Die Nashville Predators fuhren am Sonntag dank ihres Schweizer Kapitäns ihren nächsten Sieg ein. Roman Josi führte sein Team zu Hause in der Bridgestone Arena zu einem 3:2-Erfolg gegen die Washington Capitals. Der Erfolg gelang Nashville, obwohl Washingtons Alex Ovechkin mit einem Tor seinen nächsten Meilenstein erreichte.

„Wir finden irgendwie gerade einen Weg, Spiele zu gewinnen“, erklärte Josi. „Im zweiten Drittel haben sie viel Druck gemacht. Da war Justus Annunen bei uns im Tor stark. Er war in jedem Spiel unglaublich. Nach dem zweiten Drittel haben wir gesagt, dass wir wieder in die Offensive gehen müssen und uns den Sieg holen müssen. Wir haben einen Weg dazu gefunden.“

Nächster Meilenstein für Ovi

Die Predators brachten sich früh in eine ungünstige Situation. In der sechsten Spielminute musste zunächst Josi wegen Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank, 16 Sekunden später gesellte sich Michael McCarron wegen Spielverzögerung zu ihm.

Die doppelte Überzahl nutzte Washington gnadenlos aus. Nach 5:56 Minuten erzielte Ovechkin sein 20. Saisontor mit einem Direktschuss aus dem linken Bullykreis, der nicht umsonst „Ovi's Office” genannt wird.

Ovechkin erreichte damit in seiner 21. NHL-Saison zum 21. Mal die Marke von 20 Toren. Er überholte Ron Francis als Spieler mit den zweitmeisten solchen Spielzeiten. Den Rekord hält Gordie Howe mit 22 Saisons mit mindestens 20 Toren. Ovechkin hält bereits die Rekorde für die meisten Saisons mit 30 Toren (19) und 40 Toren (14) und gemeinsam mit Wayne Gretzky und Mike Bossy die Bestmarke für 50 Tore (9).

Stamkos bringt Predators ins Spiel

Nashville gab aber keineswegs auf. In der 14. Minute gab Steven Stamkos den Capitals eine kleine Kostprobe von Ovechkins Spezialität. In Überzahl brachte er sich genau wie Washingtons Kapitän im linken Bullykreis in Position, zog nach Pässen von Josi und Filip Forsberg direkt ab und glich das Spiel aus. Es war sein 19. Saisontor.

„Das war zuerst ein unglaublicher Schuss von Ovechkin und dann zu sehen, wie Stamkos es ihm nachmacht, war ziemlich cool“, freute sich Nashvilles Trainer Andrew Brunette. „Mit den beiden stehen ungefähr 1500 NHL-Tore auf dem Eis. Da treffen zwei der besten Torjäger dieser Generation von der gleichen Stelle aus. Dass sie das am selben Abend, im selben Stadion, auf dem gleichen Eis machen, ist schon was besonderes.“

Josi erzielt ein Tor und zwei Assists für die Predators

Auf den Kapitän ist Verlass

Die zentrale Figur des Spiels war aber weder Stamkos noch Ovechkin, sondern Josi. Die Predators überstanden ein schwieriges zweites Drittel ohne Gegentor. Im Schlussabschnitt übernahm ihr Abwehrchef dann die Partie.

72 Sekunden nach der zweiten Drittelpause brachte Josi den Puck ins gegnerische Drittel und legte in den Slot auf Cole Smith ab, der Nashville in Führung brachte. In der 44. Minute jagte Josi im Powerplay einen Direktschuss von der blauen Linie in die Maschen und sammelte seinen dritten Punkt des Spiels. Ethen Franks Powerplaytor zum Anschluss für die Capitals konnte das Spiel nicht mehr kippen.

„Das war gut“, kommentierte Josi den Sieg, nachdem die Predators einen Tag zuvor mit 0:3 gegen die Chicago Blackhawks verloren hatten. „Wir haben zur Zeit viele Spiele nacheinander und wir wussten, dass es heute gegen ein wirklich gutes Team schwierig werden würde. Ich finde, dass wir gut gespielt haben, besonders im dritten Drittel. Das war ein hartes Spiel und wir mussten nach der Niederlage zurückkommen und haben die zwei Punkte gebraucht.“

Auf dem Weg nach oben

Josi fiel im Oktober und November gut einen Monat aufgrund einer Verletzung aus und kehrte am 22. November in den Kader zurück. Trotzdem ist er mit 21 Punkten (sechs Tore, 15 Assists) in 33 Spielen der punktbeste Verteidiger und siebtbeste Scorer der Predators.

Die Rückkehr des Berners war für Nashville ein Wendepunkt in der Saison. Die Predators hatten einen schlechten Start in die Saison und waren am 26. November mit 16 Punkten aus 22 Spielen (6-12-4) das Schlusslicht der gesamten NHL. Seitdem sind sie aber in hervorragender Form und stehen mittlerweile bei 46 Punkten in 45 Partien (21-20-4).

„Er hatte natürlich ein geniales Spiel, aber wenn man schaut, wann unsere Saison besser wurde, sieht man, dass das an Romans Rückkehr lag“, betonte Stamkos Josis Bedeutung für das Team. „Wir beurteilen sein Spiel nicht nach seinen Punkten. Er ist für uns ein Anker in der Abwehr und deshalb hat sich für uns mit seiner Rückkehr alles geändert. Das zeigt seinen Einfluss.“

Mit dem jüngsten Sieg sind die Predators nun nur noch zwei Punkte von der zweiten Wildcard der Western Conference entfernt. Sie werden bereits am Dienstag Gelegenheit haben, diesen Rückstand aufzuholen, wenn sie die Edmonton Oilers empfangen.

WSH@NSH: Ovechkin erzielt im Powerplay sein 20. Saisontor

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