Die Misere der New Jersey Devils hält an. Am Sonntag verloren sie trotz zweimaliger Führung mit 3:4 bei den Winnipeg Jets und kassierten so die vierte Niederlage in Folge. Zwar zeigte sich die Mannschaft im Vergleich zu den drei vorangegangenen Spielen im Angriff deutlich verbessert, aber am Ende reichte es dennoch nicht, um sich bei den ebenfalls nur mäßig erfolgreich ins neue Jahr gestarteten Jets durchzusetzen.

„Wir haben uns in der Defensive zu viele Aussetzer erlaubt. Da ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen“, sagte ein konsternierter Trainer Sheldon Keefe. „Die Offensive war heute nicht das Problem. Wir hatten genug Chancen, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Aber unter dem Strich war das alles zu wenig. Die Begegnung hat uns ein weiteres Mal vor Augen geführt, dass wir weiterhin an unserem Spielaufbau und unserer Defensivstruktur, unserem Spielverständnis, unserer Physis und unserer Aufmerksamkeit vor dem eigenen Tor arbeiten müssen“, fügte der Coach hinzu.

Bester Scorer der Devils in Winnipeg war Cody Glass, der einen Doppelpack schnürte. Luke Hughes brachte es auf zwei Assists und Nico Hischier erzielte seinen 13. Saisontreffer, womit er in der teaminternen Torjägerwertung die alleinige Führung vor seinem Schweizer Landsmann Timo Meier übernahm.

NJD@WPG: Hischier mit einem brillanten Handgelenksschuss Nico Hischier verwandelt

Nur 37 Sekunden nach dem 0:1 durch Alex Iafallo in der Schlussphase des ersten Drittels erzielte Hischier den Ausgleich. Das 2:1 von Glass zu Beginn des mittleren Abschnitts konterte Jonathan Toews von den Jets, ehe der Devils-Stürmer den Ein-Tore-Vorsprung wieder herstellte und dadurch seinen Zweierpack perfekt machte. Zuvor war ein Treffer von New Jerseys Verteidiger Jonas Siegenthaler wegen Torwartbehinderung aberkannt worden. Für den Blueliner wäre es das erste Tor in der laufenden Spielzeit gewesen. Noch im zweiten Drittel stellte Gabriel Vilardi den Gleichstand für Winnipeg her. Den entscheidenden Punch im letzten Durchgang setzte Tanner Pearson. Mit Zähnen und Klauen verteidigten die Jets das 4:3 bis zum Ablauf der Uhr.

„Wir haben uns das selbst zuzuschreiben“, zeigte sich Doppeltorschütze Glass selbstkritisch. „In der dritten Periode haben wir nicht die richtigen Spielzüge gemacht, nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und wir sind nicht gut aufeinander abgestimmt gewesen. Im ersten und zweiten Drittel hatten wir das alles noch geschafft. Deshalb ist es so frustrierend, dass es im letzten Drittel nicht mehr funktioniert hat. Das hat uns letztlich das Genick gebrochen. Es ist ärgerlich. Wir müssen konstanter spielen.“

NJD@WPG: Pearson sorgt per Handgelenksschuss für die Führung

Die Analyse von Devils-Stürmer Jesper Bratt fiel ebenfalls gemischt aus. „Wir haben schnell auf das erste Gegentor reagiert. Ich denke, das war generell unsere Stärke heute. Sobald wir ein Tor kassiert haben, haben wir uns zusammengerauft und wieder an die Arbeit gemacht. Wir haben hinter ihnen gespielt, sie zum Stoppen gebracht, den Puck zurückerobert und mehr Zeit in der Offensivzone verbracht. Im dritten Abschnitt haben wir zu lange gebraucht, um wieder zu diesem Punkt zu gelangen“, erläuterte er.

Auf der Tribüne befanden sich der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer und Sportdirektor Lars Weibel. Beide nutzten die Gelegenheit, sich vier Spieler aus dem Kader der Nationalmannschaft für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 anzusehen. Die Devils haben mit Hischier, Meier und Siegenthaler drei Schweizer Olympioniken im Team und die Jets mit Nino Niederreiter einen. Fischer und Weibel sahen neben dem Treffer von Hischier auch die Vorlage von Niedereiter zum 1:0 für die Hausherren.

Mit einer Matchbilanz von 22-21-2 und 46 Punkten aus 45 Spielen stehen die Devils in der Metropolitan Division auf dem sechsten Platz. Der Rückstand auf den dritten Rang in der Gruppe und die zweite Wildcard für die Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference beträgt jeweils sechs Punkte.

Am heutigen Montag schließt New Jersey einen insgesamt vier Stationen umfassenden Roadtrip mit einem Auftritt bei den Minnesota Wild ab. Im Anschluss folgen in dieser Woche noch zwei Heimspiele, am Mittwoch gegen die Seattle Kraken und am Samstag gegen die Carolina Hurricanes

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