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Mit dem Beginn der Stanley Cup Playoffs 2020 am 11. August stellt NHL.com/de täglich zehn Fakten vom jeweiligen Spieltag oder dem Trainingsbetrieb der Teams, die nicht aktiv waren, vor:

Powerplays laufen heiß

Bei den Colorado Avalanche, Boston Bruins und Philadelphia Flyers war das Überzahl-Spiel eine Waffe: Die Avalanche (3/4) erzielten beim 7:1 gegen die Arizona Coyotes drei von sieben Toren in Überzahl. Bei den Bruins (2/4 beim 2:1 gegen die Corolina Hurrcianes) sowie den Philadelphia Flyers (3/7, beim 3:5 gegen die Montreal Canadiens) fielen jeweils alle eigenen Treffer im Powerplay.

MTL@PHI, Sp5: Gallagher schlägt den Puck ins Tor

Pastrnak ist zurück

Die Boston Bruins haben einen Schlüsselspieler zurück: Nach drei Spielen Zwangspause stand David Pastrnak wieder in der Aufstellung und zeigte kaum Anlaufschwierigkeiten. "Es hat sich nach jedem Wechsel besser angefühlt", sagte der Scharfschütze, der beim Comeback gleich zwei Powerplay-Tore auflegte. "Es ist schön, wieder zurück zu sein. Jedes Spiel, das ich von der Tribüne aus sehen musste, war hart. Ich bin wirklich glücklich, dass ich wieder zurück bin."

Zwei Schweizer und ein Österreicher scheiden aus

Mit dem Schweizer Dean Kukan (Columbus Blue Jackets), seinem Landsmann Nino Niederreiter (Carolina Hurricanes) sowie dem Österreicher Michael Grabner (Arizona Coyotes) sind gleich drei deutschsprachige Spieler aus den Playoffs 2020 ausgeschieden. Alle drei kamen beim letzten Auftritt noch einmal zum Einsatz, konnten das Aus aber nicht abwenden.

Avalanche kommen ins Rollen

Colorados NHL-Team nennt sich Avalanche - und dieser Name ist momentan Programm: Wie von einer Lawine wurden die Arizona Coyotes von den Avs in den Spielen 4 und 5 überrollt: 14:2 Tore sprechen eine klare Sprache. Die Tordifferenz von zwölf in den letzten beiden Spielen einer Playoff-Serie ist die zweitgrößte in der NHL-Geschichte (nach 15:1 der Montreal Canadiens gegen die Toronto Maple Leafs im Jahr 1944). Besonders heiß waren dabei die beiden Center Nathan MacKinnon (zwei Tore, vier Assists) und Nazem Kadri (vier Tore, ein Assist). Sie führten die erste Reihe (mit Gabriel Landeskog und Mikko Rantanen) zu insgesamt 14 Scorerpunkten (drei Tore, elf Assists) sowie die zweite Reihe (mit Andre Burakovsky und Joonas Donskoi) zu zehn Scorerpunkten (fünf Tore, fünf Assists).

ARI@COL, Sp5: Rantanen und MacKinnon zu zwei Toren

Grubauer in Playoff-Form

Voll Verlass ist auf Colorados Torwart Philipp Grubauer. Der 28-jährige Rosenheimer war in der Serie gegen Arizona eine Bank, kassierte nur vier Gegentore in vier Spielen, bei einem Gegentorschnitt von 1,73, einer Fangquote von 92,0 Prozent und einem Shutout. "Ich glaube, wir haben unseren Rhythmus gefunden und müssen sicher gehen, dass wir mit demselben Einsatz in die nächste Runde starten", sagte Grubauer nachdem er in Spiel 5 gegen die Coyotes 23 Saves und 95,8 Prozent Fangquote gezeigt hatte.

Harts Shutout-Serie reißt

Die Philadelphia Flyers hatten mit Carter Hart zuletzt einen Unterschiedsspieler: Der 22-jährige Torwart blieb in den Spielen 3 und 4 ohne Gegentor (1:0, 2:0), doch in Spiel 5 gegen die Montreal Canadiens riss seine Shutout-Serie: Hart musste gleich fünf Gegentreffer schlucken (28 Saves, 87,5 Prozent Fangquote).

Canadiens: Geschwindigkeit ist Trumpf

Als krasser Außenseiter waren die Montreal Canadiens in die Serie mit den hochfavorisierten Philadelphia Flyers gegangen, doch die Canadiens erweisen sich als schwer zu bezwingender Gegner. Grund dafür ist das hohe Tempo, das die junge Mannschaft geht und die Flyers ein ums andere Mal vor Probleme stellt. Damit ist Montreal übrigens nicht alleine: Mit Tampa Bay, Vancouver und Colorado fuhren drei weitere Teams Siege ein, die eine hohe Geschwindigkeit auszeichnet.

Canucks bangen um Edler

Die Vancouver Canucks bangen um Verteidiger-Routinier Alexander Edler. Der 34-jährige Schwede bekam Ende des zweiten Drittels in einem Zweikampf den Schlittschuh von Gegenspieler Jordan Kyrou aufs Ohr, musste in der Kabine behandelt werden und kehrte nicht wieder zurück.

Raffl in der ersten Reihe

In Philadelphias erster Sturmreihe fand sich mit Michael Raffl ein Österreicher. Der 31-jährige Villacher ergänzte das Top-Trio um Sean Couturier (zwei Assists) und Jakub Voracek (zwei Tore, ein Assist) als Arbeiterbiene. Anders als seine Reihenkollegen blieb Raffl aber ohne Scorerpunkt. Der Grund: Die Flyers erzielten bei der 3:5-Niederlage gegen Montreal alle Tore im Powerplay.

Niemals aufgeben!

Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lagen die Tampa Bay Lightning gegen die Columbus Blue Jackets mit 2:4 zurück. Keine rosige Ausgangslage, doch gerade im Eishockey kann es ganz schnell gehen. "Aufgabe" gibt es deshalb nicht im Wortschatz eines Hockey-Spielers. Warum stellten die Lightning eindrucksvoll unter Beweis: Kevin Shattenkirk (53.) und Anthony Cirelli (59.) retteten Tampa in die Verlängerung, wo Brayden Point den Sieg und das Weiterkommen sicherte. Auch die Canucks drehten im zweiten Drittel gegen die Blues einen 1:3-Rückstand innerhalb von gut sechs Minuten in einen 4:3-Vorsprung. Also: Niemals aufgeben!