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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.
In der heutigen Ausgabe: die fünf besten Unterzahlformationen.

Colorado Avalanche

Bei den Colorado Avalanche hat man in der regulären Saison 2025/26 kaum etwas zu kritisieren gehabt. Entsprechend war auch das Unterzahlspiel der Mannschaft von Trainer Jared Bednar erste Sahne. Mit 84,6 Prozent hatten die Avalanche das beste Penaltykilling der Liga. In der ersten Einheit kamen in der Regel die Stürmer Parker Kelly und Jack Drury zum Einsatz. Komplettiert wurde das Quartett durch den agilen Cale Makar und den robusten Devon Toews in der Abwehr. Einheit zwei bestand gewöhnlich aus den Angreifern Artturi Lehkonen sowie Nazem Kadri und später auch Nicolas Roy. In der Abwehr erhielten Routinier Brent Burns und der stabile Josh Manson den Zuschlag. Im Tor brachten Mackenzie Blackwood und Scott Wedgewood die Gegner zur Verzweiflung. Nicht umsonst sicherten sich die beiden in der vergangenen Saison die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore. In der Saison 2026/27 muss Bednar allerdings ein bisschen umstellen. Drury wurde vor Kurzem von den Avalanche zum Divisionsrivalen Nashville Predators getradet.

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Chicago Blackhawks

Bei den Chicago Blackhawks lief dagegen in der abgelaufenen Saison nicht viel zusammen. Die Mannschaft um Jungstar Connor Bedard landete in der Central Division mit 72 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Ein Lichtblick dabei war allerdings das Unterzahlspiel. Mit 83,6 Prozent belegte die Mannschaft in dieser Statistik den starken zweiten Platz. Connor Murphy, Jason Dickinson, Nick Foligno, Colton Dach, Teuvo Teravainen, Alex Vlasic, Louis Crevier und Ilya Mikheyev überzeugten und stellten den Gegner in Unterzahl vor schwierige Aufgaben. Hinzu kam, dass sie die vom Trainerteam verordnete Diamantformation konsequent und vor allem in der Regel sehr aggressiv umsetzten. Damit kamen die Kontrahenten oft nicht zurecht. Das ist etwas, worauf die Blackhawks aufbauen können. Allerdings muss Coach Jeff Blashill in der Vorbereitung quasi von vorne anfangen. Denn Murphy, Dickinson, Foligno und Mikheyev haben mittlerweile neue Arbeitgeber. Da kommt einiges an Arbeit auf die Coaches zu, die Unterzahleinheit wieder zu einer gefürchteten Truppe zu formen. 

Tampa Bay Lightning

Dass die Tampa Bay Lightning an einem guten Tag in der Offensive kaum zu stoppen sind, ist bekannt. Aber in der vergangenen Saison überzeugte die Mannschaft von Trainer Jon Cooper auch, wenn es darum ging, in der eigenen Verteidigungszone gut aufzuräumen. Speziell in Unterzahl erwiesen sich die Spieler aus Florida als harter Brocken. Angeführt wurden die Penaltykiller von den beiden Stürmern Anthony Cirelli und Brandon Hagel. Auch Yanni Gourde und Zemgus Girgensons machten den gegnerischen Überzahlformationen das Leben schwer. Dahinter verteidigten der Slowake Erik Cernak, Routinier Ryan McDonagh, der Schweizer J.J. Moser und der Norweger Emil Lilleberg aufopferungsvoll. Moser hatte mit 203:36 Minuten sogar die meiste Eiszeit in Unterzahl aller Lightning-Spieler in der vergangenen Saison. Und wenn doch mal etwas durchkam, dann hatten die Lightning immer noch Star-Torwart Andrei Vasilevskiy zwischen den Pfosten. Kein Wunder folglich, dass sie mit einer Quote von 82,6 Prozent das drittbeste Penaltykilling in der NHL in der abgelaufenen Saison hatten.

Buffalo Sabres

Für die Fans der Buffalo Sabres gab es in der vergangenen Saison endlich wieder Playoff-Eishockey zu sehen. Noch besser: Die Mannschaft von Trainer Lindy Ruff sicherte sich etwas überraschend mit 109 Punkten am Ende der regulären Saison sogar Platz eins in der Atlantic Division. Ein Faktor des Erfolgs: Die Sabres, die immer noch auf den ersten Stanley Cup Sieg in der Franchisegeschichte warten, hatten mit einer Quote von 81,9 Prozent das viertbeste Penaltykilling in der NHL. Vor allem die Eckpfeiler in der Defensive, Mattias Samuelsson und Owen Power, standen ihren Mann. Samuelsson hatte mit 227:46 Minuten die meiste Eiszeit in Unterzahl im Team. Dazu kamen noch Stürmer wie Ryan McLeod, Alex Tuch, Beck Malenstyn und Jordan Greenway. Ein nicht zu unterschätzender Bonus: McLeod hatte mit fünf Treffern die meisten Unterzahltore in der gesamten Liga in der vergangenen Saison. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Sabres mit elf Toren bei numerischer Unterlegenheit auf dem Eis in der vergangenen Spielzeit Platz zwei in der NHL belegten. Doch auch hier heißt es für die kommende Spielzeit, den Umbaumodus einzuschalten. Denn Greenway sowie Verteidiger Bowen Byram wurden in der Offseason zu den Chicago Blackhawks getradet.

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Nashville Predators

Wie die Chicago Blackhawks, so hatten sich auch die Nashville Predators in der Saison 2025/26 mehr erhofft. Auch in Tennessee wurden die Playoffs verpasst, wenn auch wesentlich knapper als in Chicago. Vier Zähler fehlten am Ende auf einen Wild-Card-Platz. Im Rennen hielt die Predators unter anderem das sehr gute Unterzahlspiel. 81,7 Prozent überstandene Unterzahlsituationen bedeuteten Platz fünf im ligaweiten Vergleich. Die Arbeitstiere waren die Verteidiger Brady Skjei (234:35 Minuten) und Nick Perbix (228:10). Bei den Stürmern waren Erik Haula und Ryan O’Reilly mit 160:57 respektive 157:01 Minuten diejenigen mit der meisten Eiszeit in numerischer Unterlegenheit. Das lässt schon erkennen, dass man in Nashville in solch kritischen Situationen vor allem auf den Faktor Erfahrung gesetzt hat. Neben O’Reilly, dem auch zwei Shorthander gelangen, waren in Unterzahl noch Michael McCarron und Tyson Jost als Angreifer gefragt. Zum Start der Spielzeit 2026/27 hat das Coachingteam mit Andrew Brunette an der Spitze eine weitere Option, da Jack Drury von den Colorado Avalanche nach Nashville kam. In der Verteidigung kamen hinter Skjei und Perbix vor allem Nicolas Hague und der Schweizer Roman Josi zum Einsatz. Der Berner lag allerdings in Sachen Einsatzzeit in Unterzahl nur knapp vor Nick Blankenburg, der während der Saison nach Colorado getradet wurde. Mit Juuse Saros haben die Nashville Predators zudem einen Torwart der Extraklasse zwischen den Pfosten, der mit seinen Paraden auch ursächlich dafür war, dass die Predators so gut in Unterzahl abschnitten.

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