Für den Großteil der Hurricanes-Spieler sind es die ersten Playoffs in der NHL. Nur elf Aktive verfügen bereits über Playoff-Erfahrung, über die meiste Rechtsaußen Justin Williams mit 140 Playoff-Partien. Williams stand bereits 2006, beim bisher einzigen Cup-Gewinn der Hurricanes, auf dem Eis. Mit den Los Angeles Kings holte er 2012 und 2014 weitere zweimal den Pokal. Carolinas beste Scorer sind mit Teuvo Teravainen und Sebastian Aho zwei junge finnische Stürmer. Als Punktegarant erwies sich auch Nino Niederreiter, der es in 36 Partien für die Hurricanes auf 14 Tore und 16 Assists brachte.
Sollten die Capitals vom ersten Spiel an voll konzentriert zu Werke gehen, dann dürfte es für die Hurricanes enorm schwer werden, etwas zu reißen. Alle vier regulären Saisonspiele gegen die Capitals hat Carolina verloren. Sollte den Hurricanes zumindest ein Auswärtserfolg in den ersten zwei Partien gelingen, könnte das bei ihnen zusätzliche Kräfte freisetzen. Und mit Williams haben sie ja 'Mr. Game 7' in ihren Reihen.
Boston Bruins (2. Atlantic, 107 Pkt.) - Toronto Maple Leafs (3. Atlantic, 100 Pkt.)
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Eishockeyherz was willst du mehr? Eine Original-Six-Serie in den Playoffs birgt immer für Zündstoff, vor allem, wenn noch eine Rechnung offen ist, wie im Falle der Toronto Maple Leafs. In den Playoffs des vergangenen Jahres lieferte sich die kanadische Traditionsfranchise in der ersten Runde eine packende Serie über sieben Spiele gegen die Boston Bruins und zog im entscheidenden Spiel 7 nach einem wilden Schlagabtausch mit 4:7 den Kürzeren. Gemeinsam bringen es die Kontrahenten auf 140 Playoff-Teilnahmen (Bosten 72, Toronto 68). In den vergangenen drei Jahren qualifizierten sich beide Teams jeweils für die Postseason.
Fünf Spieler der Bruins, Center Patrice Bergeron, Verteidiger Zdeno Chara, Center David Krejci, Linksaußen Brad Marchand und Tuukka Rask, waren bereits mit dabei, als Boston 2011 zum bisher letzten Mal den Stanley Cup gewinnen konnte. Bergeron, Krejci und Marchand punkten immer noch wie am Fließband und der 22-jährige tschechische Rechtsaußen David Pastrnak ist ihr bester Vollstrecker. Mit Rask und Jaroslav Halak verfügen die Bruins über zwei grundsolide Torhüter, die den schnellen Angreifern der Maple Leafs das Leben schwer machen werden.
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Die Maple Leafs sind im Vergleich zu den zwei letzten Jahren gereift, und sie haben im vergangenen Sommer mit John Tavares nicht nur einen der spielstärksten, sondern auch torgefährlichsten Center der Liga verpflichtet. Rechtsaußen Mitch Marner und Center Auston Matthews haben wie Tavares die 70-Punkte-Marke überschritten und Verteidiger Morgan Rielly belegt mit seinen 72 Scorerpunkten ligaweit den dritten Platz unter den Bluelinern. Frederik Andersen ist Torontos Nummer 1 im Tor.
Erneut könnte der Heimvorteil der Bruins ausschlaggebend für den Ausgang dieser Serie sein. Im heimischen TD Garden verloren die Bruins nur neun von 41 Partien in der regulären Spielzeit. Die Maple Leafs sollten sich auch von der Strafbank fernhalten, denn mit einer Erfolgsquote von 25,9 Prozent sind die Bruins das drittbeste Team bei nummerischer Überlegenheit.
New York Islanders (2. Metropolitan, 103 Pkt.) - Pittsburgh Penguins (3. Metropolitan, 100 Pkt.)
Nach einer zweijährigen Playoff-Pause zogen die New York Islanders als Divisions-Zweiter souverän in die Playoffs ein, wo sie auf die Pittsburgh Penguins treffen werden, die sich zum 13 Mal in Folge für die KO-Runde qualifiziert haben. In den Playoffs begegneten sich die Divisions-Rivalen zuletzt im Conference-Viertelfinale 2013. Die Penguins entschieden dieses mit 4:2-Siegen für sich. In der Playoff-Gesamtbilanz liegen die Islanders mit 13-12-0 und 3:1-Seriensiegen (1975, 1982, 1993) vorne.
Coach Barry Trotz hat aus einer Mannschaft, die 2017/18 noch die meisten Tore kassiert hatte, ein Team geformt, das über die beste Abwehr der Liga verfügt. Thomas Greiss und Robin Lehner teilten sich die Aufgaben im Tor und nahmen sich dabei gegenseitig nichts. Beide Schlussleute befinden sich in einer überragenden Verfassung und wurden hierfür mit dem Gewinn der William M. Jennings Trophy belohnt. Ein Trumpf der Islanders ist, dass sie nur schwer auszurechnen sind. Sie haben nicht den Superstar in ihren Reihen, sondern sind in der Breite recht gut aufgestellt. Center Mathew Barzal hat als punktbester Stürmer der Islanders gerade einmal 68 Scorerpunkte auf seinem Konto und Linksaußen Anders Lee als ihr erfolgreichster Torschütze traf 28 Mal ins Schwarze.