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Wolf-Pack profitieren von Rangers-Transfers

Matt Beleskey und Chris Bigras verstärken Hartford sofort; Talente Lindgren, Rykov und Hajek könnten Defensiv-Abgänge ersetzen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Wie machen sich die deutschsprachigen Spieler in der American Hockey League? Welche Akteure stehen vor dem Sprung in die NHL? Wer wurde von seiner Organisation nach unten geschickt und wer erhielt den erhofften Anruf eines NHL General Managers? Jeden Sonntag wirft NHL.com/de einen Blick auf die nordamerikanischen Minor Leagues und beantwortet diese und noch viele andere Fragen.

Die Trade Deadline am 26. Februar kann einen außerordentlichen Einfluss auf die Landschaft in der NHL haben. Bei sämtlichen General Managern der NHL-Klubs liefen die Drähte in den letzten Tagen vor Transferschluss heiß. Die einen versuchten kurzfristig noch den einen oder anderen Hochkaräter zu angeln, um sich für einen möglichen Angriff auf die Stanley Cup Playoffs zu positionieren, bei anderen weckten vor allem junge Talente und Draftpicks Begehrlichkeiten.

 

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Während Transfers wie die von Paul Stastny zu den Winnipeg Jets, Evander Kane zu den San Jose Sharks oder Rick Nash zu den Boston Bruins für mächtig Schlagzeilen gesorgt haben, liefen andere weit unterhalb des Radars der großen Medienanstalten ab. Viele von diesen mischten die AHL-Landschaft jedoch gehörig auf.

In der NHL könnten die Hoffnungen, die in die ein oder andere Neuakquisition gesetzt werden, kaum größer sein. Beispielsweise ließ sich Boston die Dienste von Außenstürmer Nash einiges kosten. Nicht weniger als einen Erstrundenzug für den kommenden NHL Draft 2018, Juwel Ryan Spooner sowie Stürmer Matt Beleskey und Verteidiger Ryan Lindgren schickte Bruins General Manager Don Sweeney zu den New York Rangers, um einen effektiven Nebenmann für Zweitreihen-Stürmer David Krejci zu erhalten.

Nash soll die auf der Erfolgswelle surfenden Bruins beim Angriff auf die Presidents' Trophy und einem langen Stanley Cup Playoffmarsch unterstützen. Die Rangers hatten indes ganz Anderes im Fokus: Ihre Akquisitionen könnten sich mittel- bis langfristig positiv auf den NHL-Kader auswirken. Kurzfristig profitiert jedoch vor allem ihr AHL-Unterbau bei den Hartford Wolf Pack.

Neben Nash, der zu den Bruins wanderte, gaben die Rangers am 26. Februar zwei weitere profilierte Spieler an die Tampa Bay Lightning ab. Mit dem Verteidiger und langjährigen Kapitän Ryan McDonagh sowie dem vielseitig einsetzbaren Stürmer J.T. Miller verlor New York zwei Aushängeschilder ihrer Organisation.

Als Entschädigung für diverse Abgänge zur Trading Deadline erhielten die Rangers neben erwähntem Spooner und Vladislav Namestnikov nur zwei Spieler, die sofort einen Einfluss auf ihr NHL-Team haben könnten. Viele anderen müssen sich erst noch in der American Hockey League beweisen oder erst noch gedraftet werden. Nutznießer der Wechselodyssee sind definitiv die Wolf Pack. Mit Außenstürmer Beleskey und Verteidiger Bigras erhielten diese zwei Akteure, die ihnen im Saisonendspurt blendend zu Gesicht stehen. Beide fügten sich hervorragend in ihre neue Mannschaft ein und erzielten bereits zwei Scorerpunkte (2 Assists).

Doch auch wenn sie unbestritten eine Verstärkung sind, Hartfords turbulente Saison werden sie nicht alleine retten können. Mit einer Siegquote von 50,8 % rangieren die Wolf Pack auf dem sechsten Platz ihrer Atlantic Division und damit außerhalb der Calder Cup Playoffs. Um die Postseason zu erreichen, müssten sie eine gewaltige Siegesserie hinlegen und die Charlotte Checkers einfangen. Charlottes Siegquote beträgt 56,8%. Die Checkers halten alle Trümpfe in ihren Händen. Sie haben ein Spiel weniger absolviert als Hartford und auch ihre Bilanz von sechs Siegen aus den vergangenen zehn Spielen ist deutlich besser.

Somit müssen die Wolf Pack auf die Zukunft hoffen. Und für diese haben die Rangers vorgesorgt, indem sie sich die Rechte an zahlreichen Rohdiamanten gesichert haben: Verteidiger Lindgren war ein Zweitrundendraftpick (Nummer 49) der Bruins von 2016. Im Januar gewann der 20-Jährige mit der U20-Auswahl der USA die Bronzemedaille bei der Juniorenweltmeisterschafft und bei der University of Minnesota ist er ein absoluter Führungsspieler. 

Mit dem Grabner-Ersatz Yegor Rykov und Libor Hajek sicherten sich die Rangers zwei weitere Defensiv-Talente, die perfekt ins Hartford-System passen könnten. Von ihrem aktuellen Personal sind nur drei Abwehrspieler über die laufende Spielzeit vertraglich an die Wolf Pack gebunden. Der 20-jährige Rykov, der aktuell für SKA Sankt Petersburg in der KHL spielt und Hajek, der in seinem dritten WHL-Jahr ist, könnten die potenziell entstehenden Lücken in der Hartford-Hintermannschaft ausfüllen. 

Die wichtigsten Ergänzungen der vergangenen Woche:
Ethan Bear (D), von den Bakersfield Condors zu den Edmonton Oilers
Travis Boyd (C), von den Hershey Bears zu den Washington Capitals
Erik Burgdoerfer (D), von den Belleville Senators zu den Ottawa Senators
Matthew Highmore (LW), von den Rockford IceHogs zu den Chicago Blackhawks
Luke Kunin (C), von den Iowa Wild zu den Minnesota Wild
Matt Read (LW), von den Lehigh Valley Phantoms zu den Philadelphia Flyers
Lucas Wallmark (C), von den Charlotte Checkers zu den Carolina Hurricanes

Die wichtigsten Streichungen der vergangenen Woche:
Reto Berra (G), von den Anaheim Ducks zu den San Diego Gulls
Lance Bouma (LW), von den Chicago Blackhawks zu den Rockford IceHogs
Andrew Mangiapane (LW), von den Calgary Flames zu den Stockton Heat
Steve Mason (G), von den Winnipeg Jets zu den Manitoba Moose
Nic Petan (C), von den Winnipeg Jets zu den Manitoba Moose
Paul Postma (D), von den Boston Bruins zu den Providence Bruins

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