Es sieht momentan so aus, als könne zwar Nico Hischier in seiner zweiten Saison seine Marke aus dem Vorjahr (20 Tore, 32 Assists zu 52 Punkten) toppen, nachdem für ihn 32 Scorerpunkte (13 Tore, 19 Assists) aus 45 Spielen zu Buche stehen, doch die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs ist in weite Ferne gerückt.
Einer, dem diese Entwicklung nicht gefallen wird und womöglich sogar um seinen Job bangen muss, ist Trainer John Hynes, denn die Zielvorgabe des Managements war eindeutig die Weiterentwicklung der Mannschaft, die in der Vorsaison wenigstens in die erste Playoff-Runde eingezogen war. Auch Hischier hatte seinen Teil dazu beigetragen.
Doch das, was mit vier Siegen zum Saisonauftakt 2018/19 verheißungsvoll startete, endete schnell in einer schlechten Phase, die mehrere Wochen anhielt.
Gerade für einen jungen Spieler wie Hischier, bei dem die Entwicklung noch stark im Vordergrund steht, sind der Trainer und erfahrenen Mitspieler wichtige Faktoren für den Lernprozess. Hynes hat sich von Beginn an hinter den Nummer-1- Pick vom NHL Draft 2017 gestellt und diesen gefördert sowie auf die fehlende Erfahrung des Rookies Rücksicht genommen.
Ähnliches: [Hischier muss seine Bully-Statistik verbessern]
Als ihn die Aargauer Zeitung vor Saisonbeginn fragte, ob er sich für André Tourigny seinem Junioren-Trainer in Halifax oder für Hynes entscheiden würde, antwortete Hischier: "Gute Frage. Da kann ich mich jetzt wirklich nicht entscheiden. Beide waren und sind für mich extrem wichtig. André Tourigny ist ein sehr guter Trainer, der mir bei der Gewöhnung ans nordamerikanische Eishockey sehr geholfen hat. Auf der anderen Seite ist es alles andere als selbstverständlich, dass mir John Hynes in meinem ersten NHL-Jahr so viel Vertrauen geschenkt hat."
Vertrauen ist genau das richtige Stichwort, denn dieses benötigt ein Neuling in der NHL, um es mit Leistung zurückzuzahlen. Es ist ohnehin schwer, sich mit den Gegebenheiten in der NHL, der langen Saison oder den vielen Reisen und natürlich den wesentlich intensiveren Partien als im Junioren-Eishockey zu arrangieren. Da würde sich die Angst ins Farmteam abgeschoben zu werden, kaum fördernd auswirken.
Auf der anderen Seite, ist es die bescheidene und ruhige Art von Hischier, die die Devils imponiert haben dürfte, auch weil er den Mannschaftserfolg deutlich über seinem Einzelinteresse stellt.