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Capitals suchen nach ihrer spielerischen Dominanz

Ein negatives Torschussverhältnis und Probleme in der Abwehr bescheren den Capitals eine Niederlage in Spiel 1 des Finales

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Spiel 1 des Stanley Cup Finales zwischen den Washington Capitals und den Vegas Golden Knights ist gelaufen und es war eine wahrhaft würdige Eröffnung für diese letzte Serie der Stanley Cup Playoffs 2018. Ganze zehn Tore fielen und am Ende entschieden die Golden Knights das Duell in der eigenen Halle mit 6:4 für sich. Damit bleiben die Golden Knights gegen die Capitals weiterhin ungeschlagen, nachdem sie die beiden Begegnungen der regulären Saison mit 3:0 und 4:3 für sich entscheiden konnten.

Die Capitals konnten zwar im ersten Drittel einen Erfolg feiern, als sie durch Nicklas Backstroms Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 das erste Team wurden, dass in den Playoffs in Las Vegas im Eröffnungsdurchgang eine Führung gegen die Golden Knights vorweisen konnte, doch insgesamt fanden sie nicht zu ihrem Spiel. Die Capitals konnten im Spielverlauf nicht die Dominanz aufbauen, die sie in vorherigen Serien und besonders im Conference Finale gegen die Tampa Bay Lightning auszeichnete. Am Ende lautete das Torschussverhältnis 34:28 zugunsten der Golden Knights. Kapitän Alex Ovechkin kam kaum zu Chancen und hatte nur zwei Torschüsse, neun der 28 Versuche der Capitals kamen von Verteidigern.

"Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt", gab Ovechkin zu. "Wir waren einige Male in der neutralen Zone nicht entschlossen genug, aber wir werden die Videos studieren, uns die Highlights anschauen und unsere Fehler ausbessern. Hätten wir heute gewonnen, würden wir über andere Dinge reden, aber wir haben verloren, jetzt müssen wir eine Antwort finden und besser spielen. Man darf nicht nur ein Spiel in dieser Serie sehen. Das wird eine lange, harte Serie."

Video: WSH@VGK, Sp1: Wilson erzielt Führung

Die Offensive war aber nicht das einzige Sorgenkind der Capitals, auch in der Abwehr lief das Spiel nicht nach den Vorstellungen und Wünschen der Hauptstädter. Den Golden Knights gelang es immer wieder die Abwehr und Torwart Braden Holtby unter Druck zu setzen, unabhängig davon, welche Reihe Vegas auf dem Eis hatte. Besonders mit der physisch harten Spielweise der vierten Reihe mit Ryan Reaves, Pierre-Edouard Bellemare und Tomas Nosek, hatten die Capitals Probleme. So verspielten die Capitals am Ende zwei Mal die Führung und wurden im Schlussabschnitt von der vierten Reihe der Golden Knights mit drei Toren abgeschossen, wobei Nosek das leere Tor zum Endstand nutzte.

"Wir können keine fünf Tore kassieren und trotzdem erwarten zu gewinnen", sagte Holtby nach dem Spiel. "Es gibt einige Bereiche, in denen ich und unser ganzes Team besser werden können, wir müssen besser zusammenarbeiten, dann können wir auch ihre Chancen minimieren und dann kann unsere Offensive wieder das Spiel übernehmen."

Auch Verteidiger Matt Niskanen war sichtlich unzufrieden mit der Leistung in der Abwehr: "Wir müssen den Slot einfach besser verteidigen. Wenn wir den Schläger am Puck haben, müssen wir einfach entschlossener sein. Wir haben zu viel danach gestochert und auf den richtigen Ausgang gehofft."

 

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Vor dem 1:0, dem 4:4 und dem 5:4 der Golden Knights, waren die Capitals am Puck, brachten ihn aber nicht aus dem eigenen Drittel. Oft fiel auch auf, dass die Capitals die Abpraller nach Saves von Theodore einfach nicht unter Kontrolle bringen konnten.

"Es ist schwierig, weil sie viel Druck machen, da muss man den Puck oft blockieren", erklärte Niskanen. "Wenn man die Situation nicht spielerisch lösen kann, muss man die Scheibe aber einfach klären, damit wir wenigstens nachsetzen können und sie unter Druck setzen können, wenn die Gefahr gebannt ist."

Die Capitals treten am Mittwoch zur Revanche in der T-Mobile Arena in Las Vegas an, um die Serie auszugleichen. Gegen die Capitals spricht, dass die letzten sechs Teams, die Spiel 1 des Finales gewannen, am Ende auch den Stanley Cup in die Höhe stemmen durften.

Doch die Capitals haben in den diesjährigen Playoffs bereits mehrmals bewiesen, dass sie unter Druck aufblühen und man sie nicht abschreiben darf, solange eine Serie noch läuft.

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