sieben Scorerpunkten (fünf Tore, zwei Assists).

"Für die Fans war es ein unterhaltsames Spiel. Auf beiden Seiten sind die Pucks reingegangen", analysierte Torontos Trainer Mike Babcock. Für die Spieler war es dagegen eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. "Solche Spiele willst du nicht jeden Abend haben", sagte Tavares nach einer wilden Eishockey-Nacht, in der die Maple Leafs erst einen 0:2-Rückstand drehten, dann allerdings vier Führungen verspielten. "Sie sind natürlich spannend und sie lassen deine Emotionen hoch und runter schnellen. Es ist großartig, das Eis dabei als Sieger zu verlassen."

Video: TOR@CHI: Matthews bringt Maple Leafs in Führung

Superstar Matthews liefert ab

Den Extra-Punkt löste Verteidiger Morgan Rielly nach nur 19 Sekunden in der Overtime. Der 24-Jährige punktete damit in jedem der bisherigen drei Spiele (zwei Tore, vier Assists) und steigerte seine Ausbeute stetig von einem auf drei Punkte pro Partie. Dass Rielly trotz dieser starken Werte dennoch von Tavares und Matthews übertroffen wird, zeugt von unglaublichen Scoring Touch bei diesem Sturm-Duo.

Tavares ist mit vier Saison-Treffern der drittbeste Torjäger in der NHL. Matthews mit acht Scorerpunkten (fünf Treffer, drei Assists) der Top-Scorer und Top-Torjäger. Der 21-jährige Center der mit Patrick Marleau und Tyler Ennis eine Reihe bildete, punktete in allen bisherigen drei Saisonspielen mehrfach und stellte eindrucksvoll unter Beweis, zu den besten Stürmern der NHL zu zählen.

 

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Neuzugang Tavares schlägt voll ein

Allerdings steht Super-Star Matthews nicht mehr alleine auf der Bühne: Mit Tavares hat Toronto nun einen zweiten Hauptdarsteller, der in seiner Rolle als Scharfschütze glänzt. Der Center ist erst der vierte Spieler der Maple Leafs, der einen Hattrick in seinen ersten drei Spielen für Toronto erzielen konnte. Zuvor gelang das nur Miroslav Frycer (1981/82), Jeff O'Neill (2005/06) und eben Matthews (2016/17). In einer Linie mit Zach Hyman und Mitch Marner scheint der Neuzugang keinerlei Anlaufschwierigkeiten zu haben.

"Ich will so konstant wie möglich spielen. Also bereite ich mich an jedem Abend mit und ohne den Puck entsprechend vor. Ich merke, dass viele Dinge besser werden, ich mich steigere und wohler fühle. Trotzdem weiß ich, dass es noch Luft nach oben gibt und ich noch besser werden kann", sagte Tavares.

Der 28-Jährige war im Sommer der wohl begehrteste Free Agent auf dem Markt. Der ehemalige Kapitän der New York Islanders hatte mehrere Optionen, war sich mit den San Jose Sharks fast schon einig. Am Ende entschied er sich aber für ein Engagement in der Heimat: Tavares wurde nur 24 Kilometer südwestlich von Toronto in Mississauga geboren. Die Maple Leafs scheinen mit dem Lokalmatadoren einen grandiosen Griff gemacht zu haben. Tavares nimmt Matthews nicht nur den Scoring-Druck von den Schultern, sondern teilt sich mit dem Jungstar auch das öffentliche Interesse.

Video: TOR@CHI: Tavares macht seinen ersten Hattrick

Talente zahlen das Vertrauen zurück

Mit dem Duo Tavares/Matthews sind die Maple Leafs längst in den Kandidatenkreis für den Gewinn des Stanley Cups aufgestiegen. Der letzte Triumph bzw. Einzug in das Finale liegt bereits über 50 Jahre zurück. Zwischen 2006 und 2016 schaffte es Toronto in zehn Jahren nur ein einziges Mal in die Playoffs (2013), leitete in dieser Zeit aber einen Umbruch ein und erntet nun die durch viele Draft-Picks gesäten Talente. Dazu zählen die Stürmer Matthews (21 Jahre alt, 2016 gedraftet), Marner (21, 2015), Connor Brown (24, 2012), Josh Leivo (25, 2011) und Nazem Kadri (28, 2009), die Verteidiger Rielly (24, 2012) und Travis Dermott (21, 2015) sowie Goalie Garret Sparks (25, 2011).

 

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Letzterer, der gegen die Blackhawks Starter Frederik Andersen vertreten hatte, erhielt ein Sonderlob von Marner: "Er hat den ganzen Abend solide gespielt und am Ende ganz wichtige Saves gezeigt. An vielen Gegentoren sind wir durch unser Verhalten in der Defensivzone selbst schuld. Wir sind froh, dass wir ihm mit dem Sieg in seiner Heimat helfen konnten." Der Torwart wurde 25 Kilometer westlich von Chicago in Elmhurst geboren und zeigte bei seinem "Heimspiel" 25 Saves bei sechs Gegentoren (80,6 Prozent Fangquote). Die Maple Leafs müssen sich im weiteren Saisonverlauf vor allem in der Defensive steigern, um den Traum vom Stanley Cup wahr werden zu lassen.

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