Sturm 6 30

Jared Bednar brach fast in Tränen aus, als er im Civic Center Park in Denver im Anschluss an die Stanley-Cup-Parade der Colorado Avalanche durch die Innenstadt eine emotionale Rede auf der Bühne hielt.

"Ich meine, das ist ein surrealer Moment für mich. Ich werde versuchen, nicht allzu gefühlsbetont zu werden, aber das bin ich bereits. Ich liebe euch", sagte der Trainer der Avalanche in Richtung der Fans.
Bednar wurde aufs Podium gebeten, nachdem die Tausenden von Anwesenden den Bürgermeister von Denver, Michael B. Hancock, den Gouverneur von Colorado, Jared Polis, und den General Manager der Avalanche, Joe Sakic, gehört hatten.
Sakic war als Aktiver der Kapitän der beiden Avalanche-Teams, die 1996 und 2001 den Stanley Cup gewannen. In seiner Funktion als GM baute er die Mannschaft auf, die in diesem Jahr den Stanley Cup holte, mit 16:4 Siegen in den Playoffs und nach sechs Spielen in der Finalserie gegen die Tampa Bay Lightning. "Einundzwanzig Jahre mussten wir auf diesen Moment warten. Es war eine lange Zeit. Aber wir sind zurück", betonte Sakic.
Die Parade führte an der Ball Arena vorbei die 17. Straße hinunter und dann auf den Broadway und in den Civic Center Park. Die Fans säumten die Straßen, während die Spieler auf Feuerwehrautos mitfuhren. Viele von ihnen stiegen zwischendurch aus, um die Fans entlang der Route zu begrüßen.
"Was für eine Parade", meinte Sakic. "Das ist unglaublich. Man kann sehen, dass die Stadt Denver in den letzten 21 Jahren gewachsen ist. So viele Menschen."
Bednar war ganz gerührt, als er zu ihnen sprach. Der Titelgewinn war für ihn die Krönung von sechs Saisons als Avalanche-Trainer. Er schätze das Maß an Engagement, Vertrauen und Geduld, das Sakic, der stellvertretende General Manager Chris McFarland, Eigentümer Stanley Kroenke und Präsident Josh Kroenke in ihn und seinen Trainerstab gesetzt haben. "Sie haben mir meine erste Chance gegeben", sagte er mit brüchiger Stimme.
Bednar bedankte sich bei den Familien der Spieler und Coaches für ihre Unterstützung, bei seinem Trainerstab und dem Betreuerstab der Avalanche sowie bei den Spielern für ihr Engagement und kämpfte während seiner Rede immer wieder mit den Tränen.
"Ich könnte nicht stolzer auf diese Jungs sein, hob Bednar hervor. "Ich kann es nicht in Worte fassen. Jeder hat eine ganz eigene Geschichte, und ich könnte die Spieler einzeln aufzählen und die Opfer nennen, die sie für unser Team gebracht haben. Ich bin von jedem beeindruckt. Ich freue mich so für sie. Ich mag diese Jungs."
Avalanche-Kapitän Gabriel Landeskog war einer von mehreren Spielern, die sich nach Bednars Rede an die Menge wandten. Der heute 29-jährige Stürmer kam 2011 zu den Avalanche. Sie hatten ihn beim NHL Draft jenes Jahres an Gesamtposition 2 ausgewählt.
"Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel Ausdauer, Siegeswillen, Entschlossenheit und Einstellung die Jungs hinter mir an den Tag gelegt haben", sagte Landeskog, der sich eine schwedische Flagge um die Schultern gelegt hatte. "Sie sind die besten Menschen, die man je treffen wird. Genau diese Jungs hier. Und wisst ihr was? Die Stadt Denver und der Staat Colorado waren in den vergangenen zehn Jahren einfach unglaublich. Wir möchten uns bei euch allen für eure Unterstützung bedanken, in den schweren und in den guten Zeiten."