Eine der besten Mannschaften der NHL nimmt in diesem Sommer einen Kurswechsel vor. Die Dallas Stars entließen ihren Trainer Peter DeBoer und engagierten am 1. Juli Glen Gulutzan als seinen Ersatz. DeBoer hatte das Team in seinen drei Jahren in Texas drei Mal bis ins Western Conference Finale gebracht. Dort war jedoch jedes Mal Schluss. 2023 unterlagen die Stars den Vegas Golden Knights, in den vergangenen beiden Saisons schieden sie gegen die Edmonton Oilers aus. Gulutzan soll Dallas zu mehr Erfolg in den Stanley Cup Playoffs führen, ist aber aus mehreren Gründen eine ungewöhnliche Wahl.
„Wir haben eine lange Liste abgearbeitet“, ließ General Manager Jim Nill wissen. Alte und junge Trainer, verschiedene Typen. Wir haben einen Prozess durchgemacht. Teil meines Jobs als Manager ist es, mit meinem Stab zu beobachten und zu analysieren, was andere Mannschaften machen und dabei kam Glens Name oft auf den Tisch... Er ist ein junger Mann, der sich nach oben gearbeitet und sein Lehrgeld gezahlt hat. Er ist auf die richtige Art und Weise nach oben gekommen.“
Gulutzan ist für Nill aber sicherlich keine unbekannte Größe. Er hatte bisher zwei Posten als Cheftrainer in der NHL inne. Von 2016 bis 2018 trainierte er die Calgary Flames. Sein erster Job an der Spitze eines NHL-Teams besetzte er aber von 2011 bis 2013 bei den Stars. Im April 2013 wurde Nill der neue GM in Dallas und im Mai entließ er Gulutzan.
„Das ist ein verrücktes Geschäft“, kommentierte Nill die vorherige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gulutzan. „Ich bin derjenige, der ihn gefeuert hat, direkt nachdem ich angeheuert wurde. Ich wusste nicht wirklich viel über ihn. Er war ein junger Mann, der schnell von Las Vegas nach Texas kam und aufgestiegen ist. Ich dachte damals einfach, dass wir einen Kurswechsel brauchen. Wir hatten ein gutes Gespräch. Er wusste wahrscheinlich, dass es einfach nicht die richtige Zeit für ihn war.“
Der damalige Kurswechsel kostete Gulutzan seinen Job, der heutige Kurswechsel gab ihm genau diesen Job zurück. Allerdings ist Gulutzan sicherlich nicht mehr der gleiche Trainer wie vor mehr als zehn Jahren. 2013 war Gulutzan 41 Jahre alt, heute ist er 53. In der Zwischenzeit sammelte er reichlich Erfahrung, nicht nur als Trainer der Flames, sondern auch als Assistenztrainer bei den Oilers. Der neue Trainer sieht diese Erfahrungen als seine Qualifikation.





















