Wer hätte das gedacht? Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte man es nicht für möglich gehalten, dass es die Winnipeg Jets noch in die Playoffs schaffen könnten. Doch die Mannschaft von Trainer Scott Arniel spielt in dieser entscheidenden Phase des Jahres sehr gutes Eishockey. Den jüngsten Beweis dafür lieferte die Truppe beim 6:2-Heimsieg am Montagabend (Ortszeit) gegen die Seattle Kraken ab. Dabei gab es bei den Gastgebern einen weiteren Meilenstein zu feiern.
Keine Frage: Es läuft gerade ziemlich gut bei den Jets. Die Mannschaft mit dem Schweizer Nino Niederreiter kämpft sich Punkt um Punkt an die Playoff-Ränge heran. Nur ein paar Zähler fehlen noch zu den Wildcard-Plätzen. Als die Schlusssirene im Canada Life Centre ertönte, hatten die Jets lediglich noch einen Zähler Rückstand auf die Nashville Predators auf dem zweiten Wildcard-Platz. Da lief die Partie zwischen den Predators und den Los Angeles Kings allerdings noch. Die Kings gewannen das Spiel am Ende mit 3:2 nach Penaltyschießen, wodurch sie jetzt die zweite Wildcard mit drei Punkten Vorsprung auf Winnipeg halten.
Jets nutzen Gelegenheit
Entscheidend beim zweiten Sieg in Folge für das Team aus der kanadischen Provinz Manitoba war das Powerplay. Das ist mit 18,4 Prozent auf die Saison gesehen zwar bestenfalls Durchschnitt im ligaweiten Vergleich. Gegen die Kraken ließen sich die Jets allerdings nicht lange bitten und nahmen die Gelegenheiten, die die Gäste ihnen boten, dankend an. „Vor allem das erste Powerplaytor war enorm wichtig“, meinte Arniel nach der Partie. Man habe immer wieder darüber gesprochen, mehr Schüsse zu nehmen bei Überzahl, mehr das gegnerische Tor zu attackieren. Das habe sein Team gut umgesetzt.
Das vom Jets-Trainer angesprochene erste Powerplaytor ging auf das Konto von Jonathan Toews (13.). Es war deshalb so wichtig, weil die Kraken ein paar Minuten vorher durch Jordan Eberle in Führung gegangen waren (10.). Im zweiten Drittel waren es zwei weitere Überzahltore, die die Partie in für die Jets günstige Bahnen lenkten. Zunächst gelang Gabriel Vilardi das 2:1 (30.), dann legte Kyle Connor wenig später nach (33.). Ein Lob des Trainers ging dabei nicht nur an die Überzahlformation, sondern auch an die Sturmformation um Niederreiter, die zwei dieser Strafen herausgeholt hatte.
Scheifeles Meilenstein
Zwei der drei Jets-Tore wurden von Mark Scheifele vorbereitet. Er hatte damit als erster Spieler in der Geschichte des Franchise die Marke von 900 Scorerpunkten geknackt. Da er im Schlussabschnitt auch noch das 5:2 durch Connor auflegte, steht er jetzt bei 901 Scorerpunkten (370-531-901). „Er bereitet sich immer gewissenhaft auf die Spiele vor. Die jungen Spieler nehmen sich ihn als Vorbild. Das müssen die Anführer leisten, ihr Wissen weitergeben. Die Jungs hatten selbst gute Mentoren auf ihrem Weg, jetzt sind sie in dieser Rolle“, lobte Arniel. Scheifele gebe immer alles für den Erfolg des Teams. „Damit kommt dann auch der individuelle Erfolg.“ Vor allem das Zusammenspiel mit Connor sei herausragend. Die Leistungsträger wie dieses Duo seien in dieser Phase enorm wichtig. „Wenn deine besten Spieler nicht deine besten Spieler sind, dann wird es schwierig.“





















