Schmid Markstrom Split 7-2

Bei den Florida Panthers endet eine Ära. Torwart Sergei Bobrovsky verließ das Team am 1. Juli, nachdem sein Vertrag ausgelaufen war und er unterschrieb ein neues Arbeitspapier bei den Toronto Maple Leafs. Bobrovsky hatte sieben Jahre lang das Tor der Panthers gehütet und war maßgeblich an den zwei Stanley Cups 2024 und 2025 beteiligt. Floridas General Manager Bill Zito hatte für diesen Fall aber bereits einen Plan parat und baute die Position im Tor innerhalb kürzester Zeit neu auf. Die Panthers setzen nun auf ein Duo, an dem auch ein Schweizer beteiligt ist.

Schmid schließt sich den Panthers an

Da die Trennung von Bobrovsky bereits absehbar war, kümmerte sich Zito schon in den Tagen davor um das neue Tandem. Am Dienstag holte er im Austausch für einen Pick der dritten Runde im NHL Draft 2028 den Schweizer Akira Schmid von den Vegas Golden Knights nach Florida. Wie Zito am Mittwoch wissen ließ, war Schmid wohl schon länger ein Wunschkandidat des Panthers-Managements.

„Er ist ein jüngerer Spieler“, sagte der GM über den Neuzugang. „Er ist ein Spieler, der hier ankommen, von unserem Torwarttrainer Robb Tallas und seinem Team lernen und sich weiter verbessern kann. Wir glauben, dass er noch mehr aus sich herausholen kann. Er ist jemand, den wir schon länger im Auge haben. Wir sind froh, dass wir ihn gekriegt haben und ihn in unserer Mannschaft haben werden.“

Schmid hat bei den Golden Knights eine recht erfolgreiche Saison hinter sich. In den Stanley Cup Playoffs kam er dann allerdings nicht mehr zum Einsatz. In der regulären Saison war der 26-jährige Berner aber der beste Torhüter der Mannschaft. Als die Golden Knights schwächelten, war er eine Zeit lang derjenige, der das Team im Rennen hielt. In 34 Spielen kam er auf eine Bilanz von 16-10-6 bei 2,59 Gegentoren pro Spiel, 89,3 Prozent Fangquote und zwei Shutouts.

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Schmids Vertrag endete am Tag nach seinem Transfer, doch darum macht Zito sich keine Sorgen. Laut dem GM ist bereits ein neues Arbeitspapier in Aussicht.

„Wir haben noch keinen Vertrag“, ließ Zito wissen, zeigte sich aber sicher. „Ich erwarte keine Probleme. Ich habe mit ihm gesprochen und er freut sich darauf, hier zu sein.“    

Panthers holen Markstrom als Nummer eins

Bereits einen Tag vor Schmids Zugang, organisierte Zito den Transfer von Jacob Markstrom. Der Schwede kam von den New Jersey Devils und kehrt tatsächlich an seine alte Wirkungsstätte zurück. Die Panthers hatten ihn 2008 mit dem ersten Pick der zweiten Runde gedraftet und er verbrachte dort die ersten vier Jahre seiner Karriere. Er machte seine ersten Schritte in der NHL unter Torwarttrainer Tallas, der immer noch bei den Panthers ist.

„Markstrom war schon mal hier und hat mit Robbie gearbeitet“, bestätigte Zito. „Er ist ein Veteran, der starke Leistungen gezeigt hat und ich glaube, er passt ins Team und kann hier einen guten Job machen. Die Torwartabteilung ist jetzt guter Dinge und freut sich darauf, an die Arbeit zu gehen.“

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Markstrom hat in New Jersey nicht seine beste Saison hinter sich, allerdings waren die Devils insgesamt nicht gut in Form, was immer auch den Statistiken des Torhüters schadet. In 44 Spielen lautete seine Bilanz 23-19-1 bei 3,07 Gegentoren pro Spiel, 88,3 Prozent Fangquote und einem Shutout.

„Wenn man Spieler bewertet, schaut man sich nicht nur die letzten fünf Minuten an, man schaut, was sie in ihrer Karriere geleistet haben und noch leisten können“, gab Zito zu bedenken. „Das ist wie mit unserer Mannschaft. Letztes Jahr waren wir nicht gut, aber die vier oder fünf Jahre davor...“

Ein Tandem, statt einem Bobrovsky

Bobrovsky war in Florida die unangefochtene Nummer eins. Mit 806 Spielen ist er der aktive Torhüter mit den meisten Einsätzen und hat 181 Spiele mehr hinter sich als die Nummer zwei, Connor Hellebuyck. Zwei Vezina Trophys und zwei Stanley Cups machen ihn nach dem Ende seiner Karriere zu einem Kandidaten für die Hockey Hall of Fame. Ein Mann, der nicht leicht zu ersetzen ist.

„Bobrovsky ist natürlich ein überragender Torwart“, schwärmte Markstrom. „Er hat in Florida und bei den Columbus Blue Jackets Großes geleistet und ist seit Jahrzehnten einer der besten Torhüter der Liga.“

Genau da kommt Schmid ins Spiel. Es gibt nicht viele Torhüter, die Bobrovsky alleine ersetzen können. Die Hoffnung ist jetzt, dass Markstrom und Schmid sich die Aufgabe zwischen den Pfosten teilen und so ein angemessener Ersatz sein können. Markstrom wird die Nummer eins sein, aber Schmid soll seine Chance kriegen, ihm diesen Posten streitig zu machen.

„Man tut sein Bestes, um so viel Tiefe wie möglich zu haben“, erklärte Zito. „Man will auch, dass das Spieler sind, die nicht nur einmal einspringen, sondern sich dann auch eine Rolle erarbeiten können.“

Nach einer Saison, in der die Panthers aufgrund der zahlreichen und teilweise langfristigen Verletzungen im Kader kaum eine Chance hatten, soll in der kommenden Spielzeit wieder der Aufstieg zur Größe der vorherigen Jahre kommen. Daran sollen die beiden neuen Torhüter ihren Anteil haben, um wieder in die Playoffs zurückzukehren und um den dritten Stanley Cup innerhalb von vier Jahren zu kämpfen.

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