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Vor dem Start der NHL Preseason 2025/26 am 20. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.

In dieser Ausgabe: Toronto Maple Leafs

In der regulären Saison schlugen sich die Toronto Maple Leafs in der vergangenen Spielzeit so gut wie kaum ein anderes Team. Als punktbeste Mannschaft der Atlantic Division und viertbestes Team der NHL zogen sie mit 108 Zählern (52-26-4) mit Leichtigkeit in die Stanley Cup Playoffs ein. Dort wartete jedoch die schon lange gewohnte Enttäuschung auf die Mannschaft von Trainer Craig Berube. Nach einem 4:2-Sieg in der ersten Runde gegen die Ottawa Senators scheiterte Toronto in sieben Spielen an den Florida Panthers.

Der Sommer brachte dann große Umwälzungen mit sich. Die Maple Leafs entließen Präsident Brendan Shanahan und trennten sich von Star-Stürmer Mitch Marner. Den so freigewordenen Raum im Salary Cap nutzten sie, um mit den Verpflichtungen von Dakota Joshua, Nicolas Roy, Matias Maccelli, Henry Thrun und Michael Pezzetta für mehr Tiefe zu sorgen.

Im Angriff bleiben nach Marners Abgang immer noch die Stars Auston Matthews, William Nylander und John Tavares sowie der junge Matthew Knies, der mit 58 Punkten (29 Tore, 29 Assists) eine starke Saison hinter sich hat. Kandidaten für die beiden verbleibenden Plätze in den ersten zwei Reihen sind Maccelli und Max Domi. Allerdings könnte sich Nachwuchstalent Easton Cowan eine dieser Positionen erkämpfen.

FLA@TOR, Sp 1: Knies bricht durch und vollendet seinen Alleingang mit einem Rückhand-Treffer

In den hinteren Reihen haben die Maple Leafs die Qual der Wahl, denn sie haben mehr Spieler unter Vertrag, als sie eigentlich brauchen. Einerseits sollte das garantieren, dass die Spieler, die für die dritte und vierte Reihe in Frage kommen, alles geben. Andererseits eröffnet es Optionen für Transfers.

In der Abwehr, die lange keine Paradedisziplin der Maple Leafs war, ist Toronto so gut aufgestellt wie seit Jahren nicht mehr. Chris Tanev, Jake McCabe, Morgan Rielly, Brandon Carlo, Simon Benoit und Oliver Ekman-Larsson bilden drei gute Paare. Neuzugang Thrun hofft aber darauf, Benoit seinen Platz streitig zu machen. Thrun kam im Sommer in einem Transfer nach Toronto. In der vergangenen Saison bestritt er 60 Spiele für die San Jose Sharks und sammelte zwölf Punkte (zwei Tore, zehn Assists).

TOR@OTT, Sp4: Ekman-Larsson vollendet Nylanders Vorlage im 3. Drittel

Ähnlich wie die Abwehr entwickelte sich zuletzt auch die Torwartposition von einem Wackelposten zu einer Stärke der Mannschaft. Anthony Stolarz hatte in der abgelaufenen Spielzeit die beste Fangquote (92,6 Prozent) der gesamten Liga. Mit 2,14 Gegentoren pro Spiel und vier Shutouts war er ebenfalls unter den besten Torhütern. Der junge Joseph Woll erreichte zwar nicht diese Spitzenwerte, aber mit 90,9 Prozent Fangquote immer noch eine gute Statistik.

Voraussichtliche Aufstellung

Matthew Knies – Auston Matthews – Mattias Maccelli

Easton Cowan – John Tavares – William Nylander

Max Domi – Nicolas Roy – Bobby McMann

Dakota Joshua – Scott Laughton – Steven Lorentz

Jake McCabe – Chris Tanev

Morgan Rielly – Brandon Carlo

Simon Benoit – Oliver Ekman-Larsson

Anthony Stolarz

Joseph Woll

Extras: Henry Thrun, David Kampf, Calle Jarnkrok

TOR@FLA, Sp4: Woll stoppt den Versuch von Reinhart in Unterzahl

Top-Talent, auf das es zu achten gilt

Easton Cowan (RW) - In Toronto lasten hohe Erwartungen auf Easton Cowan. Der 20-jährige Stürmer bringt jede Menge Qualitäten mit, die man sich von einem Scorer wünscht. Er ist ein starker Skater mit schnellen Händen, Spielintelligenz und Kreativität.

Diese Stärken nutzte Cowan vergangene Saison in der OHL und verhalf den London Knights mit 69 Punkten (29 Tore, 40 Assists) in nur 46 Spielen in die Playoffs. Dort wuchs er über sich hinaus. Er war mit 39 Punkten (13 Tore, 26 Assists) in 17 Partien der beste Scorer der Playoffs, wurde zum wertvollsten Spieler gewählt und holte mit den Knights den Memorial Cup.

Nach diesen überzeugenden Leistungen wird Cowan nicht nur die Gelegenheit haben, einen Platz im Kader der Maple Leafs zu erobern, sondern sogar in einer der ersten beiden Reihen auf dem Flügel neben Matthews oder Tavares aufzulaufen.

Was eine erfolgreiche Saison ausmacht

Erfolg in der regulären Saison ist für Toronto längst Normalität geworden, in den Playoffs schafften die Maple Leafs es aber zuletzt 2002 über die zweite Runde hinaus. Um die anstehende Saison als Erfolg verbuchen zu können, muss als nächster Schritt mindestens der Einzug ins Conference Finale gelingen.

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