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Patrick Marleau und Ron Hainsey sollen junges Team anführen

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Zwei erfahrene Neuzugänge sollen die jungen Toronto Maple Leafs zu weiteren Erfolgen führen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste sei, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Toronto Maple Leafs.

Bilanz 2016/17: 40-27-15, 4. Platz in der Atlantic Division

Playoffs 2017: 4-2 Niederlage gegen die Washington Capitals in der ersten Runde

Trainer: Mike Babcock, seit 20. Mai 2015

Neuzugänge: Patrick Marleau, Chris Mueller Vincent LoVerde, Dominic Moore, Ron Hainsey

Abgänge: Brian Boyle, Andrew Campbell, Teemu Hartikainen, Matt Hunwick, Steve Oleksy, Antoine Bibeau, Seth Griffith, Sergey Kalinin, Brendan Leipsic

Video: WSH@TOR, Sp6: Matthews trifft aus dem Handgelenk

Wo sie herkommen:

Die Toronto Maple Leafs zeigten letzte Saison eine überragende Leistung und konnten sich dank ihrer starken Rookies für die Playoffs qualifizieren. Sie waren über Jahrzehnte hinweg praktisch für die Endrunde gesetzt, doch seit der Lock-Out-Saison 2004-05, konnten sie kaum in einer Saison unter die besten 16 Teams der NHL kommen. In den letzten zwölf Spielzeiten, erreichten sie vergangene Saison erst zum zweiten Mal die Playoffs. Angeführt von ihren Rookies Auston Matthews, Mitchell Marner und William Nylander, beendeten sie die reguläre Saison auf dem vierten Platz der Atlantic Division und sicherten sich damit die zweite Wild Card der Eastern Conference. In der ersten Runde der Playoffs schieden sie dann nach sechs knappen Spielen gegen die Washington Capitals aus.

Was sie änderten:

Die Maple Leafs bemühten sich diesen Sommer vor allem darum, ihr großes Reservoir an jungen Talenten zusammenzuhalten. Letzte Saison setzten sie neun Rookies ein, die gemeinsam auf 123 Tore und 304 Punkte kamen.

Die namhaftesten Abgänge sind wohl Brian Boyle, Matt Hunwick und Sergey Kalinin, jedoch sind diese Abgänge bei ihrem starken Nachwuchs und ihren Neuzugängen zu verkraften. Die Vegas Golden Knights wählten im Expansion Draft Brendan Leipsic, einen 23-jährigen Außenstürmer, der vergangene Saison ein Tor und drei Punkte in sechs Spielen erzielte.

Auf der Seite der Neuzugänge gibt es hingegen entscheidende personelle Veränderungen zu vermelden. In der Abwehr verpflichteten die Maple Leafs Ron Hainsey. Der 36-jährige US-Amerikaner wurde 2000 von den Montreal Canadiens gedraftet und erzielte in 907 NHL Spielen für die Canadiens, Columbus Blue Jackets, Atlanta Thrashers, Winnipeg Jets, Carolina Hurricanes und Pitsburgh Penguins 49 Tore und 253 Punkte. Vergangene Saison holten ihn die Penguins in einem Transfer am 17. Februar von den Hurricanes und er konnte mit Pittsburgh seinen ersten Stanley Cup Titel feiern. Toronto erhofft sich von dem Veteranen eine stabilere Defensive. Vergangene Saison kassierten sie die neuntmeisten Gegentore der Liga (234).

Eines der spektakulärsten Ereignisse des Sommers, ist bisher wohl der Abgang von Patrick Marleau aus dem Team der San Jose Sharks als Free Agent. Die Maple Leafs sicherten sich im Juli die Dienste des 37-jährigen Kanadiers, um ihrem jungen Team mehr Erfahrung und damit Stabilität zu geben. Marleau wurde 1997 von den San Jose Sharks gedraftet und bestritt in 19 Saisons 1493 Spiele für die Kalifornier und erzielte 508 Tore und 1082 Punkte. Damit führt er die ewige Statistik der Sharks nach Spielen, Toren, Punkten Powerplaytoren, Unterzahltoren und Siegtreffern an. Letzte Saison kam er auf 27 Tore und 46 Punkte und führte das Team, gemeinsam mit Brent Burns und Joe Thornton, in die Playoffs, wo sie allerdings in der ersten Runde den Edmonton Oilers unterlagen.

Video: TOR@WSH, Gm1: Marner trifft zuerst

Auch von ihren Nachwuchstalenten erhoffen sich die Maple Leafs weitere Unterstützung. Die finnischen Stürmer Kasperi Kapanen und Miro Aaltonen, sowie die Verteidiger Calle Rosen und Travis Dermott, könnten diese Saison auf der großen Bühne der NHL auftreten. Vor allem die Verstärkung in der Abwehr wäre in Toronto willkommen.

Die Torhüterposition könnte sich als entscheidend erweisen. Der Däne Frederik Andersen brachte vergangene Saison mit 33 Siegen in 66 Spielen, sowie 2,68 Gegentoren pro Spiel, 91,8% Fangquote und vier Shutouts eine ordentliche Leistung, doch er wird nicht 82 Spiele am Stück durchspielen können. Als Ersatzmann haben sie Curtis McElhinney im Kader. Der 34-jährige stand in der vergangenen Saison in 21 Spielen für die Columbus Blue Jackets und die Maple Leafs zwischen den Pfosten und holte dabei acht Siege. Außerdem haben sie noch Garret Sparks in der Hinterhand, der vergangene Saison in 17 Spielen sechs Siege holte. Ob sie den Maple Leafs die nötige Unterstützung geben können, wenn Andersen eine Pause braucht, könnte ein entscheidender Faktor werden.

Wie sie abschneiden könnten:

Eine wichtige Frage wird sein, ob die jungen Stürmer im Team ihren Erfolg der vergangenen Saison wiederholen können. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Spieler in seiner zweiten NHL Saison Probleme hat, seine Leistungen der Vorsaison zu erreichen. Matthews, Marner und Nylander machen aber einen reifen und stabilen Eindruck und ihnen ist zuzutrauen, dass sie ihre Punktzahl der vergangenen Saison sogar noch übertreffen.

Unter der Führung von Patrick Marleau im Angriff und Ron Hainsey in der Abwehr, ist für die Maple Leafs eine Verbesserung ihrer Tabellenposition durchaus denkbar, vor allem, wenn weitere starke Rookies wie Kapanen und Aaltonen nachrücken.

Video: SJS@VAN: Marleau schießt das 500. Tor seiner Karriere

Mit diesen überzeugenden, jungen Spielern und erfahrenen Veteranen sind die Kanadier sicherlich wieder ein Kandidat für die Playoffs und könnten in den Playoffs endlich wieder über die erste Runde hinauskommen, wenn sie einen besseren Platz in der Tabelle belegen und in der ersten Runde Gegner, wie die Washington Capitals und die Pittsburgh Penguins vermeiden.

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