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Spieler, die ab 1.7. verpflichtet werden können

Seit Sonntag können interessierte Teams offiziell mit den unrestricted Free Agents verhandeln

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Mit dem NHL Draft am Wochenende in Dallas wurde traditionell inoffiziell die neue Saison 2018/19 eröffnet und nur eine Woche später erfolgt das offizielle Einläuten mit dem Beginn der Free Agent Periode, also der Phase, wenn am 1. Juli das neue Vertragsjahr beginnt.

In den nächsten Tagen kann noch viel passieren, denn die bisherigen Mannschaften sind natürlich weiterhin berechtigt und bestrebt wichtige Leistungsträger zu verlängern, um zu verhindern, dass sich die Konkurrenz diese schnappt.

 

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Seit Sonntag, also sieben Tage vor dem Vertragsende, haben allerdings die unrestricted Free Agents (in der Regel Spieler ab 27 Jahre) die Möglichkeit, bereits mit Interessenten zu verhandeln. Die Vertragsunterschrift darf jedoch trotzdem erst am 1. Juli erfolgen. So die Regelungen des Collective Bargaining Agreement (CBA) zwischen NHL und Spielergewerkschaft NHLPA.

Wir wollen hier einen Blick auf die besten Spieler dieser Kategorie in diesem Sommer werfen:

John Tavares, Center (bisher New York Islanders):

Der Kapitän könnte das Schiff verlassen, obwohl mit Lou Lamoriello ein neuer ambitionierter General Manager und mit Stanley Cup Sieger Barry Trotz ein neuer Trainer an Bord sein werden. Die Islanders wollen die erfolglosen Zeiten hinter sich lassen. Eigentlich ist das im Interesse des 27-jährigen Stürmers, der in der abgelaufenen Saison 83 Punkte (36 Tore, 47 Assists) sammelte und als Ziel hat, endlich um den Stanley Cup zu spielen. So ganz scheint Tavares nicht von der Neuausrichtung der Islanders überzeugt zu sein und hat verlauten lassen, dass er die Gespräche mit anderen Mannschaften aufnimmt. Diese Geschichte gehört auf jeden Fall zu den spannendsten der nächsten Tage.

David Perron, Stürmer (bisher Vegas Golden Knights):

Der 30-jährige Flügelstürmer der Golden Knights kann 66 Punkte (16 Tore, 50 Assists) in 70 Spielen der regulären Saison als Bewerbung vorweisen und stellte damit eine persönliche Bestleistung auf. Bisher lag sein Gehalt bei 3,75 Millionen US-Dollar und Vegas hat eigentlich den nötigen Cap Space, um den Kontrakt mit ihm zu verlängern.

Thomas Vanek, Stürmer (bisher Columbus Blue Jackets):

Der Österreicher gehört trotz seiner mittlerweile 34 Jahren nicht zum alten Eisen und verbuchte in 79 Spielen der regulären Saison für die Vancouver Canucks und die Blue Jackets 56 Punkte (24 Tore, 32 Assists). Mit zwei Millionen US-Dollar Jahressalär war Vanek mit diesen Zahlen ein Schnäppchen. Der in der Nähe von Wien geborene und mit seiner Familie mittlerweile in Minnesota beheimatete Flügelstürmer sollte Angebote bekommen, doch wo es ihn hin verschlagen wird, ist vollkommen offen.

James van Riemsdyk, LW (bisher Toronto Maple Leafs):

36 Tore schoss der 29-jährige Stürmer in 80 Spielen der regulären Saison bei nur 14:52 Minuten durchschnittlicher Eiszeit für die Maple Leafs. Van Riemsdyk hatte angedeutet, dass er gerne in Toronto, wo er seit sechs Jahren aktiv ist, bleiben würde. Bis jetzt konnten sich die Parteien aber nicht einigen.

 

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Paul Stastny, Center (bisher Winnipeg Jets):

Der 32-jährige Center kam in der abgelaufenen Saison auf 53 Punkte (16 Tore, 37 Assists), doch sein bisheriges Gehalt von 7,5 Millionen US-Dollar waren auch kein Schnäppchen. Stastny wird sich wohl mit weniger begnügen müssen, aber ein Abnehmer wird sich finden lassen.

James Neal, Stürmer (bisher Vegas Golden Knights):

Die Golden Knights sind bestrebt Neal zu halten, der in 70 Spielen 25 Tore erzielte und 19 weitere vorbereitete. Sein bisheriger Verdienst lag bei fünf Millionen US-Dollar. Ob der 30-jährige Flügelstürmer in der Spielerstadt bleiben wird oder ein neues Ziel wählt, bleibt abzuwarten.

Joe Thornton, Center (bisher San Jose Sharks):

Er ist das Gesicht der Franchise südlich von San Francisco, doch es ist fraglich, ob der mittlerweile 38-jährige Thornton seine Karriere bei den Sharks beenden werden wird. Eine Knieverletzung setzte den Hünen lange Zeit außer Gefecht, aber in 47 Spielen erreichte er immerhin noch 36 Punkte (13 Tore, 23 Assists). Allerdings wird er so oder so von seinem Gehalt von acht Millionen US-Dollar Abstriche machen müssen.

Video: SJS@ARI: Thornton trifft im PP aus kurzer Distanz

Mike Green, Verteidiger (bisher Detroit Red Wings):

Der 32-jährige Green spulte durchschnittlich über 22 Minuten Eiszeit herunter und erzielte in 66 Spielen der regulären Saison 33 Punkte (acht Tore, 25 Assists). Er gehört im Defensivbereich definitiv zu den Hochkarätern, die zu haben sind.

Michael Grabner, Stürmer (bisher New Jersey Devils):

Mit seinen 25 Toren in 59 Spielen war der 30-jährige Österreicher ein Leistungsträger bei den schwächelnden New York Rangers, ehe sie ihn über den Hudson zu den Devils abgaben, wo er allerdings nur zwei Tore in weiteren 21 Spielen markieren konnte. Es zeigte wieder, das Spielsystem muss dem Kärntner liegen, dann ist er ein absoluter Torjäger. Die Frage wird sein, wer Grabner entsprechend einsetzen kann.

Dennis Seidenberg, Verteidiger (bisher New York Islanders):

Aus nationaler Sicht ist von Interesse, ob Seidenberg seinen insgesamt 859 NHL-Spielen, inklusive 28 in der abgelaufenen Saison, weitere hinzufügen kann oder seine Karriere in Deutschland fortsetzen muss. Zuletzt war er nur Ergänzungsspieler bei den Islanders und es dürfte fraglich sein, ob sie seine Dienste noch benötigen. Nicht verwunderlich, dass Seidenberg, der sich körperlich fit fühlt und weiterhin spielen möchte, für den Fall der Fälle auch bei DEL-Klubs auf der Vormerkliste steht.

Luca Sbisa, Verteidiger (bisher Vegas Golden Knights):

Der 28-jährige Defensivmann fühlt sich in Vegas wohl, doch ob er weiter dort Eishockey spielen darf, ist unklar. Seine Saison verlief erneut nicht verletzungsfrei und die Anfälligkeit ist sein größtes Manko. Im Stanley Cup Finale zeigte der auf Sardinien geborene Sbisa, welche Qualitäten in ihm stecken und trat als verlässlicher und kompromissloser Verteidiger auf. Mit fast vier Millionen US-Dollar Verdienst hatte er aber auch ein gutes Einkommen. 

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