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Die Vorrunde der IIHF Juniorenweltmeisterschaft 2026 endete in der Silvesternacht, und acht der zehn Teams gehen in der Nacht von Freitag auf Samstag ins Viertelfinale. Die Schweiz bekommt es als Dritter der Gruppe A mit Tschechien zu tun. Davor treten im ersten Viertelfinale Schweden und Lettland gegeneinander an. Gastgeber USA trifft auf Finnland, und Kanada übernimmt die Favoritenrolle gegen die Slowakei. Hier sind die Kontrahenten im direkten Vergleich:

Schweden – Lettland (20 Uhr MEZ)

Schweden hatte als einziges Team der Vorrunde eine perfekte Punktausbeute und geht als klarer Favorit in die Partie gegen Lettland. Die Letten landeten in Gruppe B mit vier Punkten durch einen Sieg gegen Dänemark und eine Niederlage nach Verlängerung gegen Kanada auf Platz vier.

Die große Stärke der Schweden liegt darin, Tore zu verhindern. Mit nur acht Gegentoren in vier Spielen stellen sie gemeinsam mit der Schweiz die beste Abwehr des Turniers. Leo Sahlin Wallenius, Alfons Freij und Sascha Boumedienne sind für die Schweden hier eine gute Besetzung. Hinter der Abwehr hält Love Harenstam das Tor mit einer Fangquote von 91,95 Prozent als zweitbester Schlussmann des Turniers sauber.

Schweden ist aber auch im Angriff gut aufgestellt. 21 Tore bedeuten die zweitbeste Offensive der Vorrunde. Das schafften die Skandinavier durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ganze sieben Spieler kommen auf mindestens fünf Punkte. An der Spitze steht mit sechs Zählern (zwei Tore, vier Assists) Jack Berglund.

Lettland hatte hingegen unter allen Viertelfinalisten mit neun Toren den schwächsten Angriff und mit 17 Gegentoren die schlechteste Abwehr. Würde Torwart Nils Maurins mit 89,74 Prozent Fangquote nicht den vierten Platz in der Statistik belegen, wären es womöglich noch mehr Gegentore gewesen. Verteidiger Alberts Smits (ein Tor, drei Assists) ist mit Sicherheit das größte Talent in den lettischen Reihen. Wenn sie die schwedische Abwehr knacken wollen, wird der Weg wohl über ihn und die Stürmer Kristers Ansons (zwei Tore, drei Assists) und Bruno Osmanis (ein Tor, drei Assists) führen müssen.

Tschechien – Schweiz (22:30 Uhr MEZ)

Im Duell zwischen der Schweiz und Tschechien sind die Rollen nicht ganz so klar verteilt. Als zweitbestes Team der Gruppe B gehen die Tschechen trotzdem als Favorit in die Begegnung.

Die Eidgenossen bauen auf eine starke Abwehr und erstklassige Torhüter. Christian Kirsch hat mit 95 Prozent die beste Fangquote der Vorrunde, Elijah Neuenschwander steht mit 90,2 Prozent auf Rang drei. Die (gemeinsam mit Schweden) beste Abwehr der Vorrunde ließ nur acht Tore zu und leistete auch große Beiträge zur weniger starken Offensive. Die Schweiz erzielte nur zehn Tore (Platz sieben), fand mit sieben Toren in den letzten beiden Spielen aber immer besser ins Turnier. Unter den acht Schweizern mit mindestens zwei Punkten sind mit Leon Muggli, Daniil Ustinkov, Gian Meier, Ludvig Johnson und Basile Sansonnens fünf Verteidiger. Kimi Körbler (zwei Tore, ein Assist) und Lars Steiner (ein Tor, zwei Assists) sind in der Offensive die treibenden Kräfte.

Der tschechische Kader ist individuell stärker besetzt und mit 18 Toren deutlich torgefährlicher. Die Offensivverteidiger Adam Jiricek (drei Tore, ein Assist) und Tomas Galvas (zwei Tore, fünf Assists) sowie die Stürmer Vojtech Cihar (zwei Tore, fünf Assists) und Vaclav Nestrasil (zwei Tore, vier Assists) sind besonders beeindruckend.

USA – Finnland (0 Uhr MEZ)

Finnland hatte es in der Hand, den ersten Platz der Gruppe B zu holen, unterlag im letzten Spiel gegen Kanada aber mit 4:7 und landete auf dem dritten Platz. Damit steht nun das Duell gegen Gastgeber USA an - eine Neuauflage des letztjährigen Finales, in dem die USA Gold holten.

Unter allen Teams im Viertelfinale hatten die USA mit 15 Gegentoren die zweitschlechteste Abwehr. Die Finnen stellten hingegen trotz der sieben Gegentore gegen Kanada mit elf Treffern die drittbeste Defensive. Petteri Rimpinen stand bei allen vier Spielen im finnischen Tor und lieferte, abgesehen von der letzten Partie, tadellose Leistungen. Bei den US-Torhütern machte lediglich Nicholas Kempf einen wirklich starken Eindruck. Er stand aber nur gegen die Schweiz und im letzten Drittel gegen Schweden im Tor. Beide Teams haben einen Offensivverteidiger unter ihren besten Scorern. Auf finnischer Seite ist das Lasse Boelius (zwei Tore, drei Assists), bei den USA Chase Reid (zwei Tore, zwei Assists).

Die amerikanische Offensive lebt von dem Trio aus Will Zellers (fünf Tore, zwei Assists), Brodie Ziemer (ein Tor, fünf Assists) und James Hagens (zwei Tore, drei Assists). Gemeinsam erzielten sie acht der 17 Tore der Mannschaft. Die Finnen kamen insgesamt auf 19 Tore. Jasper Kuhta (ein Tor, fünf Assists), Roope Vesterinen (vier Tore, ein Assist), Heikki Ruohonen (ein Tor, vier Assists) und Matias Vanhanen (fünf Assists) sind die Schlüsselfiguren in ihrem Angriff.

Kanada – Slowakei (2:30 Uhr MEZ)

Den Abschluss bildet die Begegnung zwischen Kanada, dem besten Team aus Gruppe B, und der Slowakei, der Nummer vier aus Gruppe A. Die Kanadier gehen als Favorit in die Partie, doch das war auch in den vergangenen beiden Jahren so, als sie jeweils gegen Tschechien im Viertelfinale ausschieden.

Auf dem Papier ist die Sache klar, Kanada hat einen unglaublich stark besetzten Kader. Sie stellten mit 25 Toren die beste Offensive und mit elf Gegentoren gemeinsam mit den Finnen die drittbeste Abwehr. Die Slowakei kassierte nur zwei Tore mehr, schoss aber auch nur 13 Tore. Mit Michal Pradel haben die Underdogs aber zumindest im Tor die Nase vorn.

Für Kanada stehen einige Spieler mit NHL-Erfahrung auf dem Eis, darunter die Verteidiger Zayne Parekh und Harrison Brunicke. Bei den Slowaken sind hingegen nur zwei Spieler, Michal Svrcek und Jan Chovan, überhaupt von einem NHL-Team gedraftet worden.

In dieser Partie stehen die einzigen vier Spieler auf dem Eis, die in der Vorrunde acht Punkte erzielten. Tomas Chrenko verbuchte für die Slowakei fünf Tore und drei Assists und ist gemeinsam mit dem US-Amerikaner Zellers auch der beste Torjäger. Für Kanada kamen Parekh (vier Tore, vier Assists), Gavin McKenna (drei Tore, fünf Assists) und Michael Hage (zwei Tore, sechs Assists) bereits auf acht Zähler.

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