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Sharks werden Meier eine Chance geben

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Das Schweizer Talent soll in San Jose kommende Saison mehr Eiszeit erhalten

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die San Jose Sharks:

Timo Meier gilt als das Toptalent der San Jose Sharks und die kommende Saison wird zeigen, ob sich der 20-jährige Schweizer in der NHL etablieren kann. Es wird erwartet, dass der talentierte Stürmer mehr Eiszeit erhält, um sich beweisen zu können. Insofern war das Training im Sommer ein wichtiger Faktor, um sich im Trainingscamp topfit zu präsentieren.

"Er ist einer, der sich immer verbessern und immer gewinnen will", sagte der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer über Meier beim Entwicklungscamp in Bern zur Zeitung Tagblatt. "Dieser Hunger treibt ihn an und zeichnet ihn aus."

Die Sharks hatten Meier im NHL Draft 2015 an neunter Stelle gezogen, aber er erkrankte während der Vorbereitung in der darauf folgenden Saison am Pfeiffer'schen Drüsenfieber. Es war mit ein Grund, dass er nur in 39 NHL-Spielen und auch immer wieder im Farmteam eingesetzt wurde. Immerhin erzielte er drei Treffer für die Sharks.

Seine Rolle im Team soll sich nicht zuletzt wegen dem Weggang von Stürmer Patrick Marleau zu den Toronto Maple Leafs ausweiten. "Es gibt viele junge Spieler in der NHL, die in den vergangenen Jahren eine solche Rolle übernommen haben", sagte Meier zum Tagblatt selbstbewusst. "Auch ich will das machen, mich zeigen und beweisen."

Der Ostschweizer sieht sich gewappnet für die Erwartungen, die auf ihn zukommen, zumal er glaube, dass die Erwartungen, die er selbst in sich setze, letztendlich am größten wären. "Ich habe in der vergangenen Saison gute Spiele gemacht und mir Chancen erarbeitet", schätzte er seine Einsätze positiv ein. "Aber irgendwie fehlte oftmals der letzte Schritt oder der eine Zentimeter, um den Puck ins Tor zu bringen."

Im Sommertraining hat er viel Wert darauf gelegt, diesen Umstand zu verbessern und die entscheidenden Zentimeter schneller zu sein, um der Mannschaft und sich zukünftig mit Toren zu helfen. Kann Meier überzeugen, dann dürfte ihn nach seinem Einstiegsvertrag, der noch bis zum Ende der Saison 2018/19 läuft, eine vorzeitige und lukrativere Verlängerung winken.

Von solchen Schritten kann Manuel Wiederer derzeit nur träumen, doch mit seiner Unterschrift unter einen dreijährigen Einstiegsvertrag im Mai dieses Jahres hat der 20-jährige Deutsche schon etwas erreicht, wovon andere lange träumen.

Für ihn wird es im Trainingscamp darum gehen, einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen, um irgendwann seine Chance zu erhalten, in der NHL aufzulaufen. Der in Deggendorf gebürtige Stürmer wird sich zunächst über Einsätze im AHL Farmteam aufdrängen müssen.  

Video: WPG@SJS: Meier im Alleingang erfolgreich

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