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Neustart für Hischier nach Verletzung

Nach vier Spielen Pause feierte der Schweizer sein Comeback und ist um eine neue Erfahrung reicher

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Mit dem Schweizer Nico Hischier wurde beim NHL Draft 2017 von den New Jersey Devils zum ersten Mal in der Geschichte ein deutschsprachiger Spieler an der Nummer 1 ausgewählt. NHL.com/de wird auch in seiner zweiten NHL-Saison 2018/19 im vierzehntägigen Rhythmus in der Rubrik "Tracking Hischier" verschiedene Bereiche der beginnenden Karriere des jungen Centers besonders unter die Lupe nehmen.

Am 11. November musste Nico Hischier nach einem Check gegen ihn das Spiel gegen die Winnipeg Jets, das den New Jersey Devils am Ende mit 2:5 verloren ging, im zweiten Drittel beenden und fiel die folgenden vier Spiele für die Devils aus.

 

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Nur zu trainieren und die Spiele von der Tribüne aus zu verfolgen, ist keine leichte Situation für einen jungen Spieler, der seiner Mannschaft helfen will, damit sie gewinnt. Hischier zählt mit seinem Ehrgeiz und Ansporn zu den Spielern aus dieser Kategorie.

"Da oben zu sitzen und das Team zu sehen, wie es nicht gut läuft macht keinen Spaß. Dann willst du runter auf das Eis und der Mannschaft zu einem Sieg verhelfen", sagte Hischier am Dienstag im Anschluss an die jüngste 1:2-Niederlage bei den Carolina Hurricanes. "Doch ich war die letzten vier Spiele nicht zu 100 Prozent bereit, aber ich kann sagen, dass ich mich die letzten zwei Tage wesentlich besser fühle."

Für Hischer war die Zeit des Zuschauens eine ganz neue Erfahrung, denn in seiner Rookie-Saison 2017/18 absolvierte er alle 82 Spiele seiner Farben und er verhalf ihnen mit 52 Punkten (20 Tore, 32 Assists) zur Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs. Der ersten in den vergangenen sechs Jahren.

Video: NSH@NJD: Hischier erzielt sein zweites Tor

Als Center der ersten Reihe zwischen Linksaußen Taylor Hall und Rechtsaußen Kyle Palmeri vertrat Hischier Travis Zajac. Die Reihe harmonierte weiterhin gut und war beim 4:2-Sieg über die Pittsburgh Penguins am 13. November vor allem dank Hall an allen vier Toren beteiligt. Zusammen verbuchte sie sieben Punkte.

New Jersey feierte ohne ihren Nummer-1-Draft von 2017 in den vier Spielen zwei Siege und fünf Punkte. Das Team von Trainer John Hynes hat jedoch in der Tabelle weiterhin Aufholbedarf. Sie befanden sich vor dem Spieltag am Mittwoch mit 18 Zählern (8-9-2) punktgleich mit dem Tabellenletzten aus Pittsburgh auf dem vorletzten Platz in der Eastern Conference.

 "Ich muss zu 100 Prozent fit sein, sonst macht es keinen Sinn zu spielen", sagte Hischier in seinem ersten Interview nach der Verletzung, am Freitag vor dem Auswärtsspiel bei den Hurricanes und zeigte die notwendige Geduld, die es aufzubringen notwendig ist. "Ich muss fit sein, wenn ich spiele. Ich werde mitbekommen, wie ich mich heute Abend und morgen fühle. Ich werde mit den Trainern sprechen und dann eine Entscheidung treffen."

In Carolina kam Hischier noch nicht zum Einsatz, obwohl er die Reise nach Raleigh mit angetreten war, doch am Mittwoch gegen die Montreal Canadiens im Prudential Center war es soweit. Im Training am Dienstag machte er einen guten Eindruck und Hynes bestätigte, dass er damit rechne, seine Nummer 13 einzusetzen. Dies deutete sich schon in den Übungen an, als er in seiner Formation mit Hall und Palmeri auflief und auch im Powerplay auf dem Eis stand.

"Ich denke du musst dir die Zeit nehmen, die du brauchst, um ok zu werden. Wenn du dein Spiel nicht spielen kannst und gehemmt bist, dann hilfst du nicht der Mannschaft, also setzt du lieber aus und jemand anderes, der voll bei der Sache ist, vertritt dich", erklärte der zunehmend routiniert wirkende 19-jährige Jungstar.

Doch seine Teamkollegen und allen voran Reihenkollege Hall ersehnten sich die Rückkehr von Hischier: "Nico ist der Center unserer ersten Reihe und ein großer Teil unserer Zukunft, ein großer Teil unserer Mannschaft. Hoffentlich ist er fit und bereit wieder einzugreifen und vielleicht ein bisschen ausgeruhter, nachdem er ein paar Spiele verpasst hat. Es wird gut sein, ihn dabei zu haben, nicht nur für unser Team, sondern auch für unsere Reihe."

Die Devise für die kommenden Spiele, wenn er wieder mitwirken darf, hat Hischier ebenfalls schon parat: "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir müssen weiterkämpfen und ein harter Gegner sein, der schwer zu besiegen ist, dann werden wir auch punkten."

Hischier will seinen Beitrag dazu leisten und baute seine Ausbeute von zwölf Punkten (drei Tore, neun Assists) in 15 Spielen bereits im Heimspiel gegen Montreal beim 5:2-Sieg mit einem weiteren Tor und Assist aus. Die erste Zwangspause seiner NHL-Karriere hat er damit vorbildlich gemeistert und einen weiteren Schritt zu einem etablierten Spieler vollzogen.

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