Oilers Stars Wild PP Split 7-17

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die fünf besten Powerplayformationen.

Edmonton Oilers

Wenn man zwei der besten Stürmer und einen der besten Offensivverteidiger der Welt gleichzeitig aufs Eis bringt, hat der Gegner schlechte Karten. Das Powerplay der Edmonton Oilers stellt mit Connor McDavid, Leon Draisaitl und Evan Bouchard einen Alptraum für Torhüter und Verteidiger dar. Die Oilers verlassen sich in Überzahl fast ausschließlich auf ihre erste Formation und lagen damit auf dem ersten Platz der NHL. Sie verwerteten 30,6 Prozent ihrer Überzahlsituationen und erzielten bei 222 Gelegenheiten 61 Tore.

NSH@EDM: Draisaitl bekommt die Scheibe von McDavid und trifft im Powerplay

Draisaitl kam im Powerplay auf 42 Punkte (16 Tore, 26 Assists) und rangierte damit ligaweit an dritter Stelle. McDavid führte die NHL mit 54 Punkten (13 Tore, 41 Assists) an. Bouchard war mit 33 Punkten (sieben Tore, 26 Assists) der zweitbeste Verteidiger. Mit Ryan Nugent-Hopkins und Zach Hyman stehen für gewöhnlich zwei weitere fähige Stürmer mit dem Trio auf dem Eis. Durch die Kombination von McDavids starker Technik, Draisaitls Direktschuss aus spitzem Winkel und Bouchards gefährlichen Pässen und wuchtigen Schüssen von der blauen Linie, ist das Powerplay der Oilers kaum zu stoppen.

Dallas Stars

Die Dallas Stars waren in den vergangenen Jahren vor allem für ihre starke Abwehr bekannt, doch ihre jungen und talentierten Stürmer sorgen auch für viel Torgefahr. Mit einer Erfolgsquote von 28,6 Prozent lag das Powerplay der Stars auf Rang zwei hinter den Oilers. Sie waren allerdings öfter in Überzahl und schossen mit 71 Toren bei 248 Chancen die meisten Powerplaytore der NHL. Miro Heiskanen ist an der blauen Linie ein erstklassiger Steuermann bei numerischer Überlegenheit, während Jason Robertson mit seiner individuellen Klasse für Unruhe sorgt und Wyatt Johnstons Torinstinkt in den entscheidenden Situationen den Unterschied macht.

DAL@MIN, GM 3: Johnston fälscht einen Schuss von Heiskanen zum Sieg in der 2. OT ab

Johnston war mit 27 Toren der mit Abstand beste Torjäger in Überzahl und erzielte 42 Punkte. Robertson lag mit 41 Zählern (15 Tore, 26 Assists) direkt hinter ihm auf Platz fünf der Scorerliste im Powerplay. Heiskanens Leistungen konnten sich mit 28 Punkten (zwei Tore, 26 Assists) sehen lassen, immerhin war er der viertbeste Abwehrspieler. Mit ihnen stand meist Mikko Rantanen auf dem Eis, sowie Roope Hintz, der allerdings einige Spiele verletzungsbedingt verpasste und in dieser Zeit durch Matt Duchene ersetzt wurde.

Minnesota Wild

Angesichts der Namen, die die Minnesota Wild in ihrem Powerplay haben, hätte man vielleicht sogar noch mehr Tore erwarten sollen. Die Tatsache, dass Spielmacher Mats Zuccarello große Teile der Saison verletzt war und Verteidiger Quinn Hughes erst im Dezember durch einen Transfer nach Minnesota kam, schadeten der Ausbeute ein wenig. Mit Kirill Kaprizov und Matt Boldy haben die Wild aber zwei absolute Elitestürmer und Joel Eriksson Ek ist den Torhütern und Verteidigern mit seiner Arbeit direkt vor dem Tor ein Dorn im Auge. 65 Tore bei 258 Gelegenheiten und eine Quote von 25,2 Prozent sprechen für sich. Mit mehr Konstanz hätte diese Formation womöglich Dallas oder sogar Edmonton verdrängen können.

STL@MIN: Kaprizov bei Überzahl zur Führung der Wild

Der Zugang von Hughes war ein entscheidender Punkt für die Wild und ihr Powerplay. Er war mit 34 Punkten (zwei Tore, 32 Assists) die Nummer eins unter den Verteidigern der Liga. Kaprizov war mit 19 Toren der drittbeste Torjäger und erzielte 32 Punkte. Boldy lag mit 30 Punkten (elf Tore, 19 Assists) nur knapp hinter ihm.

Vegas Golden Knights

Die Vegas Golden Knights kamen bis ins Stanley Cup Finale, in der regulären Saison waren ihre Leistungen aber eher durchwachsen. Einiges lief nicht ideal, doch das Powerplay gehörte sicherlich nicht dazu. Das Erfolgsrezept war ungewöhnlich, denn Vegas agierte oft mit fünf Angreifern und ohne Verteidiger. Pavel Dorofeyev mit der besten Saison seiner Karriere, Neuzugang Mitch Marner, die Klasse von Center Jack Eichel und die Erfahrung von Mark Stone und Tomas Hertl waren für Vegas eine erstklassige Kombination, die mit einer Powerplayquote von 24,6 Prozent und 58 Toren bei 236 Chancen starke Ergebnisse lieferte.

VGK@UTA, Sp6: Marner verwertet den Abpraller zu seinem zweiten im Powerplay

Dorofeyev war mit 20 Toren der gnadenlose Vollstrecker der Golden Knights, ligaweit hatte nur Johnston von den Stars mehr Powerplaytore. Wenn die Gegner ihn im Griff hatten, war Hertl mit 13 Treffern als zweiter Torjäger zur Stelle. Für die nötigen Vorlagen sorgten Eichel mit 28 Punkten (ein Tor, 27 Assists), Marner mit 24 Punkten (fünf Tore, 19 Assists) und Stone mit 27 Zählern (neun Tore, 18 Assists).

New York Rangers

Überraschend stark war das Powerplay der New York Rangers. Sie beendeten die Saison auf Platz 30 der Tabelle, ihr Überzahlspiel gehörte aber zu den Besten der NHL. Die Carolina Hurricanes hatten zwar eine bessere Erfolgsquote als die Rangers und Golden Knights, setzten aber mehr auf eine Kombination von zwei ausgeglicheneren Formationen. Bei den Rangers kam hauptsächlich die erste Einheit zum Einsatz, wenn auch mit gezwungenermaßen wechselnder Besetzung. Verteidiger Adam Fox war erstklassig, verpasste aber 27 Spiele. Artemi Panarin wurde zur Trade Deadline an die Los Angeles Kings abgegeben. Die meiste Eiszeit bekamen Mika Zibanejad, Kapitän J.T. Miller und Vincent Trocheck. Alexis Lafrenière kam ebenfalls immer wieder zum Zug. Eine Quote von 24,7 Prozent und 53 Tore bei 215 Überzahlsituationen bedeuteten Platz fünf.

NYR@TBL: Zibanejad fälscht einen Lafrenière-Schuss im Powerplay ab

Der Einfluss von Fox war deutlich zu spüren, bevor und nachdem ihn eine Verletzung beinahe den kompletten Dezember und Januar gekostet hatte. Trotz der vielen verpassten Spiele war er mit 24 Punkten (fünf Tore, 19 Assists) unter den zehn besten Verteidigern der Liga. Zibanejad war mit 35 Punkten (16 Tore, 19 Assists) die zweite treibende Kraft. In der teaminternen Scorerliste folgten Miller mit 19 Punkten (sechs Tore, 13 Assists), Panarin mit 17 Punkten (zwei Tore, 15 Assists), Trocheck mit 16 (zwei Tore, 14 Assists) und Lafrenière mit 15 (neun Tore, sechs Assists).

Im weiteren Kreis: Carolina Hurricanes, Pittsburgh Penguins, Ottawa Senators, Boston Bruins, Detroit Red Wings

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